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Investieren und Sparen: 50-30-20 lautet die optimale Formel für die Finanzplanung

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14. August 2020

Altersvorsorge mit Köpfchen: Dass Sie Teile Ihres Einkommens sparen sollten, ist Ihnen sicher klar – egal ob für die Rente, für Ihre Kinder, für ein Traumhaus oder einen schönen langen Urlaub. Aber wie groß sollte Ihre persönliche Sparquote sein? Experten empfehlen dafür die 50-30-20 Regel. Wir erklären, was dahinter steckt und was das konkret für Ihre Finanzplanung bedeutet.

Geldanlage: Was bedeutet die 50-30-20 Regel?

Ziel der Regel ist, Ihr Einkommen clever aufzuteilen, damit genug Geld zum Sparen, für die kluge Geldanlage und die Altersvorsorge übrigbleibt. Wichtig: Die Regel bezieht sich auf das Nettoeinkommen, also das, was Ihnen als Gehalt oder Lohn überwiesen wird.

  • 50 % für Grundausgaben: Nicht mehr als durchschnittlich 50 % Ihres Nettoeinkommens sollten Sie für Ihre Grundausgaben investieren. Dazu gehören lebensnotwendige Dinge wie Miete, Lebensmittel, Versicherungen, Auto, Handykosten, Strom etc.
  • 30 % für Spaß und Unterhaltung: Diesen Teil Ihrer durchschnittlichen Ausgaben dürfen Sie für Dinge ausgeben, die Ihnen Freude machen: Hobbys, Ausgehen, Shoppen, Reisen, Essen gehen, ein Kinobesuch und so weiter.
  • 20% zum Sparen. Den Rest sollten Sie tatsächlich sparen. Das heißt nicht, dass Sie diesen Anteil komplett in eine Altersvorsorge oder Geldanlage stecken sollten. Vielmehr geht es darum, aus diesem Sparvermögen bisherige Schulden zu tilgen und Ihren Notgroschen einzurichten. Damit sollten Sie vor allem auch für Ihr Alter vorsorgen oder andere Sparziele finanzieren. Das kann auch ein ETF Sparplan für Ihr Kind sein, der Grundstock für einen Hausbau – oder andere große Anschaffungen wie ein neues Auto oder Ihr Traumurlaub.

In der Theorie sieht diese Formel für die Geldanlage einfach und praktisch aus. Und tatsächlich liefert sie gute Grundannahmen für Ihre Finanzplanung, an die Sie sich halten können. Aber 50-30-20 passt nicht zu jedem Leben gleich gut.

Machen Sie sich einen individuellen Finanzplan

Klar ist: Ihr Leben ist nicht 08/15 und so kann es gut sein, dass die 50-30-20 Regel für Finanzen nicht perfekt zu Ihren Möglichkeiten passt. Vor allem bei eher niedrigen Einkommen übersteigen die regelmäßigen lebensnotwendigen Ausgaben in der Finanzplanung schnell die Hälfte des Budgets. Bei steigenden Mieten ist es schwer, in diesem Teil Einsparungen vorzunehmen. Prüfen Sie dann, ob Sie bei Versicherungen oder Verträgen für Telefon, Handy, Strom oder Gas durch Tarifwechsel Geld sparen können. Aber Sie sollten sich auch mit dem Gedanken anfreunden, dass es Phasen in Ihrem Leben gibt, in denen Sie mehr als die Hälfte Ihrer Einnahmen für Ihren Lebensunterhalt ausgeben müssen. Behalten Sie für Ihre Finanzen aber die 50 %-Marke als Ziel vor Augen. Solange Sie das nicht schaffen, müssen Sie woanders einsparen – und zwar bei den 30 %, die für Ihr Vergnügen vorgesehen sind. Hier ist das größte Potenzial für Einsparungen. Das wird manchmal schwerfallen. Aber klar ist: Sparen und Altersvorsorge sind wichtiger als Shoppen. Versuchen Sie in der Finanzplanung also die Sparquote von 20 Prozent einzuhalten.

Und trotzdem kann es sein, dass Sie dieses Sparziel zeitweise nicht erreichen. Wenn Sie beispielsweise ETF-Sparpläne nutzen, ist das kein Problem. Dort können Sie den Sparbeitrag jederzeit ändern - oder auch mal aussetzen. Wichtig aber für Sie: Wenig sparen ist besser als nicht sparen! Auch so können Sie nämlich schon für das Alter vorsorgen und haben dann später mehr Rente.

Sparen mit Ziel und Strategie

Egal ob Sie noch unter 20 % liegen oder diese „magische Schwelle“ bereits überschritten haben: Machen Sie sich unbedingt langfristige Pläne für Ihre Sparquote! Für viele junge Menschen mit niedrigem Einkommen ist es utopisch, ein Fünftel des Einkommens zu sparen. Aber: Dann können Sie mit einer Sparquote von 5 % starten und diese systematisch steigern. Machen Sie also Ihren persönlichen Finanzplan: Mit jeder Gehaltserhöhung erhöhen Sie Ihre Sparquote - bis Sie die 20 Prozent-Marke erreichen. Auch, wenn man aus der eigenen Wohnung mit dem Partner zusammenzieht und sich dadurch die Ausgaben für Miete, Strom oder Gas reduzieren, bietet es sich an die Sparquote zu erhöhen.

Das Motto für die erfolgreiche Finanzplanung: Lieber in langsamen Schritten zur gewünschten Quote als gar keinen Sparplan. Bauen Sie mit Ihrem Sparvermögen zuerst Ihren Notgroschen auf (dieser sollte mindestens drei Monate Ihrer durchschnittlichen Kosten decken). Danach starten Sie dann Ihre Geldanlagen zum Vermögensaufbau, Altersvorsorge oder für Ihre Sparziele. Wer unregelmäßiges Einkommen hat, sollte sich am Durchschnitt der letzten sechs Monate orientieren und daraus 20 % ermitteln. Diese können Sie dann direkt zu Monatsanfang investieren und so Schritt für Schritt Ihr Sparvermögen aufbauen.

Mehr Geld für mehr Rendite

Bei 20 % muss nicht Schluss sein. Um Ihre Sparziele früher zu erreichen oder insgesamt größere Summen durch Ihre Investments zu erwirtschaften, sind dem Sparen keine Grenzen gesetzt.

Es gibt mittlerweile sogar Anleger, denen es darum geht, möglichst jung finanziell unabhängig von Lohn oder Gehalt zu zu sein – also ausschließlich von den Erträgen ihres Sparvermögens und ihrer Geldanlegen zu leben. Frugalisten werden sie genannt. Unter ihnen gibt es einen regelrechten Wettbewerb um hohe Sparquoten, manche erreichen sogar 60 %. Natürlich geben sie dann entsprechend weniger für die Grundbedürfnisse und Spaß aus. Kein Wunder, denn wenn man mit 40 in Rente gehen will, muss man entsprechend früh mit der Altersvorsorge anfangen. Ein so ehrgeiziges Vorhaben erfordert extremes Sparen. Für die meisten Sparziele sind aber auch Quoten rund um die 20 % ausreichend.

Wieso überhaupt 20 % als Sparquote?

Wie viel Sie genau sparen sollten, hängt vor allem davon ab, wofür Sie sparen. Eins der wichtigsten Sparziele ist die Altersvorsorge. Damit Sie sich im Alter nicht einschränken und Ihren Lebensstandard herunterfahren müssen, brauchen Sie ein Polster, von dem Sie gut leben können. Die Dauer der Rente ist natürlich unterschiedlich – sie liegt im Moment zwischen 20 und 25 Jahren. Bedeutet: Sie brauchen etwa das 25fache Ihres Jahreseinkommens, um 25 Rentenjahre auf dem gleichen Niveau weiterleben zu können. Bei einer durchschnittlichen Rendite von 5 % und einer Laufzeit von 40 Jahren müssen Sie genau jene 20 % Sparquote erreichen, um auf 25 Jahresgehälter zu kommen. Mit diesem Wissen können Sie jetzt spielen und sich überlegen, was das für Ihre eigene Altersvorsorge bedeutet: Haben Sie weniger als 40 Jahre Zeit – dann sollten Sie mehr als 20 % sparen. Sind Sie bereit, Einbußen im Lebensstandard hinzunehmen – dann darf Ihre Sparquote auch unter 20 % fallen.

Eine beruhigende Nachricht zum Schluss der Rechnung: Sie brauchen eigentlich nicht ganz das 25fache Ihres Jahreseinkommens für Ihre Altersvorsorge, sondern 25-mal Ihre Jahresausgaben. Wenn Sie also Ihre Ausgaben senken, wird 1. Ihr Bedarf und damit die angestrebte Summe kleiner und 2. können Sie Ihre Sparquote erhöhen. Dadurch können Sie Ihr Sparziel schneller erreichen. Da Sie mit 20 % Sparquote also zu viel für Ihre Rente anlegen, bleibt in diesem Topf noch Raum für weitere Sparziele. Und sicher gibt es noch viel in Ihrem Leben, von dem Sie träumen.

Die 20 % optimal anlegen

Damit Sie mit Ihrer Sparquote auch Ihre Sparziele erreichen, müssen Sie das Geld mit guter Rendite anlegen. Aber nicht jeder Anleger hat dieselbe Risikobereitschaft. Deswegen ermittelt growney als Robo-Advisor für Sie die passende Anlagestrategie, die je nach Gewichtung von Aktien und Anleihen eine erwartete Rendite von bis zu 7,88 % jährlich nach Kosten erzielen kann. Diese können Sie ganz bequem als ETF-Sparplan anlegen, bei dem Sie jeden Monat eine Sparquote passend zu Ihrem Leben investieren. Diesen monatlichen Betrag können Sie jederzeit erhöhen, verringern oder pausieren. Denn wir möchten, dass Sie Ihre Sparziele erreichen und dabei flexibel bleiben.

Steht auf Ihrem Finanzplan das Thema Altersvorsorge ganz oben, empfehlen wir außerdem unseren Rentenrechner. Dort können Sie zum Beispiel ausrechnen, welche zusätzliche Rente Sie durch einen ETF-Sparplan bei growney oder durch eine Einmalanlage erwirtschaften. Denn klar dürfte für die meisten Sparer unter uns sein, dass die staatliche Rente allein zur Altersvorsorge nicht reichen wird. Deswegen macht es für junge Anleger wie für ältere Menschen Sinn, sich für ihre Sparziele an der 50-30-20 Regel zu orientieren.

Finden Sie mit unserem Rentenrechner heraus, wie hoch Ihre monatliche private Zusatzrente aus einer Geldanlage bei growney sein kann.

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