Frau vor Sonnenuntergang; Langfristig investieren? Das geht ganz entspannt

Warum langfristige Anleger ganz entspannt investieren

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9. Februar 2024 // Geldanlage

Wer auf Börsenkurse blickt, kann manchmal nervös werden. Einzelne Ereignisse oder Unsicherheiten an den Märkten können dazu führen, dass Kurse nachgeben. Das ist nicht ungewöhnlich, sondern ganz normal. Aktienmärkte und Anleihenmärkte sind ständig in Bewegung. Anleger, die mittelfristig oder langfristig investieren, können das ganz entspannt sehen.

Kennen Sie das? In den Nachrichten wird über einen schwierigen Tag an den Märkten berichtet. Und schon schauen Sie entsetzt in Ihr Depot. Wie hat sich das für mich persönlich ausgewirkt? Wie geht es weiter? Muss ich auf diese Entwicklung reagieren? Und wenn ja: wie?

Das ist ein ganz normaler Reflex. Mit dem Investment verfolgen Sie ganz persönliche Ziele. Sie wollen sich Träume erfüllen. Oder die eigene Familie und den späteren Lebensabend absichern – und streben deshalb ein gewisses Vermögen an.

Wie kommt es zu Schwankungen an den Aktienmärkten?

Auch Schwankungen an den Märkten sind ganz normal. Oft sind es Nachrichten, die Aktienkurse in die ein oder andere Richtung treiben.

Das können z.B. sein:

  • Die Veröffentlichung wirtschaftlicher Daten, z.B. Konjunktur-, Arbeitslosen- oder Inflationszahlen.
  • Zinsentscheidungen der Notenbanken, insbesondere der Europäischen Zentralbank oder der US-Notenbank Fed.
  • Unerwartete Ereignisse, insbesondere Kriege, Konflikte oder Katastrophen.
  • Politische Interventionen, wie Hilfspakete, Subventionen, Steuern oder Gesetzesänderungen, die Auswirkungen auf die Märkte haben.
  • Plötzliche Probleme einzelner Unternehmen oder Branchen.
  • Innovationen, Erfindungen oder Veränderungen, die für einzelne Unternehmen, Branchen oder Länder einen Wettbewerbsvorteil bedeuten können.

Grundsätzlich unterliegen auch Anleihenkurse bestimmten Schwankungen. Allerdings sind diese meist deutlich geringer als bei Aktienkursen. Wesentliche Einflussfaktoren sind:

  • das Zinsniveau.
  • die wirtschaftliche Lage der Emittenten, also jener Firmen oder Staaten, die Anleihen ausgeben.
  • Ratings von Investment-Agenturen.

Die Kurse für Aktien oder Anleihen stehen aber auch in einem gewissen Verhältnis zueinander. Gibt es Anleihen von soliden Emittenten mit hohen Zinsen, so sind Aktien in der Regel weniger gefragt. Im Niedrigzinsumfeld setzen Anleger hingegen eher auf Aktien, um eine bessere Rendite zu erzielen.

Die Risikoprämie bei einem Investment

Entscheidend für Anleger ist oft die sogenannte Risikoprämie. Dem Risiko schwächelnder Kurse steht die Chance von guten Renditen durch Erträge (z.B. Zinsen oder Dividenden) und Kursgewinnen gegenüber. Vergleichswert ist in der Regel das jeweils aktuelle Zinsniveau.

  • Entscheiden sich Anleger bei Banken oder Sparkassen für ein Zinsprodukt (Tagesgeld, Festgeld), so erhalten sie nahezu ohne Risiko eine Rendite. Diese liegt meist im Bereich der Inflationsrate.
  • Mit Aktien oder Anleihen lassen sich dagegen höhere Renditen erzielen, dafür gibt es aber auch ein höheres Kursrisiko. Das Plus gegenüber risikoaversen Zinsprodukten wird auch als Risikoprämie bezeichnet. Anleger profitieren davon, dass sie mit ihrem Investment ein höheres Risiko eingegangen sind.
  • Da die Kursschwankungen bei Aktien höher sind als bei Anleihen, gehen Anleger hier ein höheres Risiko ein. Dies sollte sich auch in Form einer höheren Risikoprämie auszahlen.

Systematische Diversifikation verringert das Kursrisiko

Als Anleger können Sie einiges tun, um das Risiko eines Investments systematisch zu begrenzen. Sind die Schwankungen einer einzelnen Aktie oder einer einzelnen Anleihe sehr hoch, so wird die Volatilität – also die Schwankungsbreite – eines Investments deutlich verringert, wenn Sie gleichzeitig in viele Aktien oder Anleihen investieren. Kursausschläge eines Einzeltitels wirken sich so weit weniger auf Ihr Depot aus.

Für eine gute Investmentstrategie bedeutet das, beim Investieren eine möglichst große Bandbreite von Aktien oder Anleihen abzudecken. Wer mit einem Aktiendepot

  • weltweit
  • große wie kleine Unternehmen
  • aus vielen unterschiedlichen Branchen
  • in Industrieländern und Entwicklungsländern

gleichzeitig abbildet, ist deshalb sehr gut aufgestellt. Um das Risiko zusätzlich zu begrenzen kann es sich lohnen, den Aktienanteil zu begrenzen und ergänzend in Anleihen zu investieren. Allerdings fällt dann auch die Risikoprämie geringer aus.

Auch bei Investments in Anleihen hilft die Diversifikation. So macht es für Anleger bei Anleihen Sinn

  • Unternehmen und Staaten als Emittenten zu berücksichtigen
  • auf die Bonität zu achten
  • Laufzeiten entsprechend der erwarteten Zinsentwicklung zu wählen
  • und zusätzliche Währungseffekte auszuschließen, indem nur in Euro investiert wird

Über Indexfonds (ETFs) kann so ein breites, sehr diversifiziertes Portfolio zusammengestellt werden, das Kursrisiken systematisch minimiert und zugleich das Profitieren von einer Risikoprämie ermöglichen.  growney-Portfolios bilden beispielsweise bis zu 5.000 Aktien aus mehr als 40 Ländern ab.

So funktioniert die Anlagestrategie von growney

Warum sich langfristige Investments lohnen

Kurzfristig – das heißt auf mehrere Tage, Wochen oder einige Monate, ist es sehr schwer die Kursentwicklung von Aktien, Anleihen, einzelnen Branchen oder Unternehmen vorauszusagen. Wer investiert, muss mit einer gewissen Volatilität rechnen. Der Wert eines Investments kann also steigen oder fallen.

Selbst Experten, die sich täglich beruflich mit der Entwicklung befassen, fallen richtige Vorhersagen schwer.

So ist es Analysten beispielsweise nicht gelungen, die Dax-Entwicklung für das Jahr 2023 korrekt vorauszusagen. Die Erwartungen der Experten von großen Banken und Investmenthäuser waren relativ pessimistisch. Die starke Aufwärtsbewegung am deutschen Aktienmarkt sahen sie nicht kommen. Von growney befragte Privatanleger sagten die Entwicklung hingegen deutlich besser voraus.

Grafik zeigt: Investment in den Dax und Vorhersagen

Auch Fondsmanagern, die bessere Anlageentscheidungen treffen sollen als die Mehrheit der übrigen Anleger, gelingt dies nur im Ausnahmefall. Studien zeigen, dass in den allermeisten Fällen aktive Aktienfonds den Markt nicht schlagen können – in guten wie in schlechten Marktphasen. Obwohl genau das eigentlich das das Versprechen von Aktienfonds und Fondsmanagern ist.

So wenig Erfolg haben Fondsmanager

Doch ein Blick auf die Entwicklung von Aktienmärkten zeigt auch: Geduld von Anlegern zahlt sich beim Investieren aus! Wer ein mittelfristiges oder langfristiges Ziel verfolgt, hat sehr hohe Chancen, eine gute Rendite mit seinem Investment zu erzielen.

Rendite-Dreieck zeigt den langfristigen Effekt bei Aktien

Das wird insbesondere deutlich, wenn man beim Blick auf die Aktienmärkte ein sogenanntes Rendite-Dreieck anschaut. Es zeigt anhand der historischen Kursentwicklung, welche Rendite erzielt wurde, wenn Anleger über Jahre in einen bestimmten Aktienindex investiert haben.

Dabei zeigt sich: Anleger, die langfristig in den Dax oder den US-Index S&P 500 investierten, hatten tatsächlich NIE eine negative Rendite, sofern sie länger als 13 Jahre investiert waren.

Wie wird die Rendite berechnet?

Beispiel Dax-Investment

Beim Dax, dem Index der größten deutschen börsennotierten Unternehmen, zeigen sich dabei auch deutliche Schwächephasen.

  • Wer sein Investment nach einem Jahr wieder verkaufte, hatte im ungünstigsten Fall ein Minus von 43,9 % (Ende 2001 investiert, Ende 2002 verkauft). Im günstigsten Fall wurde dagegen ein Plus von 84,1 % erzielt (Ende 1984 investiert, Ende verkauft).
Rendite-Dreieck zeigt Erfolg mit Dax-Investment

Quelle: Deutsches Aktien-Institut

  • Wer zehn Jahre lang in den Dax investierte, erzielte nur in zwei Fällen ein negatives Ergebnis: Ende 1999 investiert und Ende 2009 verkauft: -1,5 % p.a. Ende 1998 investiert und 2008 verkauft ergab ein Minus von 0,4 % p.a. In allen anderen Jahren ergab ein 10-Jahres-Investment ein Plus. Mit bis zu 16,5 % p.a. (Ende 1990 investiert).
    ​​​Die Prozentzahlen sind dabei die durchschnittliche Rendite im Jahr – das heißt im besten Fall wurden aus 10.000 Euro (bzw. dem damaligen D-Mark-Betrag) mehr als 46.000 Euro.
  • Die historischen Werte zeigen auch: Wer 13 Jahre oder länger in den Dax investierte, erzielte immer eine positive Rendite. Die Schwankung reicht von 0,7 % p.a. (Ende 1990 investiert) bis zu 15,4 % jedes Jahr (Investment-Beginn: Ende 1987).
  • Mit längerer Investment-Zeit nimmt die Schwankung ab. Wer 30 Jahre in den Dax investierte, erzielte ein Plus zwischen 6,8 % bis 10,3 % im Jahr. Bei 40 Jahren waren es zwischen 8,2 % und 9,5 % durchschnittliche Rendite im Jahr.  

Beispiel: Investieren in den S&P500

Beim Investieren in den S&P500, einem breiten Index von großen und mittleren Unternehmen an der US-Börse, zeigen sich ähnliche Ergebnisse.

  • Über ein einziges Jahr gesehen, lag ein Investment in diesen Index im schlimmsten Fall bei minus 38,5 % (2007 investiert, 2008 verkauft). Im besten Fall ergab sich für Anleger ein Plus von 34,1 % (1994 investiert).
Rendite-Dreieck: Investieren in den S&P500

Quelle: Aktienbaum.de

  • Wer zehn Jahre in diesen Index investierte, lag zwischen minus 3 % p.a. (1998 investiert) und einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von 16,0 % (1988 investiert).
  • Alle Anleger, die 14 Jahre oder länger investierten, erzielten eine positive Rendite. Der Durchschnittswert liegt dabei zwischen 1,1 % p.a. (Investment ab 1998) und 15,3 % p.a. (Investment ab 1984).
  • Bei einem 30 Jahre-Investment liegt die durchschnittliche Rendite im Jahr zwischen 7,5 % im Jahr (1992 bis 2022) und 10,0 % jährlich (1974 bis 2004).

Betrachtet man die historische Wertentwicklung, dann haben sich gute und schlechte Marktphasen also über die Zeit zugunsten der Anleger ausgeglichen. Das entspricht den Zyklen der Wirtschaft: Auf eine Rezession (wie aktuell in Deutschland) folgt wieder eine Aufschwungphase, die durch Innovationen und erhöhte Nachfrage geprägt ist. Dies führt mit zur Volatilität an den Märkten.

Durch ein weltweit breit gestreutes Portfolio lassen sich die Risiken für ein Investment gezielt weiter minimieren. Wer gleichzeitig in etliche Länder und eine große Bandbreite von Branchen sowie in  kleine, mittlere und große Unternehmen investiert, erhöht systematisch die Chance auf eine gute Rendite.    

Bei growney werden solche diversifizierten Portfolios nach wissenschaftlichen Kriterien zusammengestellt.

Alternativen für die kurzfristige Geldanlage

Nicht alle Anleger wollen aber langfristig investieren.

Das kennen Sie sicher von sich selbst: Falls sich Bedürfnisse oder Wünsche ändern bzw. sich die familiäre Situation verändert, soll das Geld auch kurzfristig zur Verfügung stehen.

Genau aus diesem Grunde sind Investments mit ETFs mittlerweile so beliebt. Sie lassen sich börsentäglich verkaufen. Das Investment wird dann ganz oder teilweise ausgezahlt. Um die Risiken aus der normalen Volatilität an den Aktienmärkten zu minimieren, gibt es Alternativen.

ETFs: Die Vor-und Nachteile
  • Tagesgeld und Festgeld: Die Bank sichert bei dieser Geldanlage einen bestimmten Zinssatz zu. Allerdings lässt sich damit eher selten eine bessere Rendite erzielen als die Inflationsrate.  
  • Anleihen-Anteil im Portfolio: Während Aktienkurse einer höheren Volatilität ausgesetzt sind, bieten Anleihen einen gewissen Stabilitätsanker. Ihre Kurse schwanken weit weniger als Aktienmärkte.
    Wer also das Risiko eines Investments gezielt verringern will, kann dies durch einen höheren Anleihen-Anteil tun. Allerdings sind mit einem Aktien-Investment die Renditechancen deutlich höher.  

Entspannt investieren – so geht es besonders einfach

Um die individuell passende Anlagestrategie zu ermitteln, gilt es also viele verschiedene Punkte zu beachten. Insbesondere der Anlagehorizont, die persönliche Risikoneigung und die eigene finanzielle Situation spielen dabei eine wichtige Rolle.

Ziel einer solche Strategie: Mit dem Investment auf Dauer von der Marktentwicklung profitieren ohne dass Sie in Schwächephasen besorgt auf die Kursentwicklung schauen müssen.

Ein paar Tipps, wie Sie entspannt investieren:

  • Legen Sie eine Notreserve an
    Eine gewisse Summe sollten Sie auf dem Tagesgeldkonto bereithalten. Empfohlen wird hier das zwei- oder dreifache ihrer Monatsausgaben. So bleiben Sie auch in Notfällen absolut flexibel.


  • Welche Ziele verfolgen Sie?
    Überlegen Sie sich, welche Träume Sie sich selbst erfüllen wollen oder ob die eigene Familie oder das Rentenalter abgesichert werden soll. Sicher haben Sie mehrere Ziele/Träume, entsprechend können Sie auch mehrere Anlageziele parallel verfolgen.


  • Minimieren Sie gezielt das Risiko
    Es klingt oftmals verlockend sich eine einzelne Aktie herauszugreifen und auf eine gute Entwicklung zu hoffen. Doch mit einem solchen Einzelinvestment gehen Sie ein außerordentlich hohes Risiko ein. Zum entspannten Investieren ist es sinnvoller, weltweit in viele verschiedene Aktien und möglicherweise auch Anleihen zu investieren.


  • Finden Sie die optimal passende Strategie
    Nach nur wenigen Fragen zu Ihren Zielen und Ihrer persönlichen Situation ermittelt growney die passende Anlagestrategie für Sie. Dabei wird selbstverständlich auch berücksichtigt, ob Sie nachhaltig investieren wollen. Die Portfolios von growney sind grundsätzlich weltweit ausgerichtet und enthalten kostengünstige ETFs.


  • Lehnen Sie sich zurück
    Wenn Sie mit growney investieren, müssen Sie gar nicht mehr tun. Denn growney überwacht alle Portfolios nach wissenschaftlichen Kriterien und tauscht ggf. ETFs aus. Ganz automatisch. So können Sie sich auf Ihr Leben konzentrieren und trotzdem von einer guten Rendite für Ihr Investment profitieren.



Die richtige Anlagestrategie für Sie? Lassen Sie sich beraten.


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