Viele Euro-Geldscheine; Was kann man gegen die Inflation tun?

Sieben Geldtipps gegen die Inflation

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5. November 2021 // Geldanlage

Was kann man gegen die Inflation tun? Angesichts der hohen Preissteigerung (Inflationsrate aktuell: 4,5 Prozent) fragen sich viele Menschen, wie sie auf die hohe Inflation reagieren sollen. Schließlich wird vieles teurer, manche Preise steigen sogar deutlich stärker als die Inflation – zum Beispiel die Energiepreise und Benzinpreise.

Die wichtigste Erkenntnis: Sie müssen nicht tatenlos zuschauen, wenn die Inflation aktuell immer weiter steigt und die Preise für viele Produkte und Dienstleistungen anziehen.

Wollen Sie Ihr Geld vor Inflation schützen, dann sollten Sie ganz bewusst Ihre Finanzen und Ausgaben überprüfen und dabei auch das Thema Geldanlage angehen.

Fangen Sie am besten gleich an! Sie werden sehen: Es ist ganz einfach! Also: Was hilft gegen Inflation? Sieben ganz konkrete Geldtipps!

1. Wenn die Preise steigen: Kosten senken

Eine wichtige Möglichkeit, Ihr Geld vor Inflation und Wertverlust zu schützen ist: Passen Sie Ihre Ausgaben an. Gerade bei regelmäßigen Ausgaben neigen viele Menschen dazu, die Kosten nicht regelmäßig zu hinterfragen oder zu senken.

Dabei ist das oft ohne Verzicht möglich. Typische Beispiele dafür sind Telefon- oder Smartphone-Verträge, Versicherungen oder Bankgebühren. Überprüfen Sie, ob es günstigere Möglichkeiten für Girokonto, Kreditkarte oder den Handyvertrag gibt. In der Regel sollte ein Wechsel problemlos möglich sein. Der Vorteil: Sie senken so Ihre monatlichen Ausgaben und haben auf Dauer geringere Kosten.

Weiteres Beispiel: Wer einen Kredit abbezahlt, hat gerade in der aktuellen Niedrig- und Negativzinsphase die Chance auf eine Umschuldung und könnte so richtig viel Geld sparen: eine niedrigere monatliche Rate bei gleicher Kreditsumme hilft zum Beispiel die Kosten zu senken. Durch die geringeren monatlichen Fixkosten bleibt unterm Strich mehr Geld für die täglichen Ausgaben übrig.

2. Welche Geldanlage bei Inflation am besten ist

Gerade bei den geringen Zinsen (oder Negativzinsen) für Sparguthaben wird deutlich, wie gefährlich Inflation für Erspartes sein kann: Während die Preise steigen, gibt es für das Geld auf Girokonto, Sparbuch oder Tagesgeld keine vernünftigen Erträge. Gerade wer langfristige Sparziele verfolgt, muss so einen empfindlichen Wertverlust seines Geldes hinnehmen.

Die Finanzexperten der Stiftung Warentest empfehlen deshalb „einen breiten Mix“ als optimale Alternative für Anleger: „Der beste Schutz vor Inflation ist ein breit aufgestelltes Depot mit weltweit anlegenden Aktienfonds“. Die breite Streuung soll dabei eine hohe Renditechance bei gleichzeitiger Absicherung gegen Kursrisiken einzelner Aktien ermöglichen.

Diese Diversifikation der Geldanlage spielt auch bei den ETF-Portfolios von growney eine zentrale Rolle: Bis zu 5.000 Wertpapiere aus mehr als 40 Ländern werden durch die Fonds abgebildet. Negative Entwicklungen bei einem Einzelwert wirken sich so kaum auf den Depotwert aus. Auch für Anleger, die nachhaltig investieren, achten wir auf eine breite Streuung. Da aber nur jene Unternehmen berücksichtigt werden, die im ESG-Ranking eine Top-Bewertung erzielen, umfassen die Portfolios für die nachhaltige Geldanlage rund 550 Wertpapiere.

Im Gegensatz zu Sparbuch, Festgeld oder Tagesgeld bietet eine Geldanlage mit ETFs einen klaren Vorteil: Erzielen sie eine Rendite, die höher ist als die aktuelle Inflationsrate, wird ein Kaufkraftverlust des investierten Geldes vermieden. Bei den klassischen Sparformen ist das aufgrund der Niedrigzins-Situation dagegen ausgeschlossen.

Wie entsteht Inflation?

3. Besonders auf die Energiepreise achten

Gravierend ist derzeit vor allem der Anstieg der Energiepreise. Das betrifft sowohl die Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise, gleichzeitig werden auch Strom, Gas und Heizöl teurer. Gemessen gegenüber dem Vorjahr ist die Preisentwicklung hier noch stärker als die aktuelle Inflationsrate – und liegt oft sogar bei über 10 Prozent.

Da der Energieverbrauch meist sehr konstant ist, trifft dies nahezu alle Haushalte und Firmen in Deutschland genauso wie Autofahrer und Transportunternehmen. Doch auch hier muss die deutliche Preissteigerung nicht einfach hingenommen werden. Zum einen lassen sich durch einen Vertragswechsel oft die Energiekosten senken. Wer den Gas- oder Stromanbieter wechseln will, findet dazu viele Vergleichsmöglichkeiten und bekommt vorgerechnet, wieviel sich mit einem Anbieterwechsel sparen lässt.

Weiteres Sparpotenzial liegt in einem geringeren Energieverbrauch: Nutzen Sie gezielt Energiespartipps, um die eigene Stromrechnung oder Gasrechnung zu reduzieren. So lassen sich die Kosten reduzieren. Ist die Einsparung durch Anbieterwechsel und Energiesparmaßnahmen höher als der Preisanstieg, haben Sie monatlich sogar mehr Geld zur Verfügung.

So gibt es selbst für Autofahrer Sparmöglichkeiten: Tanken Sie bewusster – also zu günstigen Uhrzeiten oder an günstigen Tankstellen. Internet-Preisvergleiche helfen dabei. Teilweise beträgt der Unterschied bis zu 20 Cent pro Liter. Wenn Sie volltanken, macht das bei 50 Litern rund € 10 Unterschied aus. Außerdem lässt sich Benzin sparen, wenn Sie gezielt Fahrten vermeiden oder reduzieren.

Beispiele dafür: Fahren Sie nicht extra zum Einkaufen, sondern machen Sie das direkt auf dem Weg nach Hause. Vielleicht lohnt es sich ja, Bus, Bahn oder Fahrrad als Alternative auszuprobieren – so könnten Sie Energie- und Spritkosten einsparen.

4. Persönliche Ausgaben kritisch überprüfen

Nehmen Sie die hohe Inflation in Deutschland als Anlass, um Ihre eigenen Ausgaben kritisch zu überprüfen. Einige tun das, indem sie ein Haushaltsbuch führen oder eine Haushaltsbuch-App nutzen. Andere machen sich eine ganz individuelle Liste über ihre regelmäßigen und unregelmäßigen Ausgaben.

Warum hilft ein Haushaltsbuch beim Sparen? Weil es die eigenen Finanzen transparent macht und beim Strukturieren der Ausgaben hilft. Besonderes Augenmerk sollten Sie dabei auf regelmäßige Kosten, etwa für Abonnements oder Verträge legen: Lohnt sich das Zeitungsabo tatsächlich? Welche Versicherungen sind möglicherweise überflüssig? Nutzen Sie den Fitness-Club-Vertrag wirklich regelmäßig? Wie sieht es mit Netflix, Spotify oder anderen Diensten aus? Eventuell lässt sich hier auch mit der Einrichtung eines Familien-Accounts Geld sparen – als Alternative dazu, dass jedes Familienmitglied einen eigenen Vertrag bezahlt.

Mehr Tipps zum Sparen

5. Ruhe bewahren

Auch wenn derzeit fast alle Preise steigen: Die Entwicklung der Inflation in Deutschland ist kein Grund, verunsichert zu sein oder übereilte Entscheidungen zu treffen. Jetzt schnell noch größere Anschaffungen zu realisieren, weil die Preise ja weiter steigen könnten, ist keine gutes Konzept auf die Frage: Was hilft gegen Inflation?

Wer beispielsweise in den nächsten drei Jahren ein neues Auto kaufen will, braucht die Preissteigerung nicht fürchten – obwohl die aktuelle Inflationsrate so hoch ist.

  • Zwar ist mit einer Preissteigerung für den Autopreis zu rechnen. Kostet es heute € 20.000, so kann der Preis bei 4,5 Prozent Preissteigerung bis 2024 um € 2.823 steigen.

  • Doch wer die € 20.000 weltweit (z.B. mit ETFs) investiert, kann bei einer durchschnittlichen Kapitalmarktrendite von 6,8 Prozent mit einem Plus von € 4.363 rechnen. Das Auto ist also auch in drei Jahren bezahlbar – trotz Inflation. Ist die Rendite höher als der Preisanstieg, bleibt sogar noch etwas Geld übrig.

  • Das funktioniert nur, wenn das Geld vernünftig angelegt wird. Auf dem Sparbuch, Girokonto, als Tagesgeld oder Festgeld bzw. unter dem Kopfkissen wird es keine Wertsteigerung geben, die höher als die aktuelle Inflation ist.

Beispielrechnung: Was hilft gegen Inflation?

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6. Wer seinen Sparplan anpassen sollte

Der Preisanstieg bedeutet allerdings auch, dass Sie Ihre persönlichen Finanzziele überprüfen sollten: Sparen Sie für einen bestimmten Zweck, für eine größere Anschaffung, ein neues Auto, den Traumurlaub oder eine Immobilie? Dann sollten Sie dabei berücksichtigen, dass die Preise steigen und Ihren Sparplan anpassen. Bei einem Robo-Advisor wie growney können Sie das in der Regel ganz einfach mit nur wenigen Klicks tun.

Wenn Sie einen neuen Sparplan einrichten, lohnt es sich, eine gewisse Preissteigerung einzuplanen und das Finanzziel entsprechend höher anzusetzen. Dann brauchen Sie nicht weiter auf die Inflation reagieren und können sich ganz entspannt zurücklehnen.

growney überprüft ständig Ihr ETF-Portfolio und gleicht durch ein jährliches Rebalancing automatisch aus, wenn sich die Gewichtung im Depot durch Kursentwicklungen verschiebt. So ist sichergestellt, dass die Geldanlage auch weiterhin zu Ihnen und Ihren persönlichen Zielen passt.

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7. Altersabsicherung nicht vergessen

Beim Themenkomplex „Was kann man gegen die Inflation tun“ sollten Sie ein Thema nicht vergessen: die eigene Absicherung fürs Rentenalter, also die eigene Altersvorsorge. Die allgemeine Preisentwicklung dürfte sich nämlich auch auf Ihre Rentenlücke auswirken.

Deswegen gilt: Planen Sie bei Ihren finanziellen Zielen lieber etwas mehr Geld für die Altersvorsorge und die Absicherung für das Rentenalter ein. Ein langfristiger Sparplan lohnt sich nämlich auch trotz Inflation – gerade wenn noch einige Zeit bis zur Rente bleibt.

Bei der langfristigen Geldanlage profitieren sie besonders stark vom Zinseszinseffekt und können mit einer anständigen durchschnittlichen Rendite die Inflation mehr als ausgleichen. Wie stark sich langfristiges Investieren lohnt, zeigt dieses Rechenbeispiel: Bei einer durchschnittlichen Kapitalmarktrendite von jährlich 6,8 Prozent, beträgt der Wertzuwachs nach 10 Jahren bereits mehr als 93 Prozent, nach 20 Jahren sind es 272 Prozent, nach 30 Jahren sogar 619 Prozent.

Rendite-Grafik: Investieren und Geldanlage - was tun gegen Inflation

Mit Sparformen wie Sparbuch, Tagesgeld oder Festgeld bleibt eine solche Rendite eine völlige Illusion – deswegen ist ein Investment in Aktien (bzw. Aktien-ETFs) die beste Geldanlage derzeit. Ein von Experten zusammengestelltes, breit diversifiziertes Portfolio wie bei growney senkt dabei das Kursrisiko deutlich. Denn so ist die Rendite nicht von einem einzelnen Aktienwert abhängig. growney-Anlagestrategien bilden beispielsweise die Wertentwicklung von bis zu 5.000 Wertpapieren aus mehr als 40 Ländern ab.

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