Geldanlage und Coronakrise: Update zur Lage an den Börsen; Kind schaut in die Ferne

Geldanlage und Coronakrise: Update zur Lage an den Börsen

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27. November 2020 // Aktuelles

Die zweite Welle des Coronavirus sorgt auch an den weltweiten Börsen für Verunsicherung. Es ist ein Auf und Ab: Auf Verluste folgt auch wieder eine Erholung der Kurse. Viele Anleger zeigen sich verunsichert.

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Klar ist: Auf Therapien und Impfstoffe gegen Covid-19 müssen wir noch warten – und es gibt auch noch keine Gewissheit, ob der Teil-Lockdown im November als Maßnahme ausreicht und wie hoch der Gesamteffekt auf die Wirtschaft ist. Auch die Zurückhaltung vieler Investoren vor der US-Wahl trug nicht dazu bei, dass die Kurse an den Börsen großartig gestützt werden.

Es scheint fast so, als bestimmen Angst und Verunsicherung das aktuelle Verhalten: Angst vor einem Hin und Her nach der US-Wahl oder einem langen juristischen Tauziehen vor Gerichten. Angst davor, dass auf die zweite Welle des Coronavirus noch eine dritte folgen könnte, allgemeine Sorge um die Folgen für die Wirtschaft. Wie sehr das viele bewegt, zeigt sich dieser Tage auch wieder zeigt sich auch wieder an dem sogenannten Klopapier-Index. In manchen Supermärkten und Drogerien wird das „weiße Gold” nur noch rationiert verkauft.

Wie sollen Anleger auf dieses Auf und Ab reagieren?

Beim Einkauf schnell noch Toilettenpapier mitzunehmen, ist eine Impulsentscheidung. Wenn man eh schon mal da ist, hat es wenig Auswirkungen schnell noch ein paar Rollen zu kaufen. Kostenpunkt: ein paar Euro. Langfristige Auswirkungen auf das eigene Vermögen hat das sicher nicht.

Ganz anders verhält es sich, wenn an den Kapitalmärkten impulsiv reagiert wird. Denn Kursschwankungen, dieses Auf und Ab an der Börse, sind ein Stück weit normal. Die Marktentwicklung unterliegt einer Volatilität: Das heißt der Wert einer Geldanlage schwankt ständig. Das ist besonders bei Aktien- und Anleihen der Fall, die börsentäglich gehandelt werden. Gerade für eine gezielte Anlagestrategie gilt: Angst ist ein schlechter Ratgeber. Wer bei fallenden Kursen vorschnell und impulsiv verkauft, tut dies oft mit Verlust.

Solche Anleger riskieren, dass sie nicht mehr investiert sind, wenn die Kurse wieder nach oben gehen. Sie nehmen also an den Märkten nur die schlechten Phasen mit: Verkaufen mit Verlust, wenn die Kurse nach unten gehen, und kaufen wieder Anteile, nach dem die Kurse sich erholt haben. Eine Studie der Sutorbank belegt wie sehr sich das auf die Rendite auswirkt: Wer in den mehr als 30 Jahren Dax-Entwicklung (1988 bis 2018) an den 13 besten Börsentagen nicht investiert war, dessen Rendite halbierte sich: Er hatte 3,6 Prozent Plus pro Jahr – statt 7,2 Prozent p.a.

Behalten Sie das Ziel Ihrer Investition im Blick

Für alle, die einfach erfolgreich anlegen wollen, heißt es also Ruhe bewahren und sich das Ziel der Investition vor Augen zu halten. Ein langfristig ausgerichtetes Investment - etwa für Altersvorsorge, Vermögensaufbau oder als Sparen für ein bestimmtes Ziel (Haus, Traumreise, Sparplan fürs Kind) - wird sich entsprechend der Marktentwicklung langfristig erholen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass sich die Kurse immer wieder erholt haben. Daher ist vor allem jetzt langfristiges Denken die beste Strategie. Denn über die Jahre gesehen, entwickeln sich die Märkte insgesamt positiv, auch wenn es im Rahmen der Volatilität immer wieder Auf und Ab geht.

In Frühjahr und Sommer nutzten viele Kunden von growney übrigens die Abwärtsbewegung des Marktes, um zusätzliches Geld zu investieren. Solches antizyklische Handeln ist eine anerkannte Strategie: Wer in einem Kurstief Geld investiert, nutzt diese Situation clever aus. Das nennt man antizyklisches Investieren. Wegen der niedrigen Preise erhalten Sie mehr für Ihr Geld als noch vor wenigen Wochen. Und tatsächlich: Wer vor einem halben Jahr strategisch investierte, steht heute trotz der Schwankungen an den Börsen mit einem satten Plus da.

Und wer beim Thema ETF Sparen auf einen monatlichen Sparplan mit regelmäßiger Zahlung setzt, profitiert ohnehin von der Situation: Dabei wird monatlich eine vorher festgelegte Summe in ein growney Depot investiert. Der Vorteil: In Abschwungphasen erwerben Sie entsprechend mehr Anteile. Geht es dann wieder aufwärts, profitieren Sie von den zuvor günstig erworbenen Anteilen. Durch die kontinuierliche Investition – ungeachtet des aktuellen Marktgeschehens – ergibt sich über die Zeit ein Durchschnittskurs (Cost-Average-Effekt).

Hier sehen Sie, wie Sie sparen können

Vorteil von weltweiten ETF-Portfolios

Die aktuelle Lage den Börsen zeigt aber auch, wie wichtig eine internationale Ausrichtung der Geldanlage mit ETF ist. Die vorsichtige Haltung der Anleger vor der US-Wahl spiegelte sich nämlich nicht überall auf der Welt an den Börsen gleichermaßen wider. Das zeigt zum Beispiel eine Marktauswertung für den Monat Oktober: Während Dax-Werte beispielsweise ein sattes Minus einfuhren, sind japanische Aktien mit 0,7 Prozent im Plus. Emerging Markets – also sogenannte Schwellenländer - waren im Monat Oktober sogar mit 2,8 Prozent im Plus.

Geldanlage und Aktien in der Coronakrise: die Lage an den Börsen

(Quelle: Dividenden-Adel)

Bedeutet: Wer sein Geld nicht in Einzelwerte investiert oder nur auf einen Dax-Indexfonds setzt, sondern weltweit breit streut, ist auch in Krisenzeiten deutlich besser aufgestellt. Ein teilweises Investment in Emerging Markets ist übrigens bei growney aus diesem Grund Bestandteil jeder einzelnen Anlagestrategie mit ETFs (Vergleich unserer weltweiten Portfolios hier).

Die Marktentwicklung an den Börsen im Faktencheck

Wie sagte schon der berühmte Finanz- und Börsenexperte André Kostolany über seinen Erfolg beim Investieren: “An der Börse sind 2 mal 2 niemals 4, sondern 5 minus 1. Man muss nur die Nerven haben, das Minus 1 auszuhalten.”

Für Ihre Geldanlage macht es also Sinn, den Faktencheck zu machen:

  • Hat sich Ihre persönliche Finanzsituation geändert, so dass bestehende Rücklagen nicht für die nächsten Wochen reichen?
  • Wollen oder müssen Sie sich von Ihren persönlichen Sparzielen verabschieden? Oder möchten Sie diese auch weiterhin langfristig und strategisch angehen?
  • Warum sollte die aktuelle Situation die Märkte stärker treffen als im März dieses Jahres? Damals gab es zwar durch die Verunsicherung an den Märkten einen Börsencrash, aber die Kurse erholten sich dann auch wieder extrem schnell.
  • Welcher Zusammenhang zwischen Pandemien und Börsenkursen lässt sich überhaupt evident belegen? Dazu finden Sie bereits aus dem März einen Artikel, in dem wir einen Überblick darüber geben, wie sich vergangene Pandemien wie SARS auf die Finanzmärkte ausgewirkt haben. Ergebnis: langfristig gar nicht.
  • Gibt es Anzeichen für eine dauerhafte Krise? Genaugenommen ist sogar das Gegenteil der Fall: Alle Experten gehen davon aus, dass sich die Weltwirtschaft schnell wieder von den Folgen der Coronakrise erholen wird.
  • Wollen Sie durch antizyklisches Handeln von der aktuellen Lage an den Börsen profitieren?
  • Setzen Sie gezielt auf die Expertenstrategie einer möglichst breiten weltweiten Diversifizierung (ETF Sparen ist deutlich risikoärmer als ein Investment in Einzelaktien), um auch in solchen Marktphasen die Ruhe bewahren zu können?

Updates zur Lage an den Kapitalmärkten

  • 27. November 2020: In Frankreich ist die Wirtschaft im Sommer trotz Coronavirus stärker gewachsen als erwartet. Das Statistikamt verzeichnete im 3. Quartal ein Plus von 18,7 Prozent. Allerdings war die Wirtschaft wegen des harten Lockdowns zuvor massiv eingebrochen. Auch für das 4. Quartal wird wieder ein Minus erwartet, weil in Frankreich viel strengere Maßnahmen gelten als beispielsweise in Deutschland.

    Die Pandemie hat sich bei uns sehr stark auf Firmengründungen ausgewirkt, wie das Statistische Bundesamt mitteilte: Von Januar bis September 2020 wurden deutlich weniger Unternehmen gegründet als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs. Bei den Kleinunternehmen wurde ein Minus von 18,5 Prozent verzeichnet, bei Firmen mit “größerer wirtschaftlicher Bedeutung” war es ein Minus von 6,4 Prozent.

  • 26. November 2020: Warum haben sich etliche US-Aktien seit der Wahl Trump gegen Biden anders entwickelt als gedacht? In einem “Bild”-Artikel erklärt Thimm Blickensdorf von growney, was Kleinanleger jetzt tun sollten: „Wer vor allem auf Einzeltitel setzt, braucht wirklich großes Glück, oder er verschenkt große Renditechancen und damit bares Geld“

  • 25. November 2020: An den Börsen scheint es fast schon als wäre die Corona-Angst vorbei. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial Average erreichte am Dienstag ein neues Rekordhoch - und notierte erstmals über 30.000 Punkten. In nicht mal acht Jahren hat er sich so verdoppelt: 2013 war der Dow Jones erstmals über die 15.000-Punkte-Marke geklettert. Mit 30 US-Werten gilt der Index als einer der wichtigsten der Welt, es gibt den Dow Jones Industrial bereits seit über 100 Jahren.

    In den USA rechnen die Experten aktuell mit einem baldigen Konjunkturpaket, dass die US-Wirtschaft nach der Coronakrise ankurbeln soll. Darüber verhandeln die Parteien von Noch-Präsident Donald Trump und seinem Nachfolger Joe Biden derzeit, eine Einigung wird in den nächsten Tagen erwartet.

  • 24. November 2020: Nach einer Studie des RWI Essen gab es trotz der Coronakrise im Oktober sehr positive Zahlen für den Welthandel. Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (früher: Rheinisch-Westfälisches Institut, abgekürzt RWI) hat das im Rahmen des sogenannten Containerumschlag-Index ermittelt. Ergebnis: “In allen Regionen sind Zuwächse zu verzeichnen.”
    RWI-Konjunkturchef Torsten Schmidt bewertet die Entwicklung so: „Der erste Einbruch aufgrund der Corona-Krise scheint überwunden. Abzuwarten bleibt, wie sich die neuerlichen zur Eindämmung der Pandemie ergriffenen Einschränkungen des Wirtschaftslebens auf den internationalen Handel auswirken werden.“

  • 23. November 2020: Eine eher freundliche Stimmung an den Börsen am Montagmorgen. Die Hoffnung auf einen baldigen Corona-Impfstoff kommt an den Märkten gut an. Die USA hatten am Wochenende verkündet, dass sie voraussichtlich Mitte Dezember mit Impfungen beginnen wollen. In Großbritannien könnte es sogar noch früher so weit sein.

    “Der Impfstoff ist die Eintrittskarte in die Normalisierung des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens”, bewertet Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners bei Börse online die aktuelle Lage.

  • 20. November 2020: Trotz der schwierigen Corona-Lage schlossen die US-Märkte am Donnerstag leicht im Plus. Besonders gefragt: Technologiewerte.

Wie viel bringt mir growney?

  • 19. November 2020: Corona-Sorgen belasten die Börsen. Am späten Donnerstagabend notierten die US-Börsen im Minus nachdem die Stadt New York ankündigte, erneut alle Schulen zu schließen. Für die Anleger ein Zeichen, dass auch in den USA ein neuer Lockdown bevorsteht. Diese Angst belastet nun auch andere Märkte, etwa asiatische und europäische Börsen - und natürlich auch den Dax. “Die Luft ist raus”, urteilt Analyst Christian Schmidt von der Hessischen Landesbank (Helaba).

    Dabei gibt es aus Europa eigentlich positive Nachrichten: Das Robert-Koch-Institut betonte in seiner Pressekonferenz, Deutschland sei “auf dem richtigen Weg”. Es geb eine leichte Entspannung bei den Corona-Fällen, die Zahlen seien aber nach wie vor zu hoch. Wirtschaftsminister Peter Altmaier zeigte sich nach einer Videokonferenz mit EU-Kollegen erfreut über Erfolge in einigen Nachbarländern: “Wir haben gesehen, dass in Frankreich, in den Niederlanden, in Belgien die Zahl der Neuinfektionen sehr deutlich zurückgegangen ist”, sagte der CDU-Politiker. Dies sei “auf die große Disziplin der Bürgerinnen und Bürger in diesen Ländern” zurückzuführen.

  • 18. November 2020: Schon wieder treibt die Hoffnung auf einen baldigen Corona-Impfstoff die Börsen an. Die wichtigsten Märkte verzeichnen ein Plus, nachdem die Firmen BioNTech und Pfizer angekündigt haben, ihr Impfstoff habe eine Wirksamkeit von 95 Prozent und könnte deshalb schon bald in den USA zugelassen werden. Die Aussicht auf eine Normalisierung nach der Coronakrise dürfte die Wirtschaft dann wieder in Schuss bringen, so die Erwartung der Anleger.

  • 17. November 2020: Neues Allzeit-Hoch des US-Börsenindex Dow Jones Industrial Average. Am Montag notierte das Börsenbarometer bei 29.964 Punkten - ein Rekordwert. Vor allem die Hoffnung auf einen Impfstoff gegen das Coronavirus trieb die Kurse an den Börsen.

  • 16. November 2020: Die Lage an den Börsen ist auch am Montag durch Optimismus geprägt. Der japanische Aktienindex Nikkei kletterte sogar auf den höchsten Wert seit 29 Jahren. Grund sind gute Wirtschaftsdaten in Fernost (China, Japan) und der Abschluss eines Freihandelsabkommens im asiatisch-pazifischen Raum: 15 Staaten hatten am Wochenende die Regional Comprehensive Economic Partnership (RCEP) vereinbart - die künftig größte Freihandelszone der Welt. Beteiligt sind auch Australien und Neuseeland.

  • 13. November 2020: Die Coronakrise hat bislang nicht zum einem Anstieg von Firmeninsolvenzen in Deutschland geführt, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Im August 2020 gab es demnach rund 35 Prozent weniger Unternehmenspleiten als im Vorjahr. Allerdings war die Pflicht zur Insolvenzanmeldung bei Zahlungsunfähigkeit vom 1. März bis 30. September 2020 ausgesetzt worden, um Firmen in der durch Covid-19 verursachten Ausnahmesituation entgegenzukommen. Der Trend setzte sich aber offenbar auch im Oktober fort, wie das Statistikamt mitteilte: “Auch für den Oktober 2020 zeigen die vorläufigen Angaben zu den eröffneten Regelinsolvenzen wie bereits in den Vormonaten eine deutliche Abnahme an Verfahren.”

  • 12. November 2020: Experten rechnen damit, dass sich die weltweite Wirtschaft recht schnell wieder von den Einschränkungen durch die Covid-19-Pandemie erholt. So geht etwa die UN-Organisation für Handel und Entwicklung (Unctad) davon aus, dass weltweite Schiffstransport mit Waren und Industriegütern dieses Jahr durch die Coronakrise um 4,1 Prozent schrumpft. Im nächsten Jahr soll das aber wieder aufgeholt werden: Die UN-Organisation erwartet ein Wachstum von 4,8 Prozent. Unctad-Generalsekretär Mukhisa Kituyi sagt dazu: “Die globale Schifffahrtsindustrie wird an der Spitze der Bemühungen einer nachhaltigen Erholung sein.”
    Ähnlich positiv wird die Entwicklung der Wirtschaft in Großbritannien gewertet: Dort berichtet das Statistikamt ONS, dass das Bruttoinlandsprodukt im 3. Quartal (Juli bis Oktober) um 15,5 Prozent gewachsen ist. Damit wurde ein Großteil des Einbruchs durch die Corona-Maßnahmen wieder wettgemacht. Im zweiten Quartal (April bis Juni) war die Leistung durch einen teilweisen Lockdown um 19,8 Prozent geschrumpft. Großbritannien ist nach Deutschland die zweitgrößte Volkswirtschaft in Europa.

  • 11. November 2020: Düstere Aussichten wegen der Coronakrise? In vielen deutschen Unternehmen wird das offenbar anders gesehen - wie eine Analyse der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG zeigt. “Eine deutliche Mehrheit von 60 Prozent der heimischen Unternehmen sieht den kommenden fünf Jahren zuversichtlich entgegen”, so die Zusammenfassung der Studie, für die über 600 Top-Entscheider in deutschen Firmen angesprochen wurden. Besonders bemerkenswert: Die Stimmung der Wirtschaft ist sogar leicht besser als vor einem Jahr.
    Erklärungsansatz der Experten: Plötzliche Herausforderungen wie Lockdown und Covid-19-Pandemie zeigen, wie gut Unternehmen für die Zukunft gerüstet sind. “Insbesondere die Flexibilisierung von Arbeitsbedingungen und Arbeitszeitmodellen hat nun höchste Priorität auf der Management-Agenda. Auch die digitale Transformation nimmt weiter an Fahrt auf und wird zum zweitwichtigsten Investitionsschwerpunkt der Unternehmen.” Der Future Readiness Index von KPMG war dieses Jahr zum dritten Mal erhoben worden.

  • 10. November 2020: In Sachen Coronavirus zeigen sich die Börsen betont entspannt. Grund: Offenbar kommt die Forschung mit der Entwicklung eines Corona-Impfstoff voran. Auch eine schnelle Zulassung soll bereits geprüft werden, heißt es. Das würde auch bedeuten, dass ein normales Alltagsleben schneller zurückkommen könnte - und sich dadurch auch die Wirtschaft schneller wieder erholt.

  • 9. November 2020: Die Ankündigungen Donald Trumps, gegen seine Niederlage bei der US-Wahl vorzugehen, lassen die weltweiten Börsen unbeeindruckt. Die wichtigsten Indizes sind im Plus - vor allem weil Experten keine Chance sehen, dass die Klagen Trumps erfolgreich sein könnten.

  • 8. November 2020: Experten des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung sehen eine positive Entwicklung für die US-Konjunktur, die Weltwirtschaft und auch für deutsche Unternehmen. In einer Analyse des gewerkschaftsnahen Instituts heißt es: “Der Sieg der Demokraten bei der Präsidentschaftswahl erleichtert den USA die konjunkturelle Erholung nach der Corona-Krise. Auch für die deutsche Exportwirtschaft ist das eine gute Nachricht, weil die Gefahr einer Eskalation im transatlantischen Handelskonflikt deutlich abnimmt.” Die Erwartung an den neuen Mann im Weißen Haus: “US-Präsident Biden wird die Wirtschaft mit Hilfe eines großen Investitionspakets ankurbeln und den Handelsstreit mit der EU auf dem Verhandlungsweg lösen. Beides trägt dazu bei, dass sich Weltwirtschaft und Welthandel erholen.”
    Auch Dieter Kempf, der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), sagte am Sonntag: “Es muss jetzt nach der Trump-Ära darum gehen, unsere Beziehungen wiederzubeleben und das beschädigte Vertrauen neu aufzubauen.” Die deutsche Industrie hoffe in den Wirtschaftsbeziehungen zwischen der EU und den USA auf einen “Neustart auf Augenhöhe”.

  • 6. November 2020: In den USA wird immer noch ausgezählt, aber die Märkte zeigen sich recht unbeeindruckt, wie das Manager-Magazin feststellt: “Am Aktienmarkt scheint sich niemand sonderlich über die unklare politische Lage in den USA zu echauffieren.”

  • 5. November 2020: Die Börsianer in den USA zeigen sich wenig ängstlich über das immer noch nicht feststehende Ergebnis der US-Wahl: An der Wallstreet stiegen die Kurse deutlich. Seit Wochenbeginn hat der Dow Jones, der wichtigste US-Börsenindex, bereits rund 5 Prozent zugelegt.

    Und auch vom deutschen Handel gibt es optimistische Signale: Trotz Lockdown und Covid-19-Pandemie werde es steigende Umsätze zum Weihnachtsgeschäft geben, teilt der Handelsverband Deutschland (HDE) mit. Gegenüber 2019 soll es dieses Jahr rund 1,2 Prozent mehr Umsatz geben, so die Wirtschaftsprognose. Allerdings verändert sich das Kunden-Verhalten, wie HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth betont: “Die Kunden kaufen auch in der Corona-Krise Geschenke, sie shoppen, aber deutlich mehr online und gehen seltener in die Innenstädte”.

  • 4. November 2020: Noch am Dienstag, dem Wahltag, schienen die Märkte sauf einen klaren Ausgang der US-Wahl zu setzen. Die Börsen zeigten einen Aufwärtstrend, waren deutlich im Plus.

    Die Reaktion auf den aktuell noch unklaren Wahlausgang fällt dagegen unterschiedlich aus: Während die Märkte in Europa am Mittwoch eher im Minus starten und damit einen Teil der Vortagesgewinne abgeben, zeigte sich beispielsweise der japanische Index Nikkei klar im Plus.

    Experten sehen indes wenig Anlass den Ausgang der US-Wahl überzubewerten. Dr. Dirk Steffen, Leiter Kapitalmarktstrategie im Privatkundengeschäft der Deutschen Bank, sagt dazu bei “wallstreet online”: „Die bislang enge Wahl macht aus Sicht des Kapitalmarkts zunächst größere politische und wirtschaftliche Veränderungen unwahrscheinlicher“.



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