Bild von Jeff Bezos vor einer Rakete von Blue Origin.

Das Vermögen von Jeff Bezos: Das können Sie von ihm lernen

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7. Mai 2020

Jeff Bezos kennen Sie wahrscheinlich, sein größtes Unternehmen auf jeden Fall: Die Online-Plattform Amazon hat Bezos zum reichsten Mann der Welt gemacht. Sein Vermögen wird auf ungefähr 130 Milliarden Euro geschätzt (Stand: April 2020). Mit seinen Unternehmen, zu denen neben Amazon auch die Tageszeitung The Washington Post und das Raumfahrtunternehmen Blue Origin gehören, verdient er pro Stunde etwa 4 Millionen Euro. Wenn Sie diesen Text in ein paar Minuten zu Ende gelesen haben, wird Jeff Bezos Vermögen also um ungefähr 600.000 Euro angewachsen sein.

Ein unglaublicher Erfolg, der ihm nicht in die Wiege gelegt wurde. Bezos gilt als self-made Milliardär, der sein Geld nicht geerbt, sondern erarbeitet hat. Auch als Investor ist er überaus aktiv und vermehrt an der Börse und bei Start-Ups sein Vermögen stetig. Es gibt also viele gute Gründe, seine Philosophie näher zu betrachten. Denn von wem könnten wir mehr über Vermögen lernen als vom reichsten Mann der Welt?

Bezos Vermögens-Regel #1: Die Dinge in die Hand nehmen

Bezos ist überzeugt: Ein Hauptgrund für Stress ist es, Dinge zu ignorieren, obwohl man Kontrolle über sie hätte. Das schlechte Gewissen im Hintergrund verursacht dann dauerhaften Stress. Viel mehr, als es an Anstrengung gekostet hätte, seine Pläne umzusetzen. Bezos startet daher jeden Tag mit dem Erledigen des M.I.T. – dem most important task, also der wichtigsten Aufgabe des Tages (das komplette Interview mit Jeff Bezos dazu finden Sie übrigens auf YouTube). Wenn diese Aufgabe erledigt ist, stört kein schlechtes Gewissen den Tag.

Für das eigene Leben und Vermögen lässt sich aus dieser Strategie einiges lernen: Der beste Zeitpunkt, um zu starten, ist jetzt! Vor allem, wenn man in langfristige ETF-Sparpläne investiert. Denn durch die regelmäßige Einzahlung gibt es keine guten oder schlechten Einstiegspunkt. Darüber hinaus ist nicht viel Vorwissen nötig, um zu investieren. Denn oft beruhigen wir unser schlechtes Gewissen, in dem wir immer neue Informationen suchen. Aber vermindert das den Stress? Eher im Gegenteil. Das Eröffnen eines eigenen Depots für die Altersvorsorge dagegen kann sehr beruhigend sein. Wieder ein Punkt weniger auf der to-do-Liste!

Bezos Vermögens-Regel #2: Langfristig denken

Wir stehen alle ständig vor Entscheidungen. Woher soll man bloß wissen, was richtig oder falsch ist? Bezos stellt sich dafür vor, er sei 90 Jahre alt und blicke auf sein Leben zurück. Welche Entscheidungen würde er dann bereuen? Das kommt natürlich darauf an, wo er dann steht. Geht es ihm gut, dann bereut er sicher weniger. Daher versucht Bezos Entscheidungen so zu treffen, dass sie ihm langfristigen Erfolg versprechen. Das gilt für seine Unternehmen ebenso wie für seine Investitionen.

Bezos kennt die Schwankungen an der Börse natürlich genau, er lässt sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen. Dazu passt folgendes Zitat von Jeff Bezos: „Die (Amazon-)Aktie ist nicht das Unternehmen, und das Unternehmen ist nicht die Aktie. Als die Aktie von 113 US-Dollar auf 6 US-Dollar fiel, sah ich mir auch alle unsere internen Geschäftskennzahlen an – die Kundenzahl, den Gewinn … einfach alles am Geschäft wurde besser. Obwohl sich der Aktienkurs in die falsche Richtung bewegte, ging alles innerhalb des Unternehmens in die richtige Richtung.“ Übertragen auf die Börse heißt das: Kurzfristige Änderungen bedeuten wenig mit Blick auf den langfristigen Erfolg. Vermögensbildung ist ein Marathon und kein Sprint!

Bezos Vermögens-Regel #3: Schritt für Schritt mit Beharrlichkeit

So, wie man auch beim Marathon beharrlich einen Schritt nach dem anderen tut, so sollte man laut Bezos bei allen Dingen im Leben vorangehen. Kein Wunder, dass das Motto seines Raumfahrtunternehmens Blue Origin lautet: „Gradatim Ferociter“ – Schritt für Schritt, aber beharrlich. Für ihn gibt es keine Abkürzungen, wer mit Ausdauer viele kleine Schritt unternimmt, kommt eben auch ans Ziel. Egal ob Weltall oder Altersvorsorge.

Für die Geldanlage lässt sich daraus lernen: Man muss nicht immer eine große Summe auf einmal investieren, um sein Sparziel zu erreichen. Genauso erfolgreich ist derjenige, der regelmäßig kleinere Beträge anlegt – zum Beispiel mit einem ETF-Sparplan. Dabei wird jeden Monat eine individuelle Summe für Sie angelegt. Diese wächst sich zu einer großen Summe zusammen, wenn Sie beharrlich bleiben.

Bezos Vermögens-Regel #4: Reinvestiere deine Gewinne

Mit seinem gigantischen Vermögen hat Bezos (vermutlich) für immer ausgesorgt und lebt nun in Saus und Braus? Weit gefehlt! Er zahlt sich selbst ein Jahresgehalt von etwa 81.000 US-Dollar aus – das entspricht 74.000 Euro. Kein schlechtes Einkommen, aber nur ein Bruchteil dessen, was er pro Jahr durch seine Unternehmensanteile verdient. Den größten Teil reinvestiert er. In seine eigenen Unternehmen, aber auch in Start-Ups und Aktien. Denn er weiß: Am einfachsten verdient man Geld durch … Geld. Denn der Zinseszins-Effekt sorgt dafür, dass das Geld sich vermehrt. Auf investiertes Vermögen erhält der Anleger Zinsen oder Dividenden. Verbleiben diese in der Geldanlage – werden also reinvestiert – werden auch für diese im nächsten Jahr Zinsen ausgezahlt. Und durch die Aufsummierung dieser Beträge ergibt sich im Laufe der Zeit ein erheblicher Mehrgewinn.

Bezos Vermögens-Regel #5: Tue, was du liebst

Jeff Bezos ist Unternehmer durch und durch. Er liebt, was er bei Amazon und seinen anderen Firmen tut. Daher spricht er nicht von work-life-Balance sondern von work-life-Harmonie: Weil er durch seine Arbeit glücklich und ausgefüllt ist, kann er sich voller Energie um sein Familienleben kümmern. Er will also keine anfällige Balance herstellen, sondern eine innere Harmonie herstellen, die je nach Bedürfnis anders ausfallen kann und dauerhaft besteht. Das alleine ist schon eine gute Lebensphilosophie.

Wir können aber noch mehr daraus lernen: Nicht jeder liebt es, sich mit Aktienwerten, Börsenkursen, Diversifikation, Asset-Allokationen und anderen Themen rund um die Geldanlage zu beschäftigen. Wer sich also halbherzig dazu zwingt, baut kein echtes Fachwissen auf und investiert nicht so erfolgreich wie derjenige, der Zahlen und Daten liebt. Es ist also Teil einer intelligenten Geldanlage, diese an Spezialisten zu übergeben. Bei growney arbeiten unsere Finanzexperten mit Leidenschaft, wissenschaftlicher Expertise und über 25 Jahre Kapitalmarkterfahrung daran, Ihnen die Geldanlage so einfach wie möglich zu machen. Damit Sie das tun können, was Sie lieben, während Ihr Geld für Sie arbeitet.



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