Ein Kleinkind vor unscharfem Hintergrund.

Sparbuch war gestern: So sorgen Großeltern heute für das Morgen ihrer Enkel vor

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16. Oktober 2018 // Vorsorge

Omas und Opas wollen ihren Enkeln einen guten Start ins Leben ermöglichen und sie bei wichtigen Schritten begleiten – auch in finanzieller Hinsicht. Daher legen sie langfristig für den Nachwuchs an. Doch nicht jede Sparform eignet sich. Worauf Großeltern achten sollten.

Gemeinsam auf den Spielplatz, Bücher lesen oder den Zoo besuchen: Ein immer größerer Teil der heutigen Großeltern nimmt regen Anteil am Leben ihrer Enkel. Rund 30 Prozent von ihnen betreuen die Kindeskinder regelmäßig, zeigt der Deutsche Alterssurvey des Deutschen Zentrums für Altersfragen.[1] Und viele Omas und Opas möchten dem Nachwuchs nicht nur nah sein, sondern für sie auch eine gute finanzielle Basis legen, indem sie langfristig für das Kind sparen. Bis zur Volljährigkeit kann so ein hübsches Sümmchen zusammenkommen. Von dem Geld lässt sich zum Beispiel der Umzug in die erste eigene Wohnung oder ein Auslandsjahr finanzieren. Auch zu Beginn des Studiums ist ein kleines finanzielles Polster willkommen.

Renditechancen in Niedrigzinszeiten

Das gute Vorhaben, schon heute für das Morgen ihrer Enkel vorzusorgen, hat jedoch allzu oft einen Haken. Noch immer setzen viele Großeltern dabei auf das klassische Sparbuch – und verzichten gerade in Niedrigzinszeiten auf eine nennenswerte Verzinsung.

Schlimmer noch: Sie verlieren sogar Geld. Traditionelle Sparformen bringen zurzeit im Schnitt lediglich Zinsen im Promillebereich. Rechnet man die Inflationsrate von aktuell rund 2,3 Prozent[2] dagegen, bleibt unterm Strich ein deutlich negativer Realzins. „Das Vermögen der Bürger wird so stark wie lange nicht mehr entwertet “, stellte der Ökonom und Präsident des Ifo-Instituts Clemens Fuest bereits 2016 fest.[3] So fällt der angestrebte finanzielle Grundstock später sehr viel kleiner aus als erwartet.

Doch es gibt sinnvolle Alternativen zum Sparbuch von gestern: Eine Variante ist die Anlage in Wertpapieren. Auf lange Sicht haben Sparer damit gute Chancen, attraktive Renditen zu erzielen. Welches Potenzial darin steckt, zeigt beispielsweise die Entwicklung des Dax. Der deutsche Leitindex startete vor rund 30 Jahren mit 1.163 Punkten. Heute liegt er bei über 12.000 Punkten[4], eine Steigerung um das Zehnfache.

Schwankungen reduzieren

Dennoch sollten Sparer wissen: Das Auf und Ab gehört an der Börse dazu. Selbst die besten Anlageexperten können nicht in die Zukunft sehen. Welche Papiere künftig zu den Gewinnern zählen, lässt sich nicht mit Sicherheit bestimmen. Somit ist die breite Streuung des Kapitals das A und O einer erfolgreichen Anlagestrategie.

Börsenschwankungen können Sparern weniger anhaben, wenn das Geld in verschiedene Anlageklassen wie Aktien und Anleihen, Regionen oder Branchen fließt. Besonders effektiv und unkompliziert geht das mit börsengehandelten Indexfonds, sogenannten ETFs. Sie bilden schlicht und einfach einen Marktindex ab. Wer also den monatlichen Sparbeitrag für das Enkelkind beispielsweise in den MSCI World anlegt, verteilt das Kapital auf über 1.600 Aktien aus mehr als 20 Industrieländern.

Geringe Kosten

Neben der breiten Streuung warten ETFs mit einem weiteren Plus auf: Sie sind im Vergleich zum klassischen Fondssparen günstiger. So urteilen auch Verbraucherschützer einhellig: „Gerade ihre geringen Kosten sind der größte Vorteil von ETFs.“[5] Weil sie keine aktive Anlagestrategie verfolgen, können sie auf ein teures Management verzichten. Zudem fällt bei Indexfonds meist der Ausgabeaufschlag weg.

Vielen Großeltern ist die Flexibilität der Geldanlage wichtig. Sie führen dieses Argument gern ins Feld, um den Klassiker Sparbuch zu verteidigen. Doch auch in diesem Punkt stehen Indexfonds gut da. „Sparer können ihre Anteile in der Regel jederzeit verkaufen, egal ob teilweise oder komplett“, erklärt Gerald Klein, Gründer und CEO von growney. Will ein Enkel etwa den Führerschein machen, kann ein Teil des angesparten Geldes dafür entnommen werden.

Ein Depot für die Zukunft

Oma und Opas, die für ihre Enkel in ETFs investieren möchten, können dies am einfachsten auf eigenen Namen tun. Somit brauchen sie keine schriftliche Zustimmung der Eltern, die für Enkelkonten ansonsten nötig sind. Bei einigen Anbietern können Sparer in ihrem Depot ein spezielles Unterdepot hinzufügen und für ihre Enkel sparen. Sobald das 18. Lebensjahr erreicht ist, können die Wertpapiere in das Depot des Enkels übertragen werden, in vielen Fällen kostenlos, aber steuerpflichtig. Alternativ können Großeltern ihr Enkelkind als Bezugsberechtigten eines Depots im Testament festlegen. So sind Oma und Opa auf der sicheren Seite – und die junge Generation kann sich auf ein finanzielles Polster freuen, das ihr den Start in die Eigenständigkeit erleichtert.

Mehr erfahren: So investiert growney

Quellennachweis und weitere Informationen

[1]https://www.dza.de/forschung/fdz/deutscher-alterssurvey/deas-angebot/deas-2014

[2] Stand September 2018, im Vergleich zum Vorjahresmonat

[3] https://www.welt.de/finanzen/article160741700/Ifo-Chef-prognostiziert-schwieriges-Jahr-fuer-deutsche-Sparer.html

[4] Stand 4. Oktober 2018

[5] https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/sparen-und-anlegen/etfs-die-preisleistungssieger-unter-den-fonds-5856

Gerald Klein
Gerald Klein
growney Gründer & CEO

growney-Gründer Gerald Klein blickt auf 25 Jahre Bankenerfahrung im Kapitalmarktgeschäft zurück. Freunde haben ihn oft gefragt: „Was soll ich mit meinem Geld tun?“ Mit growney hat er endlich die passende Antwort gebaut, hinter der er zu 100% steht.



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