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Quartalsbericht Q2/2026: Starke Entwicklung an den Aktienmärkten

Die Aktienmärkte erholten sich im zweiten Quartal deutlich - trotz anhaltender Risiken. Starke Unternehmensgewinne, neue KI-Euphorie und der erfolgreiche Börsengang von SpaceX sorgten für steigende Kurse. Gleichzeitig belasteten höhere Inflation und steigende US-Renditen die Stimmung. Unser Quartalsbericht erläutert die Entwicklungen an den Finanzmärkten im zweiten Quartal 2026 und zeigt auf, welche Anlagestrategien und ETFs davon profitiert haben.

Der Quartalsbericht für Q2/2026 in Kürze

 

Trotz Krisen: Aktienmärkte erholen sich deutlich

Nachdem das erste Quartal 2026 noch von schwachen Technologiewerten und der Eskalation im Nahen Osten belastet worden war, drehte sich die Stimmung an den Aktienmärkten zu Beginn des zweiten Quartals deutlich. Die Kurse erholten sich kräftig.

Mehrere große Aktienindizes erreichten neue Allzeithochs - darunter der US-amerikanische S&P 500, der europäische STOXX Europe 600 und der japanische Nikkei 225. Getrieben wurde die Erholung vor allem durch die wieder erstarkte Hoffnung auf hohe Gewinne durch den Einsatz und Ausbau künstlicher Intelligenz.

 

Fragile Entspannung im Nahen Osten

Im Nahen Osten blieb die Lage auch im zweiten Quartal angespannt. Zwar wurden wiederholt Waffenruhen vereinbart, vor allem zwischen Israel und der pro-iranischen Terrorgruppe Hisbollah kam es im Libanon immer wieder zu neuen Angriffen. Im Juni sorgte ein Interimsabkommen zwischen den USA und Iran für vorsichtige Entspannung. Es soll den Weg für weitere Verhandlungen öffnen.

An den Rohstoffmärkten zeigte sich die Erleichterung sofort: Der Ölpreis (Sorte Brent) gab nach und schloss das Quartal mit einem Rückgang von fast 40 % auf etwa 76 US-Dollar pro Barrel. Die Straße von Hormus bleibt jedoch ein Unsicherheitsfaktor für die weltweite Energieversorgung. Durch die Meerenge zwischen Iran und Oman wird ein großer Teil des weltweiten Erdöls transportiert.

Gewinnerwartungen stützen die US-Börsen

Ein wichtiger Grund für die schnelle Erholung der US-amerikanischen Aktienmärkte waren steigende Gewinne und höhere Gewinnerwartungen. Viele Unternehmen legten bessere Quartalszahlen vor als prognostiziert. Gleichzeitig hoben Analysten ihre Schätzungen für die kommenden Quartale deutlich an. Für den S&P 500 wurde im Mai ein Gewinnwachstum von mehr als 20 Prozent für das Gesamtjahr 2026 erwartet.

Damit konnten die Märkte geopolitische Risiken und zeitweise höhere Ölpreise ausblenden. Der S&P 500 schloss das Quartal mit einem Plus von etwa 15 %. Der technologielastige Nasdaq 100 gewann sogar mehr als 27 %.

Chart mit Entwicklung Börsenkurse Finanzmärkte weltweit

 

KI-Euphorie erreicht die Chiphersteller

Die im 2. Quartal wieder einsetzende KI-Euphorie bewegte sich weg von den großen Hyperscalern wie Microsoft, Alphabet oder Amazon. Im Mittelpunkt standen diesmal stärker die Hersteller der benötigten Infrastruktur. Besonders gefragt waren Chiphersteller und Speicherproduzenten wie AMD, Micron sowie die südkoreanischen Unternehmen Samsung und SK Hynix. Ihre Aktienkurse haben sich im 2. Quartal 2026 jeweils mehr als verdoppelt. Sie profitieren davon, dass Rechenzentren immer mehr Hochleistungschips und spezielle Speicherbausteine benötigen. Damit verlagerte sich die Fantasie der Anleger von den großen KI-Plattformbetreibern auf die Unternehmen, die den technischen Ausbau überhaupt erst ermöglichen.

IPO der SpaceX-Aktie befeuert die Fantasie

Für zusätzliches Aufsehen sorgte der Börsengang von SpaceX. Das Unternehmen platzierte seine Aktien am 11. Juni zu 135 US-Dollar und kam damit auf eine Bewertung von rund 1,77 Billionen US-Dollar. Da zunächst nur gut vier Prozent der Aktien frei handelbar waren, schwankte der Kurs stark. Nach der ersten Handelswoche lag er deutlich über dem Ausgabepreis. Die hohe Bewertung beruhte nicht nur auf Raketenstarts und Starlink, sondern auch auf der Fantasie rund um AI und mögliche Rechenzentren im All.

Für zusätzliche Nachfrage könnten passive Fonds sorgen, da SpaceX durch Regeländerungen eine schnelle Aufnahme in viele große Aktienindizes bereitet wurde. Weitere große Börsengänge von KI-Unternehmen wie OpenAI oder Anthropic werden am Markt erwartet.

 

Die Rolle der Inflation: Zinshoffnungen werden gebremst

Der erneute Anstieg der Inflation trübte die gute Stimmung an den Finanzmärkten etwas. In den USA lagen die Verbraucherpreise im Mai 4,2 % über dem Vorjahr, nach 3,8 % im April. Im Euroraum stieg die Inflationsrate im Mai auf 3,2 %, vor allem wegen höherer Energiepreise. Im Juni gab die Inflation wieder leicht nach auf 2,8 %. Gleichzeitig blieb der US-Arbeitsmarkt robust: Im Mai entstanden 172.000 neue Stellen (Anfang Juli revidiert auf 129 000), die Arbeitslosenquote verharrte bei 4,3 %.

Damit schwanden die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen. In den USA wurden wieder mögliche Zinserhöhungen diskutiert, während die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Einlagensatz im Juni bereits um 0,25 Prozentpunkte auf 2,25 % anhob.

Grafik zeigt Zinsentwicklung Anleihen für Deutschland und USA

 

USA: Höhere Zinsen, stärkerer Dollar

Die veränderten Zinserwartungen zeigten sich auch an den Anleihemärkten. Lang laufende Staatsanleihen gerieten weltweit unter Druck. In den USA stiegen die Renditen 30-jähriger Staatsanleihen im Mai auf etwa 5,18 % und damit auf den höchsten Stand seit 2007. Auch in Großbritannien, Japan und Deutschland erreichten langfristige Zinsen mehrjährige Höchststände.

Zum Ende des 2. Quartals beruhigte sich die Lage wegen der fallenden Ölpreise wieder etwas. Gleichzeitig gewann der US-Dollar international an Stärke. Gestützt wurde er durch robuste US-Konjunkturdaten und die Aussicht auf höhere Zinsen am US-Markt. Der Euro verlor gegenüber dem US-Dollar im Quartal 0,8 % an Wert.

Gemischtes Bild außerhalb der USA

Europäische Aktien konnten sich im zweiten Quartal zwar ebenfalls erholen, wurden aber durch die hohe Abhängigkeit von Energieimporten und dem erneuten Inflationsanstieg mehr belastet. Hinzu kam die geringe Gewichtung großer Technologieunternehmen. Der STOXX Europe 600 legte um 10 % zu – im Vergleich zu anderen Märkten ein geringer Anstieg.

Das Quartalsplus von über 23 % im Schwellenländeraktienindex MSCI Emerging Markets (in US-Dollar) ging wesentlich auf die Technologie- und Halbleiterwerte aus Südkorea und Taiwan zurück. Die beiden Länder zusammen haben mittlerweile ein Gewicht von über 50 % in diesem Index. Japan wiederum kämpfte mit einem schwachen Yen und steigenden Importkosten. Dadurch standen Notenbank und Staat unter Druck, den Währungsverfall einzudämmen. Der Nikkei225 konnte in lokaler Währung dennoch um über 37 % zulegen.

Drei Fragen für den weiteren Jahresverlauf

Für die kommenden Monate bleiben drei Fragen entscheidend.

  • Erstens, ob die Waffenruhe im Nahen Osten hält und die Energieversorgung über die Straße von Hormus sich normalisiert oder der Konflikt wieder eskaliert.
  • Zweitens, ob der jüngste Inflationsanstieg nur vorübergehend ist oder die Notenbanken zu weiteren deutlichen Zinserhöhungen zwingt.
  • Und drittens, ob die hohen Investitionen in künstliche Intelligenz tatsächlich zu den erwarteten Produktivitäts- und Gewinnsteigerungen führen. Wer breit diversifiziert und kostengünstig investiert, ist für unterschiedliche Entwicklungen gut aufgestellt.

 

Klassische ETF-Portfolios deutlich im Plus

Alle klassischen ETF-Portfolios erzielten im 2. Quartal 2026 ein Plus für unsere Anlegerinnen und Anleger. Die Wertentwicklung* der einzelnen Strategien:

  • grow0: + 1,85 %
  • grow20: + 4,88 %
  • grow30: + 6,39 %
  • grow50: + 9,45 %
  • grow70: +12,47 %
  • grow100: + 17,06 %

    Rendite weltweiter ETFs bei growney (Grafik mit Chart)

 

Nachhaltige ETF-Geldanlage: bis zu +18,24 % im Quartal

Alle nachhaltigen ETF-Portfolios haben sich ebenfalls positiv entwickelt. Im Detail erreichten die Strategien folgende Performance*:

  • growgreen0: +1,74 %

  • growgreen20: +5,04 %

  • growgreen30: +6,69 %

  • growgreen50: + 9,99 %

  • growgreen70: + 13,29 %

  • growgreen100: + 18,24 %


    Rendite nachhaltiger ETFs bei growney (Grafik mit Chart)

     

Geldmarkt-ETFs

Die Strategie mit Geldmarkt-ETFs entwickelte* sich solide positiv, bei besonders geringer Kursschwankung.

  • growCash: + 0,46 %

Chart mit Rendite Geldmarkt-ETFs bei growney

*Die Performance zeigt jeweils die Entwicklung einer Einmalanlage zu Quartalsbeginn. Berücksichtigt sind die maximalen Kosten. Für Investments ab 50.000 Euro, die ETF-Rentenversicherung oder Sparpläne ergibt sich eine abweichende Rendite. Hier gibt es die vollständige Wertentwicklung.

 

 

Entwicklung einzelner ETFs/Anlageklassen

  • Staatsanleihen
    (alle Strategien außer grow100, growgreen100, growCash)

    Die ETFs auf Euro-Staatsanleihen entwickelten sich solide positiv. Durch die zwischenzeitliche Beruhigung im Nahen Osten sanken auch die Sorgen vor Inflation und Zinssteigerungen.

  • Unternehmensanleihen
    (alle Strategien außer grow100, growgreen100, growCash)

    Die Entspannung bei den Sorgen vor höheren Zinsen wirkte sich positiv auf die Unternehmensanleihen-ETFs aus. Bei nachhaltigen Anleihen und Green Bonds sogar etwas stärker.

  • Geldmarkt und kurz laufende Anleihen
    (nur growCash)

    Geldmarkt-ETFs und kurzfristige Anleihen waren leicht im Plus.

  • Weltweite Aktien
    (alle Strategien außer grow0, growgreen, growCash)

    Über alle Regionen hinweg haben sich Aktien im 2. Quartal 2026 stark entwickelt.

    Am stärksten machte sich das beim ETF auf Aktien aus den Emerging Markets, also Schwellenländer bemerkbar (+ 25 % in Euro).

    Auch die ETFs auf US-Aktien (+16,1 %), auf Small Caps (+ 15,9 %), europäische Aktien (+ 15,5 % bzw. + 13,8 %) und japanische Aktien (+ 13,9 %) profitieren stark von der Erholung an den Märkten.

    Geringer, aber trotzdem deutlich positiv, waren die Ergebnisse für den ETF auf kanadische Aktien (+ 8,1 %) und pazifische Aktien außerhalb Japans (+4,5 %)


    Grafik mit Rendite weltweiter ETFs bei growney

  • Nachhaltige Aktien
    (alle Strategien außer growgreen0, grow, growCash)

    Bei nachhaltigen ETFs konnte der Fonds auf US-Aktien mit + 22,1 % am stärksten abschneiden.

    Ebenfalls ein deutliches Plus erzielten die ETFs auf europäische Aktien (+ 17,5 % bzw. +15,5 %) sowie auf Aktien aus Schwellenländern (+ 16,4 %).

    Der nachhaltige ETF auf die Pazifikregion, inkl. Japan, erzielte ein Plus von 11,7 %.

    Grafik mit Rendite nachhaltiger ETFs bei growney

 

Viele neue Auszeichnungen für growney

Rund 10 Jahre nach Markteinführung der ersten ETF-Strategien (Mai 2016) zeigt sich, dass growney mit einem ausgezeichneten Angebot überzeugen kann.

Besonders hervorzuheben ist die erneute Auszeichnung durch Stiftung Warentest. Die Experten bewerten die ETF-Geldanlage von growney mit Gut (1,9). Im Robo-Advisor Vergleich von Börse online wird zudem betont, dass sich die grow100-Strategie (100 % Aktien) zuletzt deutlich besser entwickelt hat als der Aktienindex MSCI World. Das liegt vor allem an der breiten Diversifikation, die growney-Portfolios bieten.

Seit Start kommt growney bereits auf mehr als 140 Auszeichnungen. Neben Stiftung Warentest und Börse online sind im 2. Quartal 2026 folgende Qualitätsurteile hinzugekommen:

  • Herausragendes Preis-Leistungs-Verhältnis bei einer Studie des FAZ-Instituts
  • Exzellenter Service 2026 (DQBG Deutsche Qualitäts- und Bewertungsgesellschaft)
  • Finanz-Award 2026 für besonders hohes Kunden-Feedback
  • Doppelte Auszeichnung bei der Wirtschaftswoche - für klassische und nachhaltige ETF-Strategien
  • Von Kunden empfohlen: Hohe Weiterempfehlung (FocusMoney)
Alle Auszeichnungen

 

Das ändert sich bei growney

  • Mehr Leistung:
    Wir optimieren die Geldanlage-Plattform, um schnellere und transparentere Leistungen möglich zu machen. Die Umstellung bestehender Kunden beginnt in den nächsten Monaten.
  • Reaktion auf ETF-Kritik:
    Zu den Leistungen von growney gehört die ständige Überprüfung der Anlagestrategien. Wir haben uns dazu ausführlich mit der Kritik an passiven ETFs auseinandergesetzt und die Kriterien für die ETF-Auswahl angepasst. Damit entsprechen wir auch den Wünschen unserer Kundinnen und Kunden nach einer aktiveren Steuerung der Geldanlage. Auswirkungen auf die Portfolios hat dies derzeit noch nicht, weil derzeit (noch) ETFs fehlen, die geeignet sind, die Kriterien zu erfüllen. growney arbeitet aber aktiv daran, dass sich das ändert.
  • Änderungen bei der Vorsorge:
    Für die private und gesetzliche Altersvorsorge wird sich Einiges ändern. Die Bundesregierung hat bereits das Gesetz für ein Altersvorsorgedepot verabschiedet, das ab Januar 2027 die Riester-Rente ersetzen soll. growney plant ein Angebot für diese private Vorsorge, in das auch Riester-Guthaben übertragen werden kann. In Planung ist auch eine gesetzliche Aktien-Rente. Beispielrechnungen zeigen allerdings, dass die Rentenlücke trotzdem bleiben wird.

    Wer jetzt schon mit einer besonders flexiblen und steueroptimierten ETF-Vorsorge starten will: Wir bieten bereits eine entsprechende Lösung - für kurze Zeit mit einem attraktiven Bonus von 50 €.
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Risikohinweis: Die Kapitalmarktanlage ist mit Risiken verbunden.
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