Geldanlage und Coronakrise: Update zur Lage an den Börsen; Kind schaut in die Ferne

Geldanlage und Coronakrise: Update zur Lage an den Börsen

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4. März 2021 // Aktuelles

Das Coronavirus sorgt an den weltweiten Börsen weiter für Verunsicherung. Es ist ein Auf und Ab: Auf Verluste folgt auch wieder eine Erholung der Kurse. Viele Anleger zeigen sich verunsichert.

++ Dieser Artikel wird durch Updates regelmäßig für Sie aktualisiert ++

Klar ist: Selbst mit einem Impfstoff gegen Covid-19 gibt es noch keine Gewissheit, ob der aktuelle Lockdown als Maßnahme ausreicht und wie hoch der Gesamteffekt auf die Wirtschaft ist. Auch die Zurückhaltung vieler Investoren im Kontext der US-Wahl trug im Herbst nicht dazu bei, dass die Kurse an den Börsen großartig gestützt wurden.

Es herrscht offenbar Angst davor, dass auf die aktuelle Welle des Coronavirus wegen der Virusmutationen noch eine weitere folgen könnte, allgemeine Sorge um die Folgen für die Wirtschaft. Wie sehr das viele bewegt, zeigt sich auch immer wieder am sogenannten Klopapier-Index. In manchen Supermärkten und Drogerien wird das „weiße Gold” nur noch rationiert verkauft.

Wie sollen Anleger auf dieses Auf und Ab reagieren?

Beim Einkauf schnell noch Toilettenpapier mitzunehmen, ist eine Impulsentscheidung. Wenn man eh schon mal da ist, hat es wenig Auswirkungen schnell noch ein paar Rollen zu kaufen. Kostenpunkt: ein paar Euro. Langfristige Auswirkungen auf das eigene Vermögen hat das sicher nicht.

Ganz anders verhält es sich, wenn an den Kapitalmärkten impulsiv reagiert wird. Denn Kursschwankungen, dieses Auf und Ab an der Börse, sind ein Stück weit normal. Die Marktentwicklung unterliegt einer Volatilität: Das heißt der Wert einer Geldanlage schwankt ständig. Das ist besonders bei Aktien- und Anleihen der Fall, die börsentäglich gehandelt werden. Gerade für eine gezielte Anlagestrategie gilt: Angst ist ein schlechter Ratgeber. Wer bei fallenden Kursen vorschnell und impulsiv verkauft, tut dies oft mit Verlust.

Solche Anleger riskieren, dass sie nicht mehr investiert sind, wenn die Kurse wieder nach oben gehen. Sie nehmen also an den Märkten nur die schlechten Phasen mit: Verkaufen mit Verlust, wenn die Kurse nach unten gehen, und kaufen wieder Anteile, nach dem die Kurse sich erholt haben. Eine Studie der Sutorbank belegt wie sehr sich das auf die Rendite auswirkt: Wer in den mehr als 30 Jahren Dax-Entwicklung (1988 bis 2018) an den 13 besten Börsentagen nicht investiert war, dessen Rendite halbierte sich: Er hatte 3,6 Prozent Plus pro Jahr – statt 7,2 Prozent p.a.

Behalten Sie das Ziel Ihrer Investition im Blick

Für alle, die einfach erfolgreich anlegen wollen, heißt es also Ruhe bewahren und sich das Ziel der Investition vor Augen zu halten. Ein langfristig ausgerichtetes Investment - etwa für Altersvorsorge, Vermögensaufbau oder als Sparen für ein bestimmtes Ziel (Haus, Traumreise, Sparplan fürs Kind) - wird sich entsprechend der Marktentwicklung langfristig erholen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass sich die Kurse immer wieder erholt haben. Daher ist vor allem jetzt langfristiges Denken die beste Strategie. Denn über die Jahre gesehen, entwickeln sich die Märkte insgesamt positiv, auch wenn es im Rahmen der Volatilität immer wieder Auf und Ab geht.

In Frühjahr und Sommer nutzten viele Kunden von growney übrigens die Abwärtsbewegung des Marktes, um zusätzliches Geld zu investieren. Solches antizyklische Handeln ist eine anerkannte Strategie: Wer in einem Kurstief Geld investiert, nutzt diese Situation clever aus. Das nennt man antizyklisches Investieren. Wegen der niedrigen Preise erhalten Sie mehr für Ihr Geld als noch vor wenigen Wochen. Und tatsächlich: Wer vor einem halben Jahr strategisch investierte, steht heute trotz der Schwankungen an den Börsen mit einem satten Plus da.

Und wer beim Thema ETF Sparen auf einen monatlichen Sparplan mit regelmäßiger Zahlung setzt (siehe auch: Fondssparen), profitiert ohnehin von der Situation: Dabei wird monatlich eine vorher festgelegte Summe in ein growney Depot investiert. Der Vorteil: In Abschwungphasen erwerben Sie entsprechend mehr Anteile. Geht es dann wieder aufwärts, profitieren Sie von den zuvor günstig erworbenen Anteilen. Durch die kontinuierliche Investition – ungeachtet des aktuellen Marktgeschehens – ergibt sich über die Zeit ein Durchschnittskurs (Cost-Average-Effekt).

Hier sehen Sie, wie Sie sparen können

Vorteil von weltweiten ETF-Portfolios

Die aktuelle Lage den Börsen zeigt aber auch, wie wichtig eine internationale Ausrichtung der Geldanlage mit ETF ist. Die vorsichtige Haltung der Anleger vor der US-Wahl spiegelte sich nämlich nicht überall auf der Welt an den Börsen gleichermaßen wider. Das zeigt zum Beispiel eine Marktauswertung für den Monat Oktober: Während Dax-Werte beispielsweise ein sattes Minus einfuhren, sind japanische Aktien mit 0,7 Prozent im Plus. Emerging Markets – also sogenannte Schwellenländer - waren im Monat Oktober sogar mit 2,8 Prozent im Plus.

Geldanlage und Aktien in der Coronakrise: die Lage an den Börsen

(Quelle: Dividenden-Adel)

Bedeutet: Wer sein Geld nicht in Einzelwerte investiert oder nur auf einen Dax-Indexfonds setzt, sondern weltweit breit streut, ist auch in Krisenzeiten deutlich besser aufgestellt. Ein teilweises Investment in Emerging Markets ist übrigens bei growney aus diesem Grund Bestandteil jeder einzelnen Anlagestrategie mit ETFs (Vergleich unserer weltweiten Portfolios hier).

Die Marktentwicklung an den Börsen im Faktencheck

Wie sagte schon der berühmte Finanz- und Börsenexperte André Kostolany über seinen Erfolg beim Investieren: “An der Börse sind 2 mal 2 niemals 4, sondern 5 minus 1. Man muss nur die Nerven haben, das Minus 1 auszuhalten.”

Für Ihre Geldanlage macht es also Sinn, den Faktencheck zu machen:

  • Hat sich Ihre persönliche Finanzsituation geändert, so dass bestehende Rücklagen nicht für die nächsten Wochen reichen?
  • Wollen oder müssen Sie sich von Ihren persönlichen Sparzielen verabschieden? Oder möchten Sie diese auch weiterhin langfristig und strategisch angehen?
  • Warum sollte die aktuelle Situation die Märkte stärker treffen als im März dieses Jahres? Damals gab es zwar durch die Verunsicherung an den Märkten einen Börsencrash, aber die Kurse erholten sich dann auch wieder extrem schnell.
  • Welcher Zusammenhang zwischen Pandemien und Börsenkursen lässt sich überhaupt evident belegen? Dazu finden Sie bereits aus dem März einen Artikel, in dem wir einen Überblick darüber geben, wie sich vergangene Pandemien wie SARS auf die Finanzmärkte ausgewirkt haben. Ergebnis: langfristig gar nicht.
  • Gibt es Anzeichen für eine dauerhafte Krise? Genau genommen ist sogar das Gegenteil der Fall: Alle Experten gehen davon aus, dass sich die Weltwirtschaft schnell wieder von den Folgen der Coronakrise erholen wird.
  • Wollen Sie durch antizyklisches Handeln von der aktuellen Lage an den Börsen profitieren?
  • Setzen Sie gezielt auf die Expertenstrategie einer möglichst breiten weltweiten Diversifizierung (ETF Sparen ist deutlich risikoärmer als ein Investment in Einzelaktien), um auch in solchen Marktphasen die Ruhe bewahren zu können?

Updates zur Lage an den Kapitalmärkten

  • 4. März 2021: Am Mittwoch verzeichnete der wichtigste deutsche Aktienindex Dax ein neues Rekordhoch. Seitdem haben die Kurse aber wieder nachgegeben. Auch an den US-Börsen geht es aktuell bergab: Grunde sind steigende Zinsen und schwache Arbeitsmarktdaten. Besonders betroffen vom Kursminus: Technologie-Werte.

    Mehr zu den aktuellen Börsenbewegungen lesen Sie auch in unserem Blog-Beitrag.

  • 2. März 2021: Auf Deutschlands Arbeitsmarkt macht sich die Coronakrise bemerkbar. Wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte, waren im Februar 2,904 Millionen Menschen in Deutschland ohne Job. Das sind 4000 mehr als im Januar und 509 000 mehr als im Februar 2020. Die Arbeitslosenquote liegt bei 6,3 Prozent.

  • 24. Februar 2021: Nachdem die Börsen weltweit zu Wochenbeginn Verluste verzeichneten, geht es heute wieder aufwärts. Grund sind Aussagen des US-Notenbankchefs Jerome Powell. Die US-Notenbank Fed sei weiter bereit, ihre geldpolitischen Instrumenten voll auszuschöpfen, um die Wirtschaft zu unterstützen, hatte Powell betont. Damit trat er Erwartungen entgegen, die Inflation in den USA könnte nun deutlich ansteigen.
    Auch in Deutschland gab es positive Nachrichten: Die deutsche Wirtschaft ist im 4. Quartal 2020 leicht gewachsen - trotz Corona-Lockdown. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs um 0,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt berechnet hat. Erwartet wurden zuvor nur 0,1 Prozent.

  • 22. Februar 2021: Durch die Corona-Pandemie wird in Europa derzeit extrem viel Geld gespart - allerdings liegt es oft auf Girokonten oder dem Sparbuch, meist ohne Zinsen. Das zeigt eine Studie von Deposit Solutions. Für Deutschland wird ein Anstieg von mehr als 37 Prozent verzeichnet. In Großbritannien waren es sogar 170 Prozent, in Frankreich 72 Prozent und in Spanien 38 Prozent.
    Mehr zu Sparverhalten und Kaufkraftverlust lesen Sie auch in unserem Finanz- und Aktienblog.

  • 16. Februar 2021: Mit einem riesigen Konjunkturpaket will US-Präsident Joe Biden die Wirtschaft wieder ankurbeln. Geplant sind 1,9 Billionen Euro. “Größer ist jetzt besser”, betonte Biden. Geplant sind unter anderem Direktzahlungen an private Haushalte und zusätzliche Unterstützung für Arbeitslose. An den Börsen erreicht der Dow Jones Industrial daraufhin sogar ein neues Rekordhoch. Insgesamt zeigen sich die Anleger an den Aktienmärkten allerdings langsam etwas vorsichtiger. Weltweit sinkende Infektionszahlen und der Fortschritt von Impfkampagnen bieten zwar eine Perspektive für ein Ende der Coronakrise, derzeit sei das aber noch nicht konkret genug, so die Experten.

  • 12. Februar 2021: Der Bundesbank-Präsident erwartet zwar steigenden Insolvenzzahlen für Deutschland - aber auf sehr niedrigem Niveau. Jens Weidmann sagte der “Augsburger Allgemeinen”: “Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen dürfte weit unter ihrem historischen Höchststand bleiben”. Die Unterstützung der Wirtschaft durch die Bundesregierung dürfte helfen, so Weidmann. Zu den Insolvenzzahlen sagte er: “Sie werden zwar deutlich steigen, allerdings von einem sehr niedrigen Niveau aus.”

  • 8 Februar 2021: Neue Allzeithochs an den Börsen. Der deutsche Aktienindex Dax erreicht einen neuen Höchststand. Auch in Japan hatten die Kurse am Montagmorgen die besten Werte seit 30 Jahren erreicht. Angetrieben werden die Märkte vor allem durch positive Daten aus den USA.

  • 3. Februar 2021: Seit dem Wochenbeginn zeigen die Börsen weltweit eine starke Aufwärtstendenz. Das setzt sich am Mittwoch auch den Märkten in Asien fort. Am Dienstag hatten vor allem US-Unternehmen wie Amazon oder der Google-Konzern Alphabet gute Zahlen vorgelegt und damit für gute Stimmung an der Wallstreet gesorgt.

  • 1. Februar 2021: Schlechte Handelsdaten für Einzelhändler im Dezember. Der Corona-Lockdown führte zu schlechten Zahlen - minus 9,6 Prozent nominal gegenüber dem Vorjahresmonat. Aber: Im Gesamtjahr 2020 hat der Handel insgesamt trotzdem ein Plus verzeichnet. Im Gesamtjahr lagen die Erlöse des Handels real um 3,9 Prozent höher als 2019, wie das Statistische Bundesamt meldet. Allerdings profitierten nicht alle Branchen gleichermaßen: Es boomten vor allem Onlinehandel, Lebensmittelmärkte sowie Möbel- und Heimwerkermärkte. Branchen wie Modehändler oder Schuhverkauf verzeichneten dagegen ein starkes Minus.

  • 25. Januar 2021: Schlechte Stimmung in der deutschen Wirtschaft. Das zeigt der aktuelle ifo-Geschäftsklima-Index: Sowohl die aktuelle Lage als auch die Aussichten für das nächste halbe Jahr wurden durch die befragten Unternehmen schlechter bewertet. Ifo-Präsident Clemens Fuest beurteilt die Lage so: “Die zweite Corona-Welle hat die Erholung der deutschen Wirtschaft vorläufig beendet.”
    kommentierte Ifo-Präsident das Ergebnis der Umfrage unter etwa 9000 Unternehmen

  • 20. Januar 2021: Nach dem Amtsantritt des neuen US-Präsidenten Joe Biden steigen die Aktienkurse. Er hat bereits massive Wirtschaftshilfen gegen die Coronakrise in Aussicht gestellt. Die US-Märkte reagierten am Mittwoch mit neuen Höchstständen, die Börsen in Asien und Europa zogen am Donnerstag nach. Biden hatte gleich am ersten Tag nach der Trump-Ära angekündigt, dass die USA in der Welthandelsorganisation bleiben werden.

  • 18. Januar 2021: In ihrem [aktuellen Monatsbericht]( “Aktueller Monatsbericht der Bundesbank”) beschäftigt sich die Bundesbank ausführlich mit den Auswirkungen der Coronakrise auf die Wirtschaft. So “führten die stärkeren Beschränkungen wohl zu keinem größeren Rückschlag. Dies liegt daran, dass einige nicht unmittelbar durch die Maßnahmen betroffene Bereiche der Wirtschaft sich weiter erholten”. Dabei nennt die Bundesbank ausdrücklich die Industrie, wo es eine “kräftige Aufwärtsbewegung” gebe . Auch der “Arbeitsmarkt blieb trotz der wieder strikteren Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung bemerkenswert stabil”, heißt es in dem Bericht.

  • 12. Januar 2021: Die weitere Angst vor dem Coronavirus und schärferen Lockdowns beschäftigt die Aktienmärkte weltweit. Viele Kurse zeigen sich deshalb im Minus. “Die Entdeckung einer neuen, ansteckenderen Coronavirus-Variante könnte den Neustart der Wirtschaft verzögern”, heißt es von der Strategie-Abteilung des US-Vermögensverwalters Blackrock.
    Dabei mehren sich die Anzeichen für eine weitere Verschlimmerung: In China wurden Ausgangssperren rund um Pekings verschärft. England will künftig offenbar bei Einreise einen negativen Corona-Test verlangen. Südafrika hat im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus mit sofortiger Wirkung seine Landgrenzen abgeriegelt. Und auch in Israel stiegen die Infektionszahlen ungeachtet eines dritten Lockdowns auf einen neuen Höchststand.

  • 8. Januar 2021: Welche Titel schnitten im Börsenjahr 2020 besonders schlecht ab, welche waren gut? Und was bedeutet das für Kleinanleger? Eine Auswertung im Focus.

Wie viel bringt mir growney?

  • 7. Januar 2021: Die Tumulte in der US-Hauptstadt Washington D.C., wo Anhänger von Donald Trump das Kongressgebäude gestürmt hatten, ließen die Märkte weitgehend kalt: An den US-Börsen notierten die Kurse am Mittwoch deutlich im Plus. Auch der Dax erreichte am Donnerstag ein neues Allzeit-Hoch und kletterte erstmals über 14.000 Punkte.
    Hintergrund: Mit dem Sieg der Demokraten von Joe Biden bei den Senatssitzen für Georgia hat die Partei nun eine Mehrheit in beiden Kongresskammern. Die Anleger erwarten nun eine schnelle Entscheidung für ein neues Hilfspaket - d.h. frisches Geld für die Kapitalmärkte.

  • 4. Januar 2021: Das Prognos-Institut erwartet für die Zeit nach der Coronakrise einen deutlichen Aufschwung. Allerdings werde der nicht allen Branchen gleichermaßen zugute kommen. “Die Spanne zwischen der schwächsten und der stärksten Branchenentwicklung fällt größer aus als je zuvor”, so Prognos-Chefvolkswirt Michael Böhmer. Ein besonders starkes Wachstum erwarten die Experten im Gastgewerbe: Der Studie zufolge könnte die Wirtschaftsleistung 2021 um 28 Prozent steigen. Auch für die Kultur- und Kreativwirtschaft, die 2020 mit starken Beschränkungen zu kämpfen hatte, erwartet Prognos deutlich zweistellige Zuwachsraten. Die Autoindustrie werde demnach um 15 Prozent wachsen. Industriebranchen wie Maschinenbau oder Textilindustrie könnten einen Zuwachs von 4 bis 7 Prozent erwarten.
    Prognos rechnet in Deutschland ab Frühjahr mit einem dynamischen Konjunkturaufschwung und im Gesamtjahr mit einem Anstieg des BIP von 3,9 Prozent. Die Experten erwarten, dass etwa zwei Drittel der gesamtwirtschaftlichen Verluste der Krise wettgemacht werden können.

  • 29. Dezember 2020: Dax, Dow Jones und Nasdaq erreichten am Montag neue Höchststände. Marktanalyst Jochen Stanz von CMC Markets erklärt die Entwickung so: “Besser könnten Nachrichtenlage und Stimmung an der Börse zum Start in die kurze und letzte Handelswoche eines turbulenten Börsenjahres kaum sein.”. Große Probleme seien in letzter Sekunde doch noch gelöst worden und auf dem Weg aus der Corona-Pandemie seien Wirtschaft und Gesellschaft mit dem Impfstart in Europa ein ganzes Stück vorangekommen.

  • 26. Dezember 2020: Für “Bild” analysiert Thimm Blickensdorf von growney die Kursentwicklungen im Dezember und erklärt, warum manche Börsenweisheiten einfach nicht stimmen.

  • 21. Dezember 2020: Nach Tagen des Aufwärtstrends sind die europäischen Märkte am Montag stark im Minus. Grund: Die in England aufgetauchte Mutation des Covid-19-Virus nährt die Befürchtungen, die Zeit von Corona-Lockdown und Einschränkungen für Wirtschaft und Handel könnte doch nicht so bald beendet sein.

  • 16. Dezember 2020: Zum Ende des Börsenjahres 2020 präsentieren sich die Märkte in guter Stimmung - der deutsche Börsenindex Dax strebt in Richtung Allzeithoch, in den USA hofft man auf ein schnelles Konjunkturpaket und auch aus Frankreich kommen gute Wirtschaftsdaten. Marktexperte Christian Henke vom Broker IG sagt dazu: Die Chance auf eine Weihnachts- und Jahresendrally sei gestiegen. Dazu trage auch die wahrscheinliche Zulassung eines Corona-Impfstoffs in Europa durch die Gesundheitsbehörde EMA noch vor Weihnachten bei.

  • 14. Dezember 2020: Trotz des bevorstehenden erneuten Lockdowns ab Mittwoch, reagiert die Börse besonnen. Die Entwicklungen der vorherigen Tage hat die Befürchtung des Lockdowns bereits „eingepreist“. Die positiven Nachrichten zum Impfstoff gegen Covid-19 hingegen gelten als Kurstreiber, da voraussichtlich schon zum Anfang dieser Woche in den USA mit Impfungen begonnen werden kann. So konnten DAX und Dow Jones bereits zulegen.

  • 9. Dezember 2020: An den Börsen lässt sich eine regelrechte Rekordjagd beobachten. Die wichtigsten US-Indizes Dow Jones und Nasdaq erreichten neue Allzeithochs. Grund ist die Hoffnung auf einen Impfstoff gegen Covid-19.

  • 8. Dezember 2020: In Großbritannien hat die Impfung gegen Covid-19 begonnen. Am Dienstagmorgen erhielt die 90jährige Margaret Keenan in Coventry die erste Impfdosis des von BioNTech und Pfizer entwickelten Impfstoffes. Damit hat die nach Regierungsangaben größte Impfkampagne in der Geschichte Großbritanniens offiziell begonnen. Bewohner von Pflegeheimen, medizinisches Personal, alte und gesundheitlich gefährdete Menschen sollen als erste geimpft werden. Von Impfkampagnen versprechen sich Wirtschaftsexperten eine schnellere Erholung der Konjunktur.

  • 2. Dezember 2020: Impfstoff-Meldungen aus Großbritannien sorgen für Hoffnung auf eine effektive Bekämpfung von Covid-19: Die britische Arzneimittelbehörde hat dem Mainzer Pharma-Unternehmen BioNTech und seinem US-Partner Pfizer eine Notfallzulassung für deren Corona-Impfstoff erteilt. Großbritannien ist damit das erste Land überhaupt, das dem Impfstoff eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ausgestellt hat. Können zum Schutz vor der Pandemie große Teile der Bevölkerung geimpft werden, wäre ein erneuter Lockdown wohl so gut wie ausgeschlossen - gute Nachrichten für die Wirtschaft also.

  • 30. November 2020: Experten sehen für Dezember jetzt sogar Chancen für eine regelrechte Jahresendrallye. Hintergrund: Hoffnung auf eine Entspannung der Coronalage - und auf eine geregelte Amtsübergabe in den USA: “Die Perspektive einer geregelten Amtsübergabe an Präsident-elect Biden sowie die Vorstellung erster Kabinettsmitglieder haben die Fantasie der Börsianer beflügelt”, bewertet Helaba-Strategin Claudia Windt die Lage an den Märkten. Der bisherige US-Präsident Donald Trump hatte angedeutet, dass er das Weiße Haus “natürlich” im Januar verlassen werde - mit Klagen gegen die Zertifizierung des Wahlergebnisses ist er bereits in mehreren US-Bundesstaaten gescheitert.

  • 26. November 2020: Warum haben sich etliche US-Aktien seit der Wahl Trump gegen Biden anders entwickelt als gedacht? In einem “Bild”-Artikel erklärt Thimm Blickensdorf von growney, was Kleinanleger jetzt tun sollten: „Wer vor allem auf Einzeltitel setzt, braucht wirklich großes Glück, oder er verschenkt große Renditechancen und damit bares Geld.“

  • 24. November 2020: Nach einer Studie des RWI Essen gab es trotz der Coronakrise im Oktober sehr positive Zahlen für den Welthandel. Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (früher: Rheinisch-Westfälisches Institut, abgekürzt RWI) hat das im Rahmen des sogenannten Containerumschlag-Index ermittelt. Ergebnis: “In allen Regionen sind Zuwächse zu verzeichnen.”
    RWI-Konjunkturchef Torsten Schmidt bewertet die Entwicklung so: „Der erste Einbruch aufgrund der Corona-Krise scheint überwunden. Abzuwarten bleibt, wie sich die neuerlichen zur Eindämmung der Pandemie ergriffenen Einschränkungen des Wirtschaftslebens auf den internationalen Handel auswirken werden.“

  • 19. November 2020: Corona-Sorgen belasten die Börsen. Am späten Donnerstagabend notierten die US-Börsen im Minus nachdem die Stadt New York ankündigte, erneut alle Schulen zu schließen. Für die Anleger ein Zeichen, dass auch in den USA ein neuer Lockdown bevorsteht. Diese Angst belastet nun auch andere Märkte, etwa asiatische und europäische Börsen - und natürlich auch den Dax.

  • 16. November 2020: Die Lage an den Börsen ist auch am Montag durch Optimismus geprägt. Der japanische Aktienindex Nikkei kletterte sogar auf den höchsten Wert seit 29 Jahren. Grund sind gute Wirtschaftsdaten in Fernost (China, Japan) und der Abschluss eines Freihandelsabkommens im asiatisch-pazifischen Raum: 15 Staaten hatten am Wochenende die Regional Comprehensive Economic Partnership (RCEP) vereinbart - die künftig größte Freihandelszone der Welt. Beteiligt sind auch Australien und Neuseeland.

  • 13. November 2020: Die Coronakrise hat bislang nicht zum einem Anstieg von Firmeninsolvenzen in Deutschland geführt, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Im August 2020 gab es demnach rund 35 Prozent weniger Unternehmenspleiten als im Vorjahr. Allerdings war die Pflicht zur Insolvenzanmeldung bei Zahlungsunfähigkeit vom 1. März bis 30. September 2020 ausgesetzt worden, um Firmen in der durch Covid-19 verursachten Ausnahmesituation entgegenzukommen. Der Trend setzte sich aber offenbar auch im Oktober fort, wie das Statistikamt mitteilte: “Auch für den Oktober 2020 zeigen die vorläufigen Angaben zu den eröffneten Regelinsolvenzen wie bereits in den Vormonaten eine deutliche Abnahme an Verfahren.”

  • 11. November 2020: Düstere Aussichten wegen der Coronakrise? In vielen deutschen Unternehmen wird das offenbar anders gesehen - wie eine Analyse der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG zeigt. “Eine deutliche Mehrheit von 60 Prozent der heimischen Unternehmen sieht den kommenden fünf Jahren zuversichtlich entgegen”, so die Zusammenfassung der Studie, für die über 600 Top-Entscheider in deutschen Firmen angesprochen wurden. Besonders bemerkenswert: Die Stimmung der Wirtschaft ist sogar leicht besser als vor einem Jahr.
    Erklärungsansatz der Experten: Plötzliche Herausforderungen wie Lockdown und Covid-19-Pandemie zeigen, wie gut Unternehmen für die Zukunft gerüstet sind. Der Future Readiness Index von KPMG war dieses Jahr zum dritten Mal erhoben worden.

  • 8. November 2020: Experten des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung sehen eine positive Entwicklung für die US-Konjunktur, die Weltwirtschaft und auch für deutsche Unternehmen. In einer Analyse des gewerkschaftsnahen Instituts heißt es: “Der Sieg der Demokraten bei der Präsidentschaftswahl erleichtert den USA die konjunkturelle Erholung nach der Corona-Krise. Auch für die deutsche Exportwirtschaft ist das eine gute Nachricht, weil die Gefahr einer Eskalation im transatlantischen Handelskonflikt deutlich abnimmt.” Die Erwartung an den neuen Mann im Weißen Haus: “US-Präsident Biden wird die Wirtschaft mit Hilfe eines großen Investitionspakets ankurbeln und den Handelsstreit mit der EU auf dem Verhandlungsweg lösen. Beides trägt dazu bei, dass sich Weltwirtschaft und Welthandel erholen.”

  • 5. November 2020: Die Börsianer in den USA zeigen sich wenig ängstlich über das immer noch nicht feststehende Ergebnis der US-Wahl: An der Wallstreet stiegen die Kurse deutlich. Seit Wochenbeginn hat der Dow Jones, der wichtigste US-Börsenindex, bereits rund 5 Prozent zugelegt.

    Und auch vom deutschen Handel gibt es optimistische Signale: Trotz Lockdown und Covid-19-Pandemie werde es steigende Umsätze zum Weihnachtsgeschäft geben, teilt der Handelsverband Deutschland (HDE) mit. Gegenüber 2019 soll es dieses Jahr rund 1,2 Prozent mehr Umsatz geben, so die Wirtschaftsprognose. Allerdings verändert sich das Kunden-Verhalten, wie HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth betont: “Die Kunden kaufen auch in der Corona-Krise Geschenke, sie shoppen, aber deutlich mehr online und gehen seltener in die Innenstädte”.

  • 4. November 2020: Noch am Dienstag, dem Wahltag, schienen die Märkte sauf einen klaren Ausgang der US-Wahl zu setzen. Die Börsen zeigten einen Aufwärtstrend, waren deutlich im Plus.

    Die Reaktion auf den aktuell noch unklaren Wahlausgang fällt dagegen unterschiedlich aus: Während die Märkte in Europa am Mittwoch eher im Minus starten und damit einen Teil der Vortagesgewinne abgeben, zeigte sich beispielsweise der japanische Index Nikkei klar im Plus.



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