Reich werden - kann das jeder durch Investieren? Glückliches Paar

Reich werden – kann das jeder? Mit Investieren zum Vermögen

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6. November 2020 // Geldanlage

Es ist ein Traum von Vielen: Reich sein, sorgenfrei leben, sich was leisten können. Doch wie geht das?

Reich werden - deswegen spielen viele Menschen Lotto oder hoffen bei anderen Lotterien und Glücksspielen auf einen Millionengewinn. Aber reicht eine Million Euro, um reich zu sein? Wie viel braucht es dafür? Und ist es wirklich so schwer, Reichtum zu erreichen?

Was ist Reichtum in Deutschland?

Reich werden klingt zunächst nur wie ein Wunsch. Um dem Ziel reich zu werden, näher zu kommen, stellt sich zunächst aber eine zentrale Frage: Ab wann gilt man in Deutschland als reich? Was bedeutet mein Ziel also ganz konkret? Wie viel Geld brauche ich, um reich zu sein.

Auffällig scheint jedenfalls: Reich werden ist für viele ein interessantes Ziel. Doch der genaue Begriff sowie die Definition scheint den meisten Menschen unklar. Und einige wollen offenbar auch gar nicht zu den Reichen gehören. Das zeigt sich zumindest bei einigen Politikern: Finanzminister Olaf Scholz, der im nächsten Jahr als SPD-Kanzlerkandidat antreten will, jedenfalls reagierte komplett ausweichend. In der ARD-Sendung “Bericht aus Berlin” gefragt, wie reich er persönlich sei, sagte Scholz: “Als reich würde ich mich nicht empfinden.”

Ganz ähnlich hatte sich vor knapp zwei Jahren auch schon Friedrich Merz geäußert, der als Politiker in den CDU-Vorsitz und die Kandidatur der Union anstrebt. Die Frage, ob er zur reichen Oberschicht zählt, beantwortete er im November 2018 mit der Aussage: “Also, ich würde mich zu der gehobenen Mittelschicht in Deutschland zählen.” Dabei gestand er auf Nachfrage ein, dass er durchaus Millionär ist – er liege “jedenfalls nicht drunter”, sagte Merz.

Was denken Sie: Ist man damit reich?

Interessanterweise gibt es im Internet zwar eine Reihe von Seiten, die versprechen, dass man “ganz schnell” oder “ganz einfach” reich werden kann – aber was Reichtum denn eigentlich bedeutet, erklären sie dabei nicht. Meist verbergen sich dahinter dann Empfehlungen für Aktien oder andere Produkte - oftmals vermeintliche Geheimtipps, von denen man noch nie etwas gehört hat.

Begriff Reichtum – eine Definition

Der Duden beschreibt den Begriff Reichtum so: “großer Besitz, Ansammlung von Vermögenswerten, die Wohlhabenheit und Macht bedeuten”. Das ist durchaus schon mal eine wichtige Orientierung: Es geht also um das Vermögen, das man selbst besitzt: also die Summe aller Kontoguthaben, Sachwerte sowie Geldanlagen. Sparbücher, Giro- oder Tagesgeldkonten gehören genauso dazu wie Festzins-Verträge, Bargeld, Aktien, Versicherungsguthaben (etwa aus der Lebens- oder Riesterversicherungen), Bausparverträge, Fondsanteile, Depotwerte oder Vermögen, das Sie durch ETF Sparen erreicht haben. Natürlich zählen auch Immobilien dazu, ebenso Kunst oder Antiquitäten und Beteiligungen an Unternehmen.

Damit ist auch klar, dass sich die Definition von reich sein gar nicht primär am Einkommen orientiert. Eigentlich ist das auch logisch: Denn wer viel verdient, gleichzeitig aber auch viel konsumiert, kommt nicht wirklich zu Reichtum. Die Definition von Reichtum über das Einkommen ist möglicherweise auf den sogenannten “Reichensteuersatz” bei der Einkommensteuer zurückzuführen. Demnach erhöht sich der Spitzensteuersatz von normal 42 Prozent um drei Prozentpunkte, wenn das Jahreseinkommen mehr als 270.500 Euro beträgt (bei Paaren: 541.00 Euro).

Fakt ist aber: “Es gibt in der Wissenschaft tatsächlich keine allgemein anerkannte Definition, was Reichtum ist beziehungsweise, wo Reichtum anfängt”, wie Markus M. Grabka von Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in der Wirtschaftswoche.

Dabei gibt es sicher auch gute Gründe, das Wort Reichtum für sich selbst nicht nur mit Geld und Vermögenswerten zu verbinden. Reich sein - das kann auch heißen einfach ein gutes Leben zu führen: Glück, Gesundheit, Freiheit, ein entspanntes und erfülltes Leben sowie eine tolle Familie und ein intaktes soziales Umfeld. Ganz nach dem Motto “Geld allein macht nicht glücklich”.

Orientierung an der Vermögensverteilung

Üblich ist aber vor allem, bei der Reichtums-Frage das eigene Vermögen ins Verhältnis zur Vermögensverteilung in Deutschland zu setzen – etwa die Frage, wann gehört man zu den obersten zehn Prozent, was die Vermögensverteilung angeht. Das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln hat so eine Untersuchung zum Vermögensreichtum gerade erst vor kurzem vorgenommen. Ausgangspunkt der Forscher war dabei auch die Annahme, dass sich eben jene, die zu den Reichen – also den vermögendsten 10 Prozent - gehören, meist selbst gar nicht so sehen. Ganz ähnlich wie dies die Äußerungen von Olaf Scholz und Friedrich Merz zeigen.

“Mit Blick auf die vorherrschenden Fehleinschätzungen bei der Selbstpositionierung dürfte es gleichwohl viele überraschen, wenn sie selbst zu den (vermögens-)reichsten 10 Prozent gehören, die häufig im Fokus medialer Vermögensberichterstattung stehen”, heißt es dazu in der Studie.

Ausgehend von der Definition, dass man zu den vermögendsten zehn Prozent gehören muss, um als (relativ) reich zu gelten, lässt sich laut dem IW Köln eine Summe von 477.200 Euro ermitteln. Dabei ist die Grundlage ein Paar-Haushalt - für Single-Haushalte ergäbe sich ein anderer Wert, der etwas mehr als die Hälfte beträgt.

Wie viel Geld brauche ich?

Wenn Sie nun schon wild zusammenrechnen, ob Sie auf ein solches Haushaltsnetto-Vermögen kommen würden - und damit reich sind, dann sollten Sie allerdings noch einen zweiten Aspekt bedenken: Ihr Alter. Die Vermögenswerte sind nämlich extrem unterschiedlich über die Altersgruppen verteilt, so dass das Ergebnis extrem verzerrt.

Denn: Je älter die Menschen im Haushalt sind, desto mehr Vermögen ist dort in der Regel vorhanden. Bei den obersten zehn Prozent – also den Reichen – ist dieser Effekt besonders stark. Die Forscher machen deshalb klar: “Zu welchen Bereichen der Vermögensverteilung ein Haushalt zählt, hängt entscheidend davon ab, ob sich der Haushalt mit seiner jeweiligen ‘Peer-Group’ oder der Vermögensverteilung der Gesamtbevölkerung vergleicht.”

  • So gehört ein Haushalt von unter 30-Jährigen schon mit 71.200 Euro Vermögen zu den Reichsten.
  • In der Altersgruppe von 55 bis 59 ist der Betrag dagegen am höchsten: dann braucht man 625.400 Euro, um das Kriterium zu erfüllen.
  • Im Alter sinkt die Marke dann wieder: Alle, die älter als 75 Jahre alt sind, brauchen ein Haushaltsnettovermögen von 517.700 Euro, um als “reich” zu gelten.

Reich werden – kann das jeder? Vermögenstabelle für Deutschland

Wo Sie selbst liegen, können Sie ganz einfach anhand der Grafik erkennen – die Zahl gibt jeweils an, ab welchem Haushaltsnetto-Vermögen Sie für Ihre Altersgruppe zu den besten 10 Prozent gehören und damit als reich gelten.

Gehören Sie nicht dazu? Dann haben Sie jetzt möglicherweise ein neues Ziel - ein quantifizier- und damit auch kalkulierbares. Bedeutet: Reich werden ist möglich, wenn Sie es systematisch angehen. Schauen Sie einfach, welches Vermögen in zehn oder 20 Jahren erforderlich ist, um reich zu sein. Dann können Sie berechnen, wie viel Sie einfach erfolgreich anlegen müssen, um dieses finanzielle Ziel in der Zukunft zu erreichen.

Beispiel: Wenn Sie 45 Jahre alt sind und in 20 Jahren das Ziel “Reich werden” erreicht haben wollen, müssen Sie ein Haushaltsvermögen von 581.800 Euro anstreben.

Hier persönliches Beispiel berechnen

Kann man durch Investieren reich werden?

Klar ist jedenfalls: ohne Investieren ist es nahezu unmöglich. Da müssten Sie schon auf einen – extrem unwahrscheinlichen - Lotto-Gewinn hoffen. Bei einer Gewinn-Wahrscheinlichkeit von 1 zu knapp 140 Millionen dürften Sie eher Geld verlieren als Ihrem persönlichen Sparziel näherzukommen. Auch das Hoffen auf vernünftige Zinsen für Sparbuch-Guthaben oder für Festgeld bzw. Tagesgeld dürfte eher vergeblich sein. Viele Banken und Sparkassen verlangen bei Guthaben mittlerweile Strafzinsen von Ihren Kunden – und geben damit die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank weiter.

Die Experten der Bundesbank zeigen sich in Ihren Berichten immer wieder überzeugt, dass es gerade in Aktien und Fonds investierte Werte sind, die eine ordentliche Rendite erzielen – und so zum Wachstum Ihrer Vermögenswerte beitragen. In Ihrem letzten Bericht zur “Geldvermögensbildung” heißt es dazu: “Das Geldvermögen der privaten Haushalte stieg im zweiten Quartal wieder erkennbar an und erreichte mit 6 630 Mrd € ein höheres Niveau als Ende 2019. Eine treibende Kraft waren dabei insbesondere die Bewertungsgewinne bei den Aktien und sonstigen Anteilsrechten in Höhe von 74 Mrd €. Von Bewertungsgewinnen profitierten auch die Anteile an Investmentfonds, die unter Berücksichtigung sämtlicher Transaktionen und Bewertungseffekte um 64 Mrd € (10,6%) zulegten.”

Schon im August hatte die Bundesbank ungewöhnlich deutlich formuliert, dass die Sparer in Deutschland unbedingt mehr investieren und anlegen sollten: “In den vergangenen Jahren wurden Bankeinlagen nahezu mit 0 % verzinst. Dies dämpft somit für sich genommen die Rendite, die private Haushalte mit ihrem Geldvermögen erwirtschaften können. Bei Bankeinlagen stellen Zinszahlungen die einzige Ertragsquelle dar. Die Erträge anderer Anlageformen wie Aktien, Schuldverschreibungen, Investmentfondsanteile und Ansprüche gegenüber Versicherungen werden hingegen auch durch Kurseffekte beeinflusst. Bei Aktien und einschlägig investierenden Investmentfonds fallen darüber hinaus meist Dividendenzahlungen an. Für die Gesamtrendite des Portfolios der privaten Haushalte müssen neben den Zinszahlungen diese Komponenten ebenfalls berücksichtigt werden.”

Bedeutet: Ohne ein Investment in Assetklassen wie Aktien oder Fonds, wie z.B. ETFs, ist es schwer vernünftige Renditen zu erzielen – und damit mehr aus dem Vorhandenen Geld zu machen. Gerade für Anleger, die auf langfristigen Vermögensaufbau setzen oder systematische Altersvorsorge betreiben, etwa für die eigene Rente. Trotz aller Börsenbewegungen hat sich nämlich ein Investment von mehr als 13 Jahren immer gelohnt – egal, ob man den deutschen Börsenindex Dax oder den oft als Weltindex bezeichneten MSCI World gesetzt hat.

Gegen die möglichen Risiken an den Finanzmärkten lässt es sich durch gezielte Streuung (Diversifikation einer Geldanlage) erfahrungsgemäß am besten absichern: So ist der Wert Ihrer Kapitalanlage nicht von einem einzelnen Aktienwert oder der Entwicklung in einem bestimmten Land oder einer Branche abhängig.

Deswegen setzen wir bei growney genau auf diesen Ansatz: Wenn Sie bei uns mit ETFs sparen, wird das Geld gleich in mehrere Indexfonds angelegt – weltweit. So bilden unsere Anlagestrategien bis zu 5.000 Wertpapiere aus 45 Ländern ab. Und selbst wenn Sie sich für ein gezieltes Investment in nachhaltige ETFs entscheiden, achten wir auf eine solche Verteilung: Dann umfasst unsere nachhaltige Geldanlage mehr als 550 Aktien und Anleihen aus 42 Ländern.

Strategische Planung für Ihr Vermögen

Für Sie bedeutet das: Statt nach Fragen nach dem Muster “Wie wird man schnell zum Millionär?” oder “In welchen Berufen kann man reich werden?” im Internet zu suchen, macht es mehr Sinn das Thema Vermögensaufbau gezielt strategisch anzugehen:

  • 1. Bestandsaufnahme:
    Rechnen Sie zusammen, wo Sie mit Ihrem Vermögen stehen.
  • 2. Ziel definieren:
    “Reich werden” wollen viele, aber konkretisieren Sie Ihr persönliches Ziel mit Zahlen.
  • 3. Beispiel berechnen:
    Mit unserem Anlageplaner berechnen Sie, wie Sie Ihr Ziel erreichen können - kostenlos und unverbindlich.
  • 4. Loslegen:
    Dann können Sie schon starten – ganz einfach und unkompliziert. Eine Geldanlage mit ETFs ist bei growney extrem flexibel. Sie können Sparraten jederzeit anpassen oder sich Ihr Vermögen auszahlen lassen.
  • 5. Finanzen kontrollieren:
    Um reich zu werden, muss man natürlich seine Finanzen im Griff haben. Tun Sie also alles dafür, Ein- und Ausgaben im Blick zu haben, optimieren Sie Ihre Kosten! Egal, ob Sie so Ihre Sparraten erhöhen oder ab und zu Einmalzahlungen leisten, etwa wenn Sie Weihnachtsgeld oder eine Prämie bekommen – so kommen Sie Ihrem Ziel schneller näher.


Die richtige Anlagestrategie für Sie? Lassen Sie sich beraten.


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