Skyline Frankfurt/Main; Börse und Dax aktuell: Entwicklung und Experten-Tipps

Börse aktuell: Wie geht es dem Dax?

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5. Mai 2023 // Aktuelles

Die ersten vier Monate des Jahres sind vorüber – und der Dax als wichtigster Aktienindex in Deutschland zeigt sich recht beständig. Ende April erreichte der Dax ein neues Jahreshoch, schloss am letzten Handelstag des Monats mit 15.922,38 Punkten. Seit Jahresbeginn hat der Index, der die größten 40 börsennotierten Unternehmen Deutschlands umfasst, damit rund 14 % zugelegt. Haben Experten und Anleger diese Entwicklung an der Börse erwartet?

Nach vier Monaten lohnt es sich, eine Zwischenbilanz zu ziehen. Anfang des Jahres waren alle growney-Kunden aufgerufen einen Tipp abzugeben, wie sich der Börsenindex Dax im Verlaufe dieses Jahres entwickeln wird. Unsere Überzeugung: Ganz normale Anleger können die Börsenentwicklung besser vorhersagen als die Experten großer Banken oder Investmentgesellschaften. Gibt es nach der aktuellen Börsenentwicklung Anzeichen dafür, dass sich diese These bewahrheitet?

Welche Börsenentwicklung Anleger erwarten

Tatsächlich haben viele Anleger, die bei growney investieren und sich am Dax-Gewinnspiel beteiligt haben, einen Anstieg des Dax erwartet. Rund 44 % der Teilnehmer (eine vierstellige Anzahl) erwartet auch im weiteren Jahresverlauf einen Anstieg des Index, so dass er das Jahr mit einem höheren Schlussstand beendet.

Der am häufigsten genannte Schlussstand für den Dax 2023 ist: 16.000 Punkte.Etwa 1,8 % der Teilnehmer bezifferten ihre Erwartung für die Börsenentwicklung mit diesem Wert. Dabei zeigt sich allerdings eine große Bandbreite:

  • Im schlechtesten Fall wurde ein Schlussstand von etwas über 7.000 Punkten getippt.
  • Als Maximal-Erwartung für den Dax 2023 wurde zum Jahresende ein Wert von 21.345 Punkten angegeben.
  • Im Durchschnitt liegt die Erwartung bei 15.776 Punkten. Dabei ist die durchschnittliche Erwartung der teilnehmenden Frauen mit 15.756 Punkten etwas niedriger als die der Männer (15.779 Punkte).
  • Auch bei einer deutschlandweiten repräsentativen Umfrage im Auftrag von growney hatte mehr als die Hälfte der Befragten die Erwartung geäußert, dass der Dax 2023 zulegen bzw. sogar deutlich steigen wird.

Angenommen, schon Ende April würde der Hauptgewinner des Dax-Gewinnspiels ermittelt (1.000 Euro Siegprämie), so lässt sich feststellen: Den Endstand von 15.922,38 Punkten hat keiner der Teilnehmer exakt getippt. Gewinnen würde in diesem Fall der Tipp, der am nächsten dran ist: 15.923,00 Punkte. Diesen Wert haben übrigens gleich drei Anleger angegeben.

Börsenindex Dax: Die Schätzungen der Experten

Die Anleger bei growney sind mit ihren Erwartungen – nach aktuellem Stand – übrigens deutlich näher an der Entwicklung des Dax als es die Experten am Ende des vergangenen Jahres waren. Eine Umfrage der Welt ermittelte für verschiedene Banken und Investmenthäuser einen Durchschnittswert von 14.976 Punkten für den Endstand des Dax 2023.

Am nächsten dran an der letzten Dax-Notierung von April ist dabei die Erwartung der Landesbank Hessen-Thüringen. Sie erwartete laut der Welt-Umfrage 16.000 Punkte zum Jahresende und war damit unter den Experten-Tipps die höchste Vorhersage. Offenbar hatten die meisten Experten deutlich stärkere Auswirkungen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine sowie der Inflation und einer drohenden Rezession der deutschen Wirtschaft erwartet.

Tabelle zeigt Expertentipps für Entwicklung des Dax 2023

Dax-Entwicklung und die Börse aktuell

Das Börsenjahr 2022 war weltweit durch Extreme gekennzeichnet: Auf Allzeithochs vieler Aktienindizes folgte durch den russischen Angriff auf die Ukraine eine Abwärtsbewegung an den Märkten. Dass infolge der hohen Inflation die Notenbanken massiv den Leitzins erhöht haben, führte zu einem zusätzlichen Druck auf Anleihen und Aktien gleichermaßen.

Diese Bewegungen ließen sich beim Dax besonders stark beobachten. Nach dem Allzeithoch von 16.271,75 Punkten zu Jahresbeginn, schloss der größte deutsche Aktienindex 2022 mit 13.923,59 Punkten. Insbesondere die hohe Abhängigkeit der deutschen Wirtschaft von Energie aus Russland (Gas, Öl, Kohle) sowie das starke Gewicht energieintensiver Branchen im Dax40 (chemische bzw. Pharmaindustrie sowie Autobranche) hatten zu dieser Börsenentwicklung geführt. An der Börse werden Unternehmen insbesondere anhand der erwarteten Perspektive für ihr Geschäftsmodell und ihren (zukünftigen) Ertrag bewertet.

Auch wenn die russischen Angriffe seit nunmehr über 14 Monaten ungebrochen fortgesetzt werden, haben sich die Perspektiven verbessert – gerade auch für die großen börsennotierten Gesellschaften, aus denen der Dax40-Index zusammengesetzt ist. Die steigenden Kurse an der Börse sind Ausdruck dieser deutlich geringer gewordenen Sorgen.

Deutsche und europäische Werte gehörten deshalb in den ersten vier Monaten zu den Aktien und Indizes, die sich besonders stark erholt haben – allerdings hatten sie im vergangenen Jahr auch besonders stark gelitten.

Warum man nicht nur in den Dax investieren sollte

Für Anleger scheint es verlockend, sich beim Investieren auf einzelne Aktien oder Indizes zu konzentrieren, die zuletzt eine gute Performance erzielen konnten. Doch aus mehreren Gründen erweist sich das oftmals als nachteilig:

  • Die Konzentration auf einzelne Aktien oder Aktienindizes wie den Dax erhöht das Risiko im Portfolio. Gerade der Dax weist beispielsweise eine große Abhängigkeit von Branchen wie Autoindustrie, Pharma/Chemie oder Banken und Versicherungen auf. Dadurch kann das Portfolio in bestimmten Situationen besonders stark leiden.
  • Besonders bekannt ist auch die Gefahr des so genannten „Home Bias“ beim Investieren: Privatanleger kaufen stärker Aktien auf dem heimischen Markt, weil Ihnen die Marken und Unternehmensnamen vertrauter sind. Dadurch verschenken sie aber die Möglichkeit, von den Entwicklungen in anderen Bereichen, Ländern und Branchen zu profitieren – und ihnen entgeht die Chance auf Rendite.
  • Mittel- und langfristig profitieren Anleger mit einem breit diversifizierten Portfolio, das in möglichst viele Branchen und Länder investiert, deutlich stärker als mit Stockpicking oder der Konzentration auf einzelne Länder bzw. Regionen.
  • Oftmals entstehen Anlegern, die besonders stark auf aktuelle Börsentrends setzen oder sie zu antizipieren versuchen, außerdem besonders hohe Transaktionskosten. Das zeigte eine groß angelegte Untersuchung der US-Wissenschaftler Brad. M. Barber und Terrance Odean, die das Investitionsverhalten von Privatanlegern in rund 66.000 Haushalten untersuchten. Ergebnis: Diejenigen, die überzeugt sind, dass sie den Gesamtmarkt schlagen können, erreichten eine deutlich schlechtere Rendite als die Börsenentwicklung (durchschnittlich 3,4 % p.a. statt 7,0 % p.a.). Die Wissenschaftler machen dafür vor allem die Kosten verantwortlich.
  • Der Faktor Zeit: Die Auseinandersetzung mit einzelnen Investments sollte sorgfältig erfolgen und kostet deshalb jede Menge Zeit – ohne dass sie zu besseren Ergebnissen führt. Gerade ein Privatanleger mit Sparzielen wie Altersvorsorge, Vermögensaufbau oder anderen mittelfristigen Projekten will sich höchstwahrscheinlich nicht ausführlich mit Unternehmensanalysen, Finanzkennzahlen, und Branchenbewertungen beschäftigen, sondern die Zeit wohl lieber für Familie, Freizeit oder Hobbys aufbringen.

growney-Portfolios: Welche Rolle spielt der Dax?

Die Portfolios von growney sind darauf angelegt, die Entwicklung der weltweiten Kapitalmärkte abzubilden. Dies geschieht nach wissenschaftlichen Kriterien. Für die Gewichtung des Portfolios nach Ländern und Branchen sind Faktoren wie Marktkapitalisierung und Anteil an der weltweiten Wirtschaftsleistung entscheidend.

Aktien aus Deutschland machen daher knapp 4 % (klassische growney-Strategien) bzw. knapp 3 % (nachhaltige Anlagestrategien von growney) am Aktienanteil aus. Dabei werden nicht nur große Unternehmen des Dax40 berücksichtigt, sondern auch mittelgroße und kleinere Unternehmen (sogenannte MidCaps und SmallCaps). Diese Unternehmen bieten oftmals ein größeres Wachstumspotenzial, wenn sich ihr Geschäftsmodell durchsetzt und bewährt.

Diese Zusammenstellung soll vor allem das Risiko der Anleger verringern: Es geht darum typische Fehler wie den „Home Bias“ oder die Konzentration auf bestimmte Branchen gezielt zu vermeiden und somit eine geringere Volatilität zu erreichen. Der Wert der Geldanlage soll weniger stark schwanken. Gleichwohl wirken sich besonders extreme Ereignisse – wie der russische Angriff auf die Ukraine – trotzdem auf die Portfolios aus.In den letzten beiden Quartalen konnten die Strategien von growney aber auch wieder einen Teil dieser Entwicklung wettmachen.

Die eingesetzten ETFs werden dabei ständig von growney überprüft und ausgetauscht, sofern sie nicht mehr zur Anlagestrategie passen oder es besser geeignete ETFs gibt. Der zu starke Fokus auf einzelne Indizes (wie z.B. den Dax) gilt es dabei stets zu vermeiden.

Trotzdem haben wir für unser Gewinnspiel den Dax als Beispiel für die Börsenentwicklung ausgewählt, weil dieser Index unter den deutschen Anlegern der bekannteste und am besten einschätzbare ist. Wir sind nun schon sehr gespannt, ob auch am Jahresende die Anleger mit ihren Tipps besser dastehen als die Experten.



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