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Streamingdienste: Wie Filmfans bei der Wahl des Anbieters Geld sparen

3. April 2020

Ob Netflix, Amazon Prime Video oder Disney+: Der Markt der Streamingportale boomt. Immer mehr Anbieter locken mit einer großen Auswahl an Serien, Blockbustern und Dokus. Doch welcher Streamingdienst passt zu wem? Filmangebot und Konditionen unterscheiden sich teils erheblich. Ein genauer Blick zahlt sich für Cineasten aus.

Wenn Robert De Niro als „The Irishman“ im Auftrag der Mafia über Leichen geht, ist das ganz großes Kino. Das Gangster-Epos von Star-Regisseur Martin Scorsese verschlang satte 160 Millionen Dollar an Drehkosten und heimste zehn Oscarnominierungen ein. Doch statt eines großen Hollywood-Studios steht hinter dem Mammutwerk der Streamingdienst Netflix. Das Filmgeschäft ist im Wandel – und der macht auch vor der Traumfabrik Hollywood nicht halt.

Die Zeiten, in denen man sich bei der Film- und Serien-Auswahl auf das TV-Programm, Kino oder Videotheken verlassen musste, sind vorbei. Heute können Filmfans jederzeit und an so gut wie jedem Ort gucken, worauf sie Lust haben. Streamingdienste wie Amazon Prime Video, Netflix, Maxdome & Co. haben in ihren virtuellen Bibliotheken riesige Sammlungen in petto – von aktuellen Serien über Blockbuster bis hin zu aufwendigen Dokumentationen. Der Markt wächst, die Zahl der Anbieter steigt stetig.

Jüngster Auftritt: Ab dem 24. März 2020 legt Disney+ in Deutschland und weiteren europäischen Ländern los – und macht damit Platzhirsch Netflix das Leben schwerer. Denn Filme und Serien, die zum kalifornischen Medienkonzern gehören, wandern vom Streaming-Marktführer ab und sind zukünftig nur noch auf dem Disney-Portal zu sehen. Fans von Star Wars oder der Superhelden des Marvel-Universums gucken dann in die Röhre – oder wechseln zum neuen Anbieter. Die aktuellen Netflix-Zahlen zeigen, dass der Start von Disney+, der in den USA schon im vergangenen Jahr erfolgte, sowie Apples neuer Streamingdienst Auswirkungen haben. Zwar liegt Netflix mit 8,76 Millionen Neukunden rund um den Globus im vierten Quartal 2019 noch weit vorn. Ein Wermutstropfen ist jedoch die Entwicklung auf dem Heimatmarkt USA. Hier kamen nur 420.000 neue Abonnenten hinzu – weit unter dem Ziel von 620.000.

Erfolg per Abruf

Videos im Internet zu schauen, gehört mittlerweile zum Alltag. So streamen acht von zehn Internetnutzern hierzulande zumindest gelegentlich online Filme. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom. „Video-Streaming ist eine einzige Erfolgsgeschichte und hat das Sehverhalten der Menschen nachhaltig verändert“, erklärt Bitkom-Experte Sebastian Klöß. Rund 42 Prozent der Befragten gucken über On-Demand-Portale. Dabei schaut die große Mehrheit der Nutzer regelmäßig Videos im Internet. Zwei Drittel nutzen mehrmals die Woche entsprechende Dienste. Als Abspielplattform hat das Smartphone mittlerweile mit dem Fernseher gleichgezogen: Gut die Hälfte nutzt laut der Umfrage häufig das TV-Gerät, rund 45 Prozent geben dies für das Smartphone an. „Video ist das Medium unserer Zeit. Immer mehr Inhalte sind über Mobilgeräte überall und sofort verfügbar – das macht Video-Streaming so beliebt“, sagt Klöß.

Lohnender Vergleich

Doch je mehr Anbieter um die Gunst des Publikums buhlen, umso schwieriger wird es, den für sich passenden auszuwählen. Wer auf der Suche nach einem Streamingportal ist, sollte sich zunächst über sein Nutzungsverhalten klar werden. Wie häufig schaue ich Filme? Sollen mehrere Nutzer gleichzeitig streamen können? Auf welchen Geräten sollen die Videos verfügbar sein? Welche Serien möchte ich auf jeden Fall sehen? Gerade in puncto Angebot unterscheiden sich die Streaming-Services teils erheblich. So haben sie individuelle Pakete mit den TV-Studios und Produktionsgesellschaften geschnürt.

Die Branchengrößen Amazon Prime Video und Netflix bieten zudem eine zunehmende Zahl an Eigenproduktionen à la „The Marvelous Mrs. Maisel“ oder „Stranger Things“ an, die sie exklusiv zeigen. Im direkten Vergleich der zwei Streaming-Schwergewichte kann Netflix mit mehr Eigenproduktionen und der größeren Auswahl an Serien punkten. Amazon Prime liegt im Bereich Filme vorn und hat die meisten Blockbuster, aber auch Streifen abseits des Mainstreams sowie eine große Auswahl eigenproduzierter Serien im Angebot. Im Zweifelsfall lohnt es sich, einen kostenlosen Probemonat, den die meisten Portale anbieten, zu nutzen und das jeweilige Programm zu testen.

Kosten im Blick

Auch die Preise der Streaming-Abos variieren je nach Anbieter: So kostet etwa die Amazon Prime-Mitgliedschaft derzeit 69 Euro im Jahr. Das entspricht einem Monatsbeitrag von 5,75 Euro. Wer sich nicht für ein ganzes Jahr festlegen möchte, kann ein Abo für 7,99 Euro pro Monat buchen, das sich monatlich kündigen lässt. Großes Plus: kostenfreier Premiumversand bei Amazon-Bestellungen, Musik-Streaming über Prime Music sowie Gratis-E-Books aus dem Prime-Reading-Katalog.

Netflix bietet drei verschiedene Abo-Modelle an: Das Basis-Abo für 7,99 Euro im Monat, mit dem man alle Inhalte auf einem Gerät in SD-Qualität streamen kann, die Standard-Variante für 11,99 Euro für HD-Qualität auf zwei Geräten gleichzeitig sowie das Premium-Abo für 15,99 Euro für Ultra-HD-Qualität auf vier Geräten. Günstiger wird es beim Frischling Disney+. Kunden werden 6,99 Euro im Monats- oder 69,99 Dollar im Jahresabo zahlen. [1]

Mehr vom Geld

Nutzer, die sich gezielt für einen passenden Anbieter entscheiden und nicht doppelt oder dreifach für mehrere Streamingportale zahlen, können sich über ein ordentliches Plus im Portemonnaie freuen. Wer etwa auf ein zusätzliches Standard-Abo bei Netflix verzichtet, weil ein anderer Dienst für seine Sehbedürfnisse ausreicht, hat zwölf Euro im Monat mehr zur freien Verfügung. Statt diese jedoch beispielsweise für eine einzelne Kinokarte auszugeben, können die Extra-Euros in einen Sparplan wandern – und so über die Jahre zu einer stattlichen Summe anwachsen. Vorausgesetzt, die Anlagevariante wirft auch in Zeiten von Nullzinsen eine ordentliche Rendite ab.

Eine lohnende Möglichkeit sind Investmentfonds, mit denen Sparer von den Chancen an den Kapitalmärkten profitieren können. Besonders einfach und lukrativ: Exchange Traded Funds, kurz ETFs. Diese börsengehandelten Fonds bilden in der Regel die Entwicklung von Marktindizes wie Dax, Euro Stoxx 50 oder MSCI World nach. „Eine breite Streuung des Kapitals über viele Branchen und Länder hilft, das Risiko der Aktienanlage zu verringern“, erklärt Gerald Klein, Gründer und Geschäftsführer des Robo-Advisors growney.

Weiterer Vorteil: ETFs sind im Vergleich zu klassischen Fonds günstiger. Da sie auf ein teures Management, das den Fonds lenkt, verzichten, fallen ihre Gebühren wesentlich niedriger aus. „Während viele Anbieter Einstiegsbarrieren wie Mindestanlagen voraussetzen, ermöglichen wir die Geldanlage bereits ab einem Euro. Und das besonders unkompliziert – fast so einfach wie der Abschluss eines Streaming-Abos“, so Klein. Dabei erstellt growney seinen Kunden ein Portfolio aus verschiedenen ETFs, je nach Anlage- und Risikoprofil mit einem Aktienanteil von 20, 30, 50, 70 oder 100 Prozent.

Filmreif investieren

Wählen Cineasten also für ihre Ersparnisse die grow100-Strategie, können sie auf eine jährliche Rendite nach Kosten von 7,65 Prozent hoffen. Fließen zum Beispiel 15 Jahre lang zwölf Euro pro Monat in den Sparplan, können sie am Ende der Laufzeit eine Summe von rund 3.962 Euro einstreichen – mehr als das Zweieinhalbfache ihres Gesamtanlagebetrags. Und damit ist weit mehr drin als eine Karte fürs Kino um die Ecke. Vielleicht ja eine große Reise in die Filmmetropole Los Angeles, um das Flair Hollywoods hautnah zu erleben.


[1] Alle Preise: Stand Anfang April 2020



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