alternative Geldanlage: Investieren in Lego und Sneaker; viele bunte Legosteine

Geldanlage: Kann man mit alternativen Investments reich werden?

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27. November 2020 // Geldanlage

Sie sind nicht reguliert und werden so gut wie nie von Kreditinstituten vertrieben. Trotzdem kann man damit mitunter sehr hohe Gewinne einfahren. Die Rede ist von alternativen Investments.

Doch was ist das eigentlich?

Ein alternatives Investment ist ein finanzielles Asset, welches nicht in die klassischen Investmentkategorien eingeordnet werden kann. Zudem gibt es keine Regulierung, wie etwa eine Bankenaufsicht, und auch keine vollständigen Informationen über Risiko und Rendite. Wer jetzt an Immobilieninvestments oder Private Equity Beteiligungen denkt, liegt zwar richtig, doch es gibt noch weitaus mehr alternative Investments, mit denen sich eine hohe Rendite erwirtschaften lässt.

Hier mal zwei ganz ungewöhnliche Beispiele:

Rendite mit Lego – geht das?

Eines dieser alternativen Investments ist das Handeln von bestimmten Lego-Produkten. Vor allem Eltern wissen, dass Lego-Sets teuer sind. Ein Extrem-Beispiel: Der Disney-Bahnhof und -Zug kosten 329,99 Euro im Lego Store.

Trotzdem können die Klemmbausteine eine attraktive Alternativinvestition sein. Es gibt tatsächlich Leute, die auf den Kauf von nicht mehr erhältlichen und seltenen Lego-Sets setzen, um diese später wieder zu verkaufen.

Besonders beliebt sind dabei Bauthemen-Sets und besonders große oder limitierte Editionen wie die „Millennium Falcon Ultimate Collector Series“ oder das aus den Harry Potter-Filmen bekannte Hogwarts Schloss. Die Webseite BrickEconomy zeigt mit ihrer Datenbank die Wertentwicklungen dieser Lego-Sets. Besonders interessant ist wie die 15.954 Sets zusammengerechnet einen ursprünglichen Einzelhandelskaufpreis von 316.141 Euro haben, doch mittlerweile in Summe 1.374.659 Euro wert sind – also mehr als Vierfache des früheren Ladenpreises.

Mit dem Thema der „Lego Wirtschaft“ haben sich auch russische Wissenschaftler auseinandergesetzt und herausgefunden, dass zwischen 1987 und 2015 eine durchschnittliche Rendite von 8 % pro Jahr mit dem Kauf und Verkauf von Lego-Sets möglich war. Besonders renditestark sind dabei die Sets mit Bauthemen.

  • Das Café Corner Set wurde beispielsweise von 2007 bis 2009 für 123,00 Euro im Einzelhandel verkauft. Im Jahr 2020 wird das Set unter Liebhabern und Investoren für rund 2.000 Euro gehandelt.
  • Auch das Market Street Set konnte eine jährliche Wertsteigerung von 13,79 % hinlegen und ist somit von 79,19 Euro auf 2.000 Euro angestiegen.

Beim Anblick dieser Zahlen wirkt es, als wenn der Handel mit Lego-Sets am sekundären Markt ein richtig lukratives Geschäft wäre. Doch bevor Sie jetzt die Lego Spielsachen Ihrer Kinder nach unentdeckten Goldgruben durchsuchen – ganz so einfach ist es nicht. Um solch hohe Preise zu erzielen, muss das Set limitiert, ungeöffnet und original verpackt sein.

Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt. Bei der Frage “in was investieren” sollten Sie also auch die Nachteile eines Lego-Investments bedenken . Um erst einen ordentlichen Gewinn mit einem Lego-Set einzufahren, bedarf es einer Haltedauer von mehreren Jahren. Wer also auf das schnelle Geld aus ist, für den scheint eine Lego Investition nichts zu sein.

Ein Erfolg der Investition ist außerdem vom Unternehmen Lego selbst abhängig. Sollte der Hersteller der Klemmbausteine sich dazu entscheiden ein Set wieder neu einzuführen, hat das Auswirkungen auf den Preis des Sets und könnte so jegliche Investition zunichtemachen. Auf der anderen Seite ist auch die Identifizierung von neuen Sets mit Wertzuwachspotenzial schwierig und mit viel Recherche verbunden. Denn auch hier ist die Wertsteigerung abhängig davon, wann Lego das Set vom Markt nimmt und den Handel für den sekundären Markt öffnet.

Außerdem gibt es zu beachten: Wer öfter mit Lego handelt und regelmäßig Gewinne macht, kann möglichweise verpflichtet sein, ein Gewerbe anmelden und Steuern abzuführen. Das würde natürlich die Rendite schmälern.

Investieren in Sneaker

Ein weiteres Investment, welches vor allem bei jüngeren Leuten Anklang findet, ist der Handel mit Sneakern. In Hinblick auf die milliardenschwere Industrie für Straßenkleidung und Turnschuhe ist es nicht verwunderlich, dass Menschen nach Möglichkeiten suchen, ihr Geld - in der Hoffnung auf Rendite - in diesen Markt zu investieren. Betrachtet man die aufgerufenen Preise von den oftmals stark limitierten Schuhen, wird deutlich, dass hier ein riesiges Renditepotenzial besteht.

Ein sehr gutes Beispiel dafür sind die Schuhe des US-amerikanischen Rappers Kayne West. In Zusammenarbeit mit Adidas wurde 2013 die Yeezy Line erschaffen. Nicht nur durch das außergewöhnliche Design, sondern auch die Verbindung zu Kayne West sorgte dafür, dass die Schuhe sehr beliebt bei den sogenannten „Sneakerheads“ wurden. So wurde der erste „Yeezy Boost 750“ Schuh 2013 innerhalb von 10 min komplett ausverkauft. Die Schuhe waren auf 9000 Stück limitiert und kosteten 350 US-Dollar. Möchte man die Schuhe heute kaufen, werden Preise zwischen 1486 und 2319 US-Dollar aufgerufen – also bis zum Sechsfachen des ursprünglichen Preises.

Dabei liegt der Wert von Turnschuhen nicht allein in ihrem Design und Material, sondern vor allem aus der Nachfrage auf dem Markt. Sneakerheads sind bereit, viel mehr als im Einzelhandel zu bezahlen. Oft lohnt es sich daher, heiße Modelle für ihren Wiederverkaufswert zu kaufen. Mit anderen Worten: Sneaker sind zu einer Art sozialer Währung geworden. Eins versteht sich dabei von selbst: Die begehrten Schuhe sollten natürlich ungetragen sein.

Marken wie Adidas und Nike haben diesen Trend schon früh erkannt und bringen immer mehr ausgefallene und streng limitierte Schuhe auf den Markt. Durch eine strenge Limitierung und die Einbeziehung von Sportlern, Musikern und Stars der Popkultur wird bei Millenials und der Generation X ein großes Begehren für die Schuhe geweckt. Beispiele wie die Nike-Deals von Michael Jordan oder die Yeezy-Linie von Kanye West, sind allein schon ein Beweis dafür, dass es großes Potenzial an Reichtum in diesem sekundären Markt gibt.

Fazit: Lohnt sich diese Geldanlage?

Kann man damit also wirklich reich werden? Die Beispiele der alternativen Investments in Lego und Sneaker zeigen, dass es außerhalb der klassischen Finanzprodukte noch weitere Möglichkeiten gibt mit limitierten Gütern eine gute Rendite zu erwirtschaften. Dafür gibt es auch viele andere Beispiele: Auch wer alkoholische Getränke wie Whisky, Gin oder Wein jahrelang liegen lässt, kann auf eine starke Wertsteigerung hoffen. Doch eine Garantie dafür gibt es nicht: Sie brauchen viel Zeit – und viel Glück, wie bei allen dieser alternativen Investments.

Es erweckt zwar den Anschein, dass die Renditen bei diesen ungewöhnlichen Investmentformen im Schnitt höher sind als bei den klassischen Anlageprodukten. Doch: Man ist jedoch stark abhängig von den Emittenten des Produktes. Um überhaupt irgendeinen Gewinn zu erzielen, ist eine Menge an Recherche notwendig und auch die lange Haltedauer ist mit Ungewissheit verbunden, da man nie weiß, ob das Produkt überhaupt einmal begehrenswert wird. Im Zweifelsfall haben Sie am Ende einen ganzen Keller oder eine Garage voller Lego oder mit irgendwelchen Turnschuhen oder literweise Alkoholika – finden dafür dann aber keine Käufer…

Im Gegensatz dazu bietet der Kapitalmarkt Anlegern viel mehr Verlässlichkeit. Anhand von Unternehmenskennzahlen, Wirtschaftsdaten und Zukunftsaussichten lassen sich fundierte Entscheidungen treffen. Mit einem Blick auf Ihren Depotwert bekommen Sie schnell ein ständiges Update zum Stand Ihrer Investition. Und: Der Kapitalmarkt ist deutlich liquider. Bedeutet: Verkäufer haben viel bessere Chancen, Ihre Investition auch wieder loszuwerden. Denn wer in Lego, in Sneaker oder in Schnaps investiert, muss erstmal einen Käufer finden.

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