Was sind die besten ETF für mich? Frau schaut aus dem Fenster

Was sind die besten ETFs für mich?

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28. September 2020 // Geldanlage

Fondssparen und ETF-Sparplan sind für Vermögensaufbau und Altersvorsorge derzeit absolut angesagt. Egal ob Depotbanken, Onlinebroker oder Banking-Apps – alle setzen auf diese neue Form des Sparens.

Denn ein solches Investment ist eine denkbar einfache und flexible Art, um Geld zurückzulegen und die eigenen finanziellen Ziele endlich zu verwirklichen.

Im Vergleich ETF Sparen gegen die klassischen Formen der Vorsorge oder des Sparens liegen die Vorteile klar auf der Hand:

  • keine Vertragslaufzeit
  • Geld ist flexibel angelegt, da ETFs jederzeit verkauft werden können
  • deutlich geringere Gebühren als bei Fonds
  • ETFs bilden eine ganze Reihe von Wertpapieren ab, sind daher risikoärmer
  • statt Mini-Zinsen oder sogar Strafzinsen winkt eine attraktive Rendite

Großes Angebot an Sparplänen

So weit, so überzeugend. Aber damit fängt die Suche erst richtig an: Welcher ETF ist der beste für mich? Welcher Sparplan bringt die besten Ergebnisse? Etliche Online-Broker bieten die Exchange Traded Funds offensiv an – oft mit dem Zusatz „kostenloser Sparplan“, „dauerhaft gebührenfrei“ oder versprechen sogar eine Prämie, wenn man den regelmäßigen Vermögensaufbau mit ETFs startet. Zur Wahl stehen dann nicht selten Hunderte oder manchmal sogar mehr als tausend dieser Fonds.

Bedeutet für den Anleger: Nun muss er die schwierige Auswahl eines Fonds treffen – und für sich selbst die Frage beantworten: Welches ist der beste ETF?

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Zunächst einmal: Was ist ein ETF einfach erklärt?

Doch der Reihe nach. Vor einem ETF-Vergleich ist es zunächst wichtig zu verstehen, was ein solches Papier überhaupt leisten kann. Es handelt sich um börsengehandelte Indexfonds. Das Ziel ist es also die Entwicklung einer ganzen Reihe von Wertpapieren wiederzugeben. Das kann ein Länderindex sein – wie in Deutschland der Dax – denkbar sind auch die Orientierung an einem Branchenindex (z.B. alle Finanzwerte in der Eurozone) oder die Wiedergabe eines bestimmten Anleihen- oder Rohstoff-Portfolios.

Denkbar ist auch, dass der Index sich an bestimmten Themen orientiert. So gibt es mittlerweile viele Anbieter, die sich dem ESG-Prinzipien verpflichtet haben und damit auf Nachhaltigkeit setzen. So können Anleger gezielt auf spezielle Bereiche setzen – es gibt selbst einen Blockchain-Index, ETFs die auf Wasser, Agrarprodukte, Nahrungsmittel sowie gezielt auf kleinere Firmen oder Islam-konforme Investments setzen.

Eine ausführliche Definition und Begriffsklärung zu ETFs gibt es hier!

Ziel der zahlreichen Anbieter ist es offenbar, auch etliche Nischen oder Trends abzubilden, um mehr und mehr Kunden für einzelne Indexfonds zu begeistern. Das verhält sich dann fast wie bei Einzelaktien: Wer an die positive Entwicklung dieses Bereichs glaubt, der investiert gezielt.

Mal ehrlich: Wie sicher ist ein ETF?

Natürlich gibt es beim Investieren mit ETF Risiken. Diese sind umso größer, je spezieller das Thema der Geldanlage gewählt ist.

Gerade bei Nischen oder Trendthemen entsteht dadurch schnell ein Klumpenrisiko. Wer ein Großteil seines Investments etwa auf einen solchen Themenfonds setzt, ist den Entwicklungen in diesem Bereich gewissermaßen schutzlos ausgeliefert: Die Aktien, die beim ETF Sparen durch den Indexfonds abgebildet werden, können stark miteinander korrelieren.

Das bedeutet konkret: Wenn ein Unternehmen aus dieser Branche Probleme hat, trifft dies oft auch auf die Konkurrenten zu, weil für alle die ähnlichen Voraussetzungen gelten. Ein Negativbeispiel dafür ist sicher der 2007 gestartete „ÖkoDax“, der starke deutsche Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien abbilden soll. Die harte Konkurrenz untereinander führte aber bei vielen Firmen zu Problemen: Indexmitglieder wie Conergy, CentroSolar und S.A.G. Solarstrom gingen insolvent, ein weiteres Unternehmen (Petrotec) verlor seine Börsenzulassung. Da der Index gerade mal ein knappes Dutzend Aktien umfasste, macht sich das überdurchschnittlich stark bemerkbar.

Der Sinn von ETFs ist eigentlich ein anderer: Diversifikation. Gerade wer langfristig ein Vermögen aufbauen will, sollte darauf setzen, das Geld möglichst breit anzulegen. Die historische Wertentwicklung an den Aktienmärkten zeigt, dass extreme Kursschwankungen mit einer weit gefächerten Geldanlage besonders selten sind. Ein stark diversifiziertes Portfolio kombiniert weltweit eine Reihe von Märkten, um auch die unterschiedliche Entwicklung verschiedener Regionen und Sektoren auszugleichen. Da die Märkte sich selten im Gleichschritt entwickeln, lassen sich so auch Schwankungen verringern. Hingegen können Anleger mit einzelnen Aktien oder Nischen-Produkten durchaus auch langfristig danebenliegen und auf Dauer einen Verlust einfahren.

Hinzu kommen weitere Aspekte, die Anleger beachten sollten. Wesentlich für das ETF Risiko ist auch die Frage, wie viel Volumen ein Fonds umfasst, wie lange er schon besteht und natürlich auch die Kosten, die jährlich durch die Verwaltung anfallen. Bedenken Sie dabei stets: Hohe Gebühren gehen immer direkt zulasten der Performance – beträgt die Verwaltungsgebühr beispielsweise jährlich drei Prozent, so machen Sie in jedem Jahr Verlust, in dem ihr Investment um weniger als drei Prozent wächst. Gerade bei vielen aktiven Fonds sind Ausgabeaufschlag oder jährliche Verwaltungsgebühr aber oft hoch.

Zugleich gelingt es aber vielen Fondsmanagern gar nicht den Vergleichsindex zu schlagen. Das zeigte zuletzt eine Untersuchung von Stiftung Warentest, die Fonds auf deutsche Aktien kritisch betrachtete. Ihr Ergebnis: „Weit mehr als die Hälfte der Fonds schnitt schlechter ab als der Dax.“

Was soll ich tun?

Und wann soll ich am besten in einen ETF investieren?

Wer vor der Frage steht „Wie kann ich in ETFs investieren?“ hat also eine schwierige Wahl. Kaum ein Privatanleger überblickt das Feld der vielen tausend Möglichkeiten und unterschiedlichen Themenfonds. Und bei der langfristigen Anlage stellt sich auch das Problem: Passt die Strategie des Fonds auch nach Jahren noch zu meinen Bedürfnissen?

Kein Wunder also, dass immer mehr Menschen für die Auswahl von ETF Robo Advisor in Anspruch nehmen. Die digitalen Vermögensverwalter beschäftigen Experten, die auf eine Reihe von Kriterien achten:

  • Wie wird die Anlage mit ETFs weltweit breit gestreut?
  • Ist die Qualität und ein großes Volumen der Fonds gewährleistet?
  • Sind die Kosten möglichst gering?
  • Passt die ETF-Strategie oder birgt sie eventuell Risiken?
  • Werden gefährliche Klumpenrisiken vermieden?
  • Wann ist ein Rebalancing oder eine Anpassung der Anlagestrategie sinnvoll?
  • Welche Schritte sind nötig, wenn der ETF-Anbieter Kosten oder Zusammensetzung des Fonds verändert?

Ihr Vorteil: Sie müssen sich selbst nicht durch Tausende Fondsbeschreibungen quälen, um den besten ETF zu finden. Ebenso wenig müssen Sie regelmäßig die Anlagestrategie überprüfen und ständige Anpassungen vornehmen. Nutzen Sie stattdessen das Experten-Wissen echter Profis. Digitale Vermögensverwalter werden ihr Investment sogar auf mehrere geeignete ETFs aufteilen – damit Sie eine starke Diversifikation und damit auch ein optimales Verhältnis von Risiko und Rendite erreichen können. growney beispielsweise bildet mit dem Investmentportfolio bis zu 5.000 Aktien aus mehr als 40 Ländern ab. Enthalten sind dabei bis zu 9 unterschiedliche ETF.

Zum Vergleich: Der bekannte Weltindex MSCI World bildet nur 1.600 Einzelwerte ab – nicht mal ein Drittel. Berücksichtigt werden dabei gerade mal 23 Industrienationen.

Jetzt stellt sich eigentlich nur noch die Frage: Wann soll ich investieren? Ist das Börsenumfeld gerade günstig? Oder soll ich auf die nächste Kurskorrektur warten?

Historisch betrachtet gibt es darauf für den langfristigen Vermögensaufbau nur eine richtige Antwort: Der richtige Moment für die Geldanlage ist JETZT. Denn viel wichtiger als das kurzfristige Momentum ist für einen Anlageerfolg die richtige Strategie, eine weltweite Diversifikation und die gute Qualität der ausgewählten Indexfonds.

Wer die Kursentwicklung anschaut, stellt fest: Wer mit einem weltweit gestreuten Portfolio 15 Jahre oder länger investiert blieb, musste niemals einen Verlust hinnehmen. Im Gegenteil: Es war eine Rendite von mindestens 2,2 Prozent drin – für jedes Jahr. Im Maximalfall gab es sogar 13 Prozent jährlich. Insbesondere wer ohnehin eher an einen Sparplan als an eine Einmalanlage denkt, sollte nicht abwarten. Denn jeder Monat, der vorübergeht ohne dass Sie etwas in Sachen Geldanlage tun, ist eine vertane Chance.



Die richtige Anlagestrategie für Sie? Lassen Sie sich beraten.


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