Sonderangebote im Schaufenster; Black Friday und die Börsengeschichte

Bei uns ist heute NICHT Black Friday – zum Glück!

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25. November 2022 // Aktuelles

Fast überall wird in dieser Woche der Black Friday beworben: Sonderangebote, die zum Kauf animieren sollen. Mal wird das auch als Black Week, Black Weekend, Black Sale oder Black Deals bezeichnet. Denn im Zusammenhang mit Sonderangeboten ist der Black Friday ein geschützter Markenbegriff, darf also gar nicht von allen verwendet werden. Im Zusammenhang mit Kapitalmärkten ist der Begriff allerdings nicht gerade positiv besetzt.

Und deshalb sind wir ganz froh, dass wir heute keinen Schwarzen Freitag (englisch: Black Friday) erleben. Ohnehin sind die US-Börsen für das lange Wochenende geschlossen: Am Erntedankfest (Thanksgiving, dieses Jahr am 24.11.) genauso wie am heutigen Black Friday.

In den USA wird der Freitag nach dem Erntedankfest traditionell zum Shoppen genutzt. Schulen, Universitäten und Büros sind traditionell geschlossen, in den Geschäften tobt die Rabattschlacht zum Black Friday. In der Regel wird mit diesem Tag auch das Weihnachtsgeschäft eingeleitet, für den Einzelhandel beginnen also die umsatzstärksten Wochen des Jahres. Etabliert hat sich sogar, dass Rabatte und Sonderangebote auch in der Folgewoche einen hohen Stellenwert haben: Auf das Black Friday-Wochenende folgt der Cybermonday, bei manchen Händlern gar eine Cyberweek.

Black Friday in Deutschland

Auch in Deutschland sind Black Friday-Angebote sehr populär geworden. Der Tag ist einer der wichtigsten Verkaufstage des Jahres. Trotz hoher Inflation rechnet der Handelsverband HDE sogar mit einem Umsatzrekord: 5,7 Milliarden Euro könnten Verbraucher demnach zwischen dem heutigen Black Friday und Cybermonday ausgeben. Das wären rund 22 Prozent mehr als im vergangenen Jahr.

Gerade angesichts der gestiegenen Preise sei die Hoffnung der Verbraucher auf besondere Schnäppchen groß, heißt es seitens des Handelsverbands. Deswegen sei zu erwarten, dass sie besonders intensiv nach Angeboten zum Black Friday (bzw. Black Week, Black Weekend, Cybermonday oder Cyberweek) gucken.

Schwarzer Freitag an den Börsen – die Geschichte

Ursprünglich bezeichnet der Black Friday bzw. ein Schwarzer Freitag einen besonders schlechten Börsentag direkt vor dem Wochenende. Besonders stark geprägt wurde dieser Begriff vor knapp 100 Jahren in den 1920er Jahren als die Wirtschaftskrise zu einem starken Einbruch der Börsenkurse führte. Doch traditionell ist der Begriff sogar noch älter.

  • Am häufigsten wird im Zusammenhang mit dem 24. Oktober 1929 von einem Schwarzen Freitag gesprochen. Dabei war das ein Donnerstag. An diesem Tag brachen an der Börse in der New Yorker Wallstreet die Kurse massiv ein. Angesichts der Weltwirtschaftskrise gab es kaum noch Menschen, die Aktien kaufen wollten. Gleichzeitig wollten relativ viele Anleger ihre Wertpapiere loswerden. Dieses massive Missverhältnis von hohem Angebot auf der Verkaufsseite zu einer sehr geringen Nachfrage beim Aktienkauf führte zu dem starken Einbruch der Kurse. Die Börsen in Europa waren da bereits geschlossen, reagieren erst am Folgetag, dem 25. Oktober 1929 auf die Entwicklung. Die starken Kurseinbrüche an diesem Tag sind als Schwarzer Freitag bekannt.

  • Dass der Schwarze Freitag an den Börsen gerade in Deutschland so stark mit der Weltwirtschaftskrise verbunden wird, liegt auch daran, dass es bereits zweieinhalb Jahre vorher ein Börsenbeben in Deutschland gab: am 13. Mai 1927, ebenfalls ein Schwarzer Freitag. Damals war von der Regierung massiv in Devisengeschäfte eingegriffen worden: neue Kredite durften nicht in ausländischen Devisen aufgenommen werden, bestehende Kredite mussten abgelöst bzw. zurückgezahlt werden. Das führte zu massiven Kursverlusten an den deutschen Börsen.

  • Und schon 1931 gab es das nächste Ereignis: Eine Bankenkrise in Deutschland führte am 10. Juli 1931 zum nächsten Börsencrash – auch das ein Schwarzer Freitag. Damals hatten Bilanzfälschungen eines Unternehmens dazu geführt, dass zwei große Banken in Schieflage gerieten und Insolvenz anmelden mussten. In der Woche darauf kam es aus Angst vor weiteren Pleiten zum massiven Kundenansturm auf Banken und Sparkassen. Viele Menschen wollten ihr Geld komplett abheben. Zwei Tage blieben Banken und Sparkassen komplett geschlossen, wochenlang danach waren nur Teil-Auszahlungen zulässig. Trotzdem gerieten weitere deutsche Banken in Zahlungsschwierigkeiten, einige wurden verstaatlicht.

  • Eine Bankenkrise hatte übrigens auch den ersten Schwarzen Freitag an den Finanzmärkten ausgelöst. Am 11. Mai 1866 wurde in London bekannt, dass die Bank Overend, Gurney and Co. zahlungsunfähig ist. Die Turbulenzen an der Börse wurden daraufhin von der Tageszeitung Times als „Black Friday“ bezeichnet. In der internationalen Berichterstattung über die Bankenpleite und den Börsencrash wurde dieser Begriff damals auch im Ausland aufgegriffen.

  • Im deutschsprachigen Raum ist auch der 9. Mai 1873 als Black Friday bzw. Schwarzer Freitag bekannt geworden. Die Wiener Börse war an diesem Tag nach massiven Kursverlusten polizeilich geschlossen worden. Ausgelöst hatte das Börsenbeben eine Bankenkrise – 120 Institute in Österreich-Ungarn hatten an diesem Tag Insolvenz angemeldet. Die Krise ist auch als Gründerkrise bekannt, erfasste Monate später auch Banken in den USA und in Deutschland.

Die aktuelle Lage an den Börsen

Während viele Menschen nach den besten Black Friday-Angeboten bzw. Blacks Deals oder Black Sales schauen, ist an den Börsen keine Spur von einem neuen Schwarzen Freitag zu erkennen. Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine, die Energiekrise und die hohe Inflation haben zwar im Verlauf des Jahres zu Verlusten bei vielen Kursen geführt – doch mittlerweile gibt es auch wieder Anzeichen von Zuversicht:

  • Die Wirtschaftsdaten waren teilweise besser als erwartet, beispielsweise in Deutschland.

  • In den USA ist die Inflation zwar immer noch hoch, sinkt bereits aber wieder.
    Mehr: Warum die Inflation in den USA sinkt - und bei uns nicht

  • Die Kapitalmärkte haben die bisherigen Leitzinserhöhungen überstanden, obwohl höhere Zinsen auch die Finanzierung von Unternehmen schwerer machen.

  • Die Energiekrise wirkt sich zwar derzeit gerade in Europa stark aus, doch durch neue Lieferwege, Investitionen in neue Technologien und zusätzliche staatliche Maßnahmen wie Energiepreisbremse und gemeinsamer Einkauf kann sie offenbar bewältigt werden.

Da an den Börsenmärkten die künftige wirtschaftliche Entwicklung gehandelt wird, zeigte sich das zuletzt auch in überwiegend steigenden Kursen. Besonders stark können von dieser Entwicklung jene Anleger profitieren, die die Schwächephase der Kapitalmärkte in den vergangenen Monaten für zusätzliche Zahlungen genutzt haben – oder über einen bestehenden Sparplan Monat für Monat kontinuierlich eingezahlt haben.

In Schwächephasen lohnt sich ein Sparplan besonders

Nicht alle Black Friday-Angebote sind gut

Wer bei Black Friday aber nicht an Börsenkurse oder Kapitalmärkte denkt, sondern an Schnäppchen und Sonderangebote, sollte aber trotzdem ein bisschen genauer hinschauen.

So warnt die Polizei ausdrücklich vor Betrugsversuchen und Fake-Shops. Auf irgendwelchen Internetseiten werden dabei vermeintlich günstige Black Friday-Deals versprochen – ohne dass es die Produkte tatsächlich gibt. Deswegen sollten Onlineshopper hellhörig werden, wenn etwas deutlich unter dem Marktpreis angeboten wird.

Ein weiteres Phänomen: Teilweise sind die Angebote auch gar nicht besonders günstig. Im Schnitt ließen sich 5 Prozent sparen, haben Experten berechnet. Es macht also Sinn, genau hinzuschauen. Wichtig ist auch, mögliche Folgekosten zu beachten, wenn die Leistung mit regelmäßigen Zahlungen, nötigen Zusatzprodukten oder eventuell auch Ersatzteilen verbunden ist.

Und wie sieht unser Black Friday-Deal aus? Ganz einfach: Es gibt keinen!

Uns ist wichtiger, ein dauerhaft gutes und günstiges Angebot für Anleger zu machen. Dabei ist das zentrale Ziel, mit wissenschaftlicher Methodik und Experten-Erfahrung auf Dauer eine attraktive Rendite für unsere Kunden zu erzielen und das Risiko dabei gezielt gering zu halten.

Die Anleger selbst sollen von diesem Service profitieren, ohne sich selbst um die Geldanlage kümmern zu müssen. Das zu einem möglichst günstigen Preis auf Dauer sicherzustellen, ist unser Anspruch, den wir an jedem Tag des Jahres erfüllen – eben nicht nur am Black Friday.



Die richtige Anlagestrategie für Sie? Lassen Sie sich beraten.


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