#DieZahl: 2,2 Prozent

Nur 2,2 % der aktiv gemanagten Fonds entwickeln sich besser als ihr Vergleichsindex.

Besser sein als der Markt: höhere Erträge, wenn es an den Finanzmärkten bergauf geht, geringere Verluste in schlechten Phasen – das ist das Kernversprechen aktiv gemanagter Investmentfonds. Doch können sie es auch einlösen?

Nein.

Zumindest die große Mehrheit der aktiven Investmentfonds schafft es auf Dauer nicht, ihren Vergleichsindex zu schlagen. Das beweist der Indexanbieter S&P Dow Jones Indices mit seiner Auswertung „S&P Indices Versus Active Funds (SPIVA)“ in schöner Regelmäßigkeit.
Auch zuletzt wieder: Die SPIVA-Studie zum Jahresende 2015 ergab, dass sich nur 2,2 Prozent der aktiv gemanagten und in Euro gehandelten globalen Aktienfonds über eine Spanne von zehn Jahren mindestens so gut entwickelten wie ihr Vergleichsindex, der S&P Global 1200. Kaum besser sah die Auswertung mit Blick auf einzelne Regionen aus: 8,7 Prozent der Eurozonen-Aktienfonds, 13,8 Prozent der Europa-Aktienfonds und 20,9 Prozent der Deutschland-Aktienfonds konnten auf Sicht von zehn Jahren ihre Vergleichsindizes schlagen.

Aber auch diese Zahlen dürften für Anhänger des aktiven Managements nur ein geringer Trost sein. Immerhin bedeuten sie, dass selbst im günstigsten Fall vier von fünf Fonds schlechter abschneiden als eine passive Anlagelösung. Der Hauptgrund dafür liegt in den hohen Kosten des aktiven Managements. Schließlich müssen die Manager aktiver Fonds ihren Vergleichsindex nicht nur vor Kosten schlagen – sondern zusätzlich auch jährliche Managementgebühren von 1,5 Prozent und mehr erwirtschaften. Eine hohe Hürde auch für die große Mehrzahl der Profis. Wie hoch diese Hürde in der Praxis tatsächlich ist, zeigt die SPIVA-Auswertung ebenfalls: Während der S&P Global 1200 Index auf Sicht von zehn Jahren eine jährliche Rendite von 6,51 Prozent erzielte, brachten es die in Euro gehandelten globalen Aktienfonds nur auf 3,30 Prozent jährlich.

Mit ETFs passiert das nicht: Sie entwickeln sich zwar fast nie besser als der Index, den sie abbilden. Doch dafür fallen sie im Vergleich zu ihrem Index auch nie wesentlich ab – schließlich liegen die Gesamtkosten und damit auch die Unterschiede in der Wertentwicklung bei wenigen Zehntelprozentpunkten pro Jahr.

Fazit: Wenn es um Geldanlage geht, ist es langfristig sehr gut, einfach nur so gut wie der Markt zu sein.


Über den Autor: Gerald Klein // growney Gründer & CEO Gerald Klein - growney CEO

Gerald Klein blickt auf 25 Jahre Bankenerfahrung im Kapitalmarktgeschäft zurück. Freunde haben Ihn oft gefragt: „Was soll ich mit meinem Geld tun?“ Mit growney hat er endlich die passende Antwort gebaut, hinter der er zu 100% steht.
„Erfolgreiche Geldanlage ist im Grunde relativ einfach und besteht aus drei Eckpfeilern: In ein kostengünstiges und diversifiziertes Fondsportfolio investieren, das zu meiner Risikomentalität passt.“
Diesen Weg verfolgt die growney-Anlageplattform konsequent. Mithilfe intelligenter Technologie testen Anleger ihre Risikobereitschaft, erhalten einen Anlagevorschlag und setzen diesen mit growney um.