Investieren mit ETFs: Strategien für unsere Portfolios
Inhalt:
- Ziele der ETF-Strategien
- Investmentansatz: Aktiv investiren? Oder passiv investieren?
- Assetklassen in unseren ETF-Portfolios
- Die ETF-Strategien in der Übersicht
- Die weltweiten ETF-Portfolios
- Die nachhaltigen ETF-Portfolios
- Strategie am Geldmarkt
- Kriterien für die ETF-Auswahl
- So profitieren Anlegerinnen und Anleger
Ziele unserer ETF-Strategien
Anlegerinnen und Anleger sollen an der Entwicklung der Kapitalmärkte partizipieren
Durch die Geldanlage entstehen nur geringe Kosten
Risiken sollen gezielt minimiert werden
Es soll eine Outperformance gegenüber dem Markt möglich werden
Zur Generierung der Outperformance sollen speziell trainierte und bewährte KI-Anwendungen und umfangreiche Datenmengen genutzt werden
Optimal passende ETF-Portfolios für alle Anlegerinnen und Anleger
Bei der Geldanlage gilt: Je höher die erwartete Rendite, desto höher das Risiko. Welches Risiko Anlegerinnen und Anleger eingehen möchten, ist eine ganz individuelle Entscheidung. Dabei gibt es kein Richtig oder Falsch.
- Einige schlafen auch dann gut, wenn der Kurs einer Anlage gerade 10 oder 20 Prozent verloren hat. Sie vertrauen darauf, dass zukünftige Gewinne diese Entwicklung mehr als ausgleichen werden.
- Andere Sparerinnen und Sparer ärgern sich bereits, wenn der Kurs des Investments nur ganz leicht ins Minus dreht.
Bequem und leicht findest Du in wenigen Minuten mit unserem Test heraus, welcher Anlegertyp Du bist und welches ETF-Portfolio am besten zu Dir passt.
Ansatz für die Geldanlage: Warum wir mit ETFs investieren
Aktiv Investieren: Das Kosten-Problem der Fondsmanager
Lange Zeit war Investieren an den Kapitalmärkten durch den Versuch geprägt, den Markt durch geschickte Titelauswahl zu schlagen (Stockpicking). In dieser Ära des traditionellen, aktiven Managements dominierten Portfoliomanager und Analysten: Durch fundamentale Unternehmensanalysen, das Aufspüren von Informationsasymmetrien und makroökonomische Prognosen versuchten sie, unterbewertete Aktien zu identifizieren. Exklusives Fachwissen und hohe personelle Ressourcen sollten eine systematischen Überrendite möglich machen. Die hohen Verwaltungsgebühren für aktive Fondsmanager wurden mit dem stetigen Versprechen auf eine Outperformance gegenüber dem breiten Gesamtmarkt gerechtfertigt.Passiv Investieren: neue Marktdominanz
Der Paradigmenwechsel vom aktiven Stock-Picking hin zum passiven Investieren nahm seinen Anfang nicht in der Finanzindustrie, sondern in der akademischen Forschung. Die theoretische Grundlage lieferte zunächst Harry Markowitz mit der modernen Portfoliotheorie. Markowitz zeigte, dass Diversifikation idiosynkratisches Risiko stark reduziert und damit die Portfoliokonstruktion von der Einzeltitelauswahl auf die effiziente Kombination von Risiken und Erträgen verschiebt. Darauf aufbauend wurde in den 1960er Jahren das Capital Asset Pricing Model (CAPM) entwickelt, welches unter restriktiven Voraussetzungen das kapitalisierungsgewichtete Marktportfolio als die Anlage identifizierte, die alle homogenen Investoren halten sollten. Passives Investieren besteht seitdem darin, diesem theoretischen Konstrukt eines Marktportfolios möglichst nahe zu kommen.
Heute hat das passive Investieren die globale Marktstruktur und Kapitalallokation fundamental transformiert. Was einst als akademisches Nischenkonzept begann, dominiert nun die Finanzwelt. Das in Indexfonds verwaltete Vermögen hat erstmals im Jahre 2024 das Volumen von aktiv gesteuerten Publikumsfonds in den USA übertroffen.[1] Mittlerweile werden 52,4 % aller Fonds und ETFs nach dem passiven Stil gemanagt.[2] Bei US-Aktien sind es sogar 63 %. Getrieben wird diese Entwicklung von anhaltenden, jährlichen Nettozuflüssen in Milliardenhöhe, zum Beispiel in ETFs auf den MSCI World.
Wissenschaft und Finanzmarkt-Theorie sehen durch die neue Marktdominanz des passiven Investierens die Gefahr neuer struktureller Probleme. Ziel von growney ist es, eventuelle Risiken gezielt und systematisch auszuschließen.Unabhängig struktureller Probleme zeigt sich, dass ETFs auf einen Index in der Praxis oftmals erfolgreicher sind als die klassischen aktiven Fondsmanager und nach Kosten eine bessere Rendite für Anlegerinnen und Anleger erzielen. Durch die starke Entwicklung passiver ETFs entstehen aber am Markt tendenziell Ineffizienzen, die sich durch innovative aktive Auswahlverfahren ausnutzen lassen.
Vorteile von Künstlicher Intelligenz nutzen
Ziel eines solchen modernen aktiven Investmentansatzes muss sein, Vorteile für Anlegerinnen und Anleger zu erzielen, ohne dabei hohe Kosten zu verursachen – wie sie normalerweise durch Fondsmanager entstehen. Nötig sind also effiziente und kostengünstige Möglichkeiten der Analyse, aus der sich dann echte Vorteile am Markt ergeben.
Ein preiswerter aktiver Ansatz ist die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI), sofern diese explizit und umfangreich darauf trainiert ist, zu stark oder zu schwach bewertete Einzelwerte zu ermitteln und das Portfolio daraufhin anders zu gewichten. So kann echter Mehrwert in Form einer Outperformance entstehen.
Das historische Kernproblem des traditionellen aktiven Managements war stets, dass die manuelle menschliche Informationsbeschaffung und -verarbeitung schlichtweg zu teuer und zu langsam war, um die Prognosekraft einiger aktiver Fondsmanager nach Abzug der Kosten dauerhaft in eine Outperformance für den Kunden umzumünzen. Die aufgeführten theoretischen und empirischen Hinweise auf eine mögliche Verschlechterung der Preisfindung bieten den Nährboden für einen neuen, technologiegetriebenen aktiven Investmentansatz.
In diesem Kontext fungiert Künstliche Intelligenz als disruptiver Katalysator, da sie die Grenzkosten der fundamentalen Unternehmensanalyse drastisch senkt. In einem Markt, in dem ein Großteil des Kapitals blind nach Marktkapitalisierung investiert wird und die Aktienkurse teilweise von ihrem fundamentalen Wert abweichen, kann die KI die vakante Rolle des “Informations-Arbitrageurs” übernehmen. Sie schließt die Lücke, die durch den teilweisen Rückzug menschlicher Analysten und Fondsmanager entstanden ist.
Der entscheidende Vorteil der KI liegt in ihrer Fähigkeit zur fast unbegrenzten Informationsverarbeitung. Während passive Indexfonds algorithmisch blind sind und sich auf die Preisfindung am Markt verlassen, und klassische aktive Fondsmanager und Privatanleger in ihrer Datenverarbeitung teuer, langsam und begrenzt sind, wertet eine KI-gestützte Strategie unstrukturierte und alternative Datenquellen in Echtzeit aus. Durch den Einsatz von Machine Learning können Unmengen von Daten simultan verarbeitet werden, um den wahren Wert eines Unternehmens zu berechnen.
Ein KI-Modell kann so durch systematische und schnelle Verarbeitung von Millionen Daten und die Erkennung von Mustern Überbewertungen identifizieren und diese Marktentwicklung durch systematische Untergewichtung ausnutzen. Ebenso spürt die KI fundamentale “Hidden Champions” auf, die von passiven Leitindizes möglicherweise zu niedrig bewertet werden. Durch diesen Prozess verwandelt die KI die systemische Schwäche der passiven Marktdominanz – die mögliche Fehlbewertung von Vermögenswerten und die systematische Abweichung der Indizes vom Marktportfolio – in eine reproduzierbare Quelle für Überrenditen. Die KI-Analyse ermöglicht also einen Informationsvorsprung, weil sie Schwächen und Fehlbewertungen der Indizes aufspürt und ausnutzt.Aktiv oder passiv Investieren? Unsere ETF-Strategien vereinen das Beste aus beiden Welten
Im Gegensatz zum passiven Investieren entstehen durch solche Über- und Untergewichtungen höhere Transaktionskosten. Die Analyse muss ständig geschehen und in Über-/Untergewichtungen umgesetzt werden. Ein Fonds-Mantel schützt davor, dass höhere Kostennachteile dadurch entstehen. Käufe und Verkäufe innerhalb eines ETFs sind nicht direkt steuerrelevant. Steuerliche Nachteile häufig erfolgender Transaktionen werden so ausgeschlossen.
Weitere Voraussetzungen sind die Ausrichtung an einen Index, um ein breites Investment zu gewährleisten und dass die KI auf einer umfangreichen Datenbasis intensiv trainiert und bewährt ist. Nur dann lässt sich das Ziel Outperformance risikoadjustiert und bei überschaubaren Kosten realisieren.
Durch die Chancen der KI lassen sich der kostengünstige passive Ansatz und der aktive Ansatz mit gezielter Ausnutzung von Über/Unterbewertungen miteinander kombinieren. Voraussetzung dafür: Dass es aktive ETFs gibt, bei denen mittels KI-Analyse moderate Abweichungen vom Index möglich sind und so eine Outperformance erzielt werden kann.
Die Assetklassen in unseren ETF-Portfolios
**Aktien
**Zahlreiche Untersuchungen zeigen, dass Aktienanlagen die größten Renditechancen bieten. Zwar können sie kurzfristig Verluste einfahren. Doch über einen längeren Anlagezeitraum ist die erzielte Rendite in aller Regel am höchsten. Mit Aktien haben Sparerinnen und Sparer am Wachstum von Unternehmen aus aller Welt teil. Daher spielt diese Anlageklasse bei der Wertentwicklung die zentrale Rolle.Euro-Anleihen
Anleihen von Staaten und Unternehmen bilden einen Sicherheitsanker im Depot. So gelten beispielsweise für deutsche Anlegerinnen und Anleger Bundesanleihen als die risikoärmste Investition überhaupt.
Im Prinzip können Anlegerinnen und Anleger in Anleihen von Staaten, Unternehmen und Finanzinstituten, vor allem Banken, investieren. growney investiert über ETFs ausschließlich in Staats- und Unternehmensanleihen, die in Euro lauten. So werden Währungsrisiken ausgeschlossen, die durch Wechselkurseffekte (etwa zwischen Euro und Dollar) entstehen können.**Geldmarkt
**Damit Sparerinnen und Sparer bequem von der Entwicklung der Zinsen im Euro-Raum partizipieren, bietet sich ein Investment in den Geldmarkt an. Damit profitieren sie vom Einlagenzins der Europäischen Zentralbank (EZB). Banken erhalten Zinsen für Gelder, die sie bei der EZB einlagern. Dieses tagesaktuelle Zinsniveau spiegelt sich am Euro-Geldmarkt wider und wird durch Geldmarkt-ETFs abgebildet.
Die Ergänzung durch kurz laufende Euro-Anleihen mit weniger als 365 Tagen Laufzeit ist ein geeignetes Instrument, um die aktuelle Entwicklung der Zinsen bei sehr geringer Volatilität abzubilden.
In diese Anlagen investiert growney nicht
In der Theorie ist das ideale Portfolio das sogenannte Weltmarktportfolio. Es umfasst alle global verfügbaren Anlageklassen im Verhältnis zu ihrem relativen Marktwert. Neben Aktien und Anleihen zählen dazu auch Rohstoffe und Immobilien. Dennoch investiert growney nicht in alle verfügbaren Anlageklassen. Und dafür haben wir gute Gründe.
Immobilien
Immobilieninvestments eignen sich nicht für alle gleichermaßen. Sie sind meist unflexibel, weil Häuser nicht von heute auf morgen verkauft werden können.
Zum anderen passen Immobilieninvestments nicht zu jedem Anlegertyp. Eine junge Familie mit einem kreditfinanzierten Eigenheim hat wahrscheinlich bereits mehr als ihr Gesamtvermögen in ihre Immobilie gesteckt. Ein zusätzliches Investment in diese Anlageklasse würde dazu führen, dass ihr Geld nicht breit genug gestreut wäre. Anders sieht es bei vermögenden Singles aus, die zur Miete wohnen. Ob ein Immobilienengagement ratsam ist oder nicht, lässt sich also nur individuell beantworten.Rohstoffe
Ein direktes Investment in Rohstoffe wie Öl oder Gold bringt Anlegerinnen und Anleger keine Erträge wie etwa Dividenden bei Aktien oder Kupons bei Anleihen. Deshalb setzt growney nicht auf diese Anlagen. Darüber hinaus ist der Wert von Rohstoffen im hypothetischen Weltmarktportfolio sehr gering. Trotzdem können Sparerinnen und Sparer von positiven Entwicklungen an den Rohstoffmärkten profitieren. Denn mit unseren ETF-Portfolios sind sie über Aktien z.B. am Erfolg von Ölfirmen oder Goldminenbetreibern beteiligt.Kryptowährungen
Der Kurs von Kryptowährungen wie Bitcoin wird alleine durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Das Investieren in Währungen bringt also keine ordentlichen Erträge (Dividenden, Zinsen), sondern ist allein vom Kursverlauf abhängig. Für den Großteil der Anlegerinnen und Anleger dürfte das Investieren in Kryptowährungen daher viel zu risikoreich sein.
ETF-Strategien von growney in der Übersicht

Weltweite ETF-Portfolios
Im Wesentlichen wird das globale ETF-Portfolio über die Gewichtung nach dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) ausgewählt. Bedeutet: Bei diesem Ansatz entscheidet die Wirtschaftskraft einer Region über seinen Anteil im Portfolio. Je größer das BIP einer Region, desto größer sein Anteil im Portfolio.
Diesen Ansatz kombinieren wir mit einer Berücksichtigung der Marktkapitalisierung. Je größer der Gesamtwert der in einem Land an der Börse gehandelten Unternehmen, desto größer das Gewicht dieses Landes im Portfolio.
Wir begrenzen das maximale Gewicht einer Region im Portfolio auf das doppelte der Marktkapitalisierung. Relevant ist das zum Beispiel für Emerging Markts - also Schwellenländer, zu denen z.B. China gehört. Die chinesische Wirtschaft trägt rund 18 Prozent zur Weltwirtschaft bei. Vor allem durch staatliche Eingriffe Chinas ist erkennbar, dass sich dieses Gewicht nicht an den Kapitalmärkten widerspiegeln kann. Der BIP-Ansatz allein würde zu einer Übergewichtung Chinas führen – und zu einem unnötig hohen Risiko für Anlegerinnen und Anleger.
Durch diesen wissenschaftlichen Ansatz schaffen wir eine ausbalancierte Strategie in unseren ETF-Portfolios.
Berücksichtigt werden in den ETF-Portfolios von growney außerdem Small Caps aus Industrieländern, also kleinere börsennotierte Unternehmen. Große und mittelständische Unternehmen decken nur ca. 85 Prozent der Marktkapitalisierung ab. Ohne Berücksichtigung der Small Caps bei den Strategien wäre also nur ein Teil der tatsächlichen Wirtschaftsleistung repräsentiert.
Nachhaltige ETF-Portfolios: Ziele und ESG-Rankings
Für Anlegerinnen und Anleger, die nachhaltig investieren wollen, achten wir ebenfalls auf eine weltweite Diversifikation der Geldanlage. Es wird dabei sowohl der Anteil des Bruttoinlandsprodukts (BIP) einer Region an der weltweiten Wirtschaftsleistung berücksichtigt wie auch die ESG-Marktkapitalisierung – also der Gesamtwert der in einer Region an der Börse gehandelten nachhaltigen Unternehmen. Kundinnen und Kunden können sich entscheiden, ob ein bestimmter Mindestanteil der Gelder in ökologisch nachhaltige Investitionen im Sinne der EU-Taxonomieverordnung oder in nachhaltige Investitionen im Sinne der EU-Offenlegungsverordnung angelegt werden soll.
Außerdem können Kundinnen und Kunden sich für Finanzprodukte entscheiden, bei denen die wichtigsten nachteiligen Auswirkungen (auf Englisch: Principal Adverse Impacts Indicators = PAI) auf Nachhaltigkeitsfaktoren berücksichtigt werden. Unterschieden werden in der EU-Verordnung zwei unterschiedliche Varianten:
- ESG-Geldanlagen: Bei der Auswahl der Finanzinstrumente spielen ökologische, soziale und ethische Aspekte eine zentrale Rolle. So soll ein Anreiz für mehr Nachhaltigkeit entstehen. Nach der EU-Taxonomieverordnung werden diese Geldanlagen auch als „Artikel 8“-Produkte bezeichnet.
- Investieren mit nachhaltiger Wirkung: Die Anlagestrategie muss darauf ausgelegt sein, bestimmte nachhaltige Ziele zu verfolgen und eine konkrete messbare Wirkung in diesem Bereich zu erzielen. Dieser Ansatz ist in „Artikel 9“ der Verordnung definiert.
Das nachhaltige Investitionsziel unserer nachhaltigen Portfolien ist nach der Offenlegungsverordnung und gemäß der EU-Taxonomie in wirtschaftliche Tätigkeiten zu investieren, die ein bestimmtes Umweltziel anstreben. Für die nachhaltigen ETF-Portfolios sehen wir den Klimaschutz, also die Reduzierung von Treibhausgasen, als das wichtigste und am besten messbare Ziel. Zusätzlich orientieren wir uns bei der Auswahl nachhaltiger ETFs daran, dass diese nur Unternehmen mit dem höchsten ESG-Ranking berücksichtigen sowie strengen Ausschlusskriterien genügen. Demnach sind z.B. Unternehmen ausgeschlossen, die mehr als 5 % ihres Umsatzes aus der umstrittenen Atomkraft generieren.
Um das nachhaltige Portfolio für unsere Kundinnen und Kunden festzulegen, gehen wir in einem zweistufigen Prozess vor. Zunächst muss ein growney Nachhaltigkeits-Produkt bestimmte Mindestanforderungen erfüllen. Es muss
- nachteilige Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren berücksichtigen;
- mindestens 50 Prozent auf die Erreichung ökologischer oder sozialer Merkmale ausgerichtet sein;
- mindestens 20 Prozent in nachhaltige Investitionen im Sinne der EU-Offenlegungsverordnung investieren.
In einem zweiten Schritt unseres Investmentprozesses für nachhaltige Anlagen werden alle ETFs, die Teil unserer nachhaltigen Portfolios werden sollen, im Hinblick auf ihre Nachhaltigkeitskriterien und ihr Risiko untersucht. Die endgültige Entscheidung über das nachhaltige Portfolio trifft das Investment-Komitee von growney, welches sich regelmäßig trifft und die Anlagestrategie überwacht und umsetzt. Zentral sind dabei neben der angestrebten Nachhaltigkeitswirkung beim Klimaschutz:
- Bestnoten im ESG-Ranking.
- Die Einhaltung strenger Negativkriterien - also keine nennenswerte Beteiligung in Branchen wie Waffenproduktion, Kohle-Verbrennung, Öl- und Gasförderung, Pornografie, Glücksspiel, Alkohol, Tabakproduktion, Gentechnik – und auch Atomkraft.
Ein Sonderfall bei den nachhaltigen ETF-Portfolios sind Staatsanleihen. Denn der Markt für nachhaltige Investments in Staatsanleihen ist noch lange nicht so entwickelt wie “Green Bonds” von Unternehmen. Daher investiert growney bei Staatsanleihen auch in Produkte, die nach den gesetzlichen Bestimmungen als nicht nachhaltig eingestuft werden.
Es wird aber ein Minimum an ökologischen oder sozialen Schutzmaßnahmen vorgegeben, die jedes Land erfüllen muss, dessen Staatsanleihen in das nachhaltige Portfolio von growney aufgenommen werden:
- Demokratische Grundordnung und Rechtsstaat
- Einhaltung der Menschenrechte
- Niedrige Korruptionsrate (laut Index von Transparency International)
- Keine Todesstrafe
- Angemessene Arbeitnehmerrechte
- Verbot von Kinderarbeit
- Ratifizierung des Pariser Klimaabkommens
Ein fortlaufendes Monitoring stellt sicher, dass die genannten Kriterien jederzeit eingehalten werden.
Sparen mit Geldmarkt-ETFs
Für Sparerinnen und Sparer geht es also bei der kurzfristigen Geldanlage darum, eine Rendite zu erzielen – und das Risiko dabei absolut minimal zu halten.
Ziel ist es, mit Geldmarkt-ETFs eine optimale Alternative zu Tagesgeld zu ermöglichen. Dabei steht vor allem die Sicherheit des Investments im Vordergrund. Zugleich geht es auch darum, dass die Strategie sehr flexibel ist und die Entwicklung der Zinsen im Euro-Raum möglichst gut abbilden kann.
Mit einem fundierten Mechanismus werden optimal passende ETFs für diese kurzfristige Geldanlage in einem Portfolio gebündelt:
- Dabei werden zunächst alle ETFs identifiziert, die den Euro-Geldmarkt oder kurz laufende Anleihen abbilden und den strengen Qualitätskriterien von growney entsprechen.
- Sofern der Fonds schon so lange besteht, wird anhand der Fondsdaten für die vergangenen 3 Jahre die Volatilität ermittelt.
- Unter Berücksichtigung von Ausschüttungen, durchschnittlicher Laufzeit der abgebildeten Instrumente und Kosten wird ein Effektivzins für jeden ETF ermittelt.
- Das Verhältnis von Effektivzinsen und Volatilität ist das entscheidende Kriterium für die Zusammenstellung des Geldmarkt-Portfolios. Anhand dieser Kennziffer wird ein Ranking erstellt.
- Das Ranking bestimmt über die konkrete Portfolio-Zusammenstellung. Je besser ein ETF abschneidet, umso stärker wird er berücksichtigt.
Durch die kurzen Laufzeiten werden Zinspapiere ständig ersetzt – jeweils durch Anlagen mit aktuellem Zinssatz. So gelingt es, dass die erwartete Rendite von Geldmarkt-ETFs das Niveau der Zinsen im Euro-Raum sehr gut abbilden kann.
Anlagestrategien: Kriterien für die ETF-Auswahl
Bei der ETF-Auswahl achten wir für unsere Anlegerinnen und Anleger auf transparente und klare Kriterien.
- Möglichst hohe Rendite erwartet
Jeder ETF bildet einen Index nach und orientiert sich an dessen Entwicklung. Aktive ETFs, die mittels KI-Analyse über- bzw. unterbewertete Titel identifizieren, weichen bewusst von der Index-Zusammensetzung ab. Ihr Ziel ist eine Outperformance, also eine höhere erwartbare Rendite als der Index. Dabei sind selbstverständlich auch die Fondskosten einzubeziehen. - Tracking Error
Die ETF-Portfolios von growney sollen die optimale Kombination aus kostengünstiger passiver Geldanlage und KI-gestütztem aktivem Investieren ermöglichen. Aktive ETFs können nur dann einen Vorteil für Anlegerinnen und Anleger ermöglichen, wenn ihre Zusammensetzung vom Index abweichen darf. Dieser sogenannte Tracking Error soll für aktive ETFs zwischen 2 und 5 % liegen. Bei passiven ETFs soll der Tracking Error hingegen möglichst klein sein. - **Steuerliche Aspekte
**Für Anlegerinnen und Anleger ist es wichtig, dass ihr Investment nach Abzug der Steuern eine Rendite abwirft. Sofern möglich, setzen wir auf thesaurierende Fonds. Diese ETFs schütten die Dividenden der enthaltenen Anlagen nicht aus, sondern legen sie wieder an. Die Kapitalertragsteuer für Erträge wird so erst fällig, wenn die ETFs verkauft werden. Ausnahme: ein Teil der Kursgewinne muss über die jährliche Vorabpauschale versteuert werden.
Unterm Strich ist bei thesaurierenden Fonds die Steuerbelastung während der Haltedauer geringer. Vorteil: Während der Anlagezeit steigt der im Depot investierte Betrag – und damit die Rendite. Noch stärker kann der Steuervorteil sein, wenn die Strategien von growney mit dem Steuervorteil einer ETF-Rentenversicherung kombiniert wird. - Fondsqualität
growney vertraut das Geld der Sparerinnen und Sparer ausschließlich ETF-Anbietern an, die einer Reihe von Qualitätskriterien genügen. Zum einen müssen die Fonds die Richtlinien der „Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren“ (OGAW oder englisch UCITS abgekürzt) erfüllen. Die OGAW-Richtlinien regulieren Fonds in der Europäischen Union. So bieten OGAW-ETFs einen umfassenden Anlegerschutz und machen ein Investment sehr sicher. Zum Beispiel gewährleisten sie, dass die ETFs das Geld als Sondervermögen halten. Das bedeutet, dass den Sparerinnen und Sparern ihr Investment auch dann in voller Höhe zusteht, wenn der ETF-Anbieter insolvent wird.
Das bieten die ETF-Strategien von growney
Chance auf Outperformance: Die aktive Über-/Unterbewertung einzelner Titel nach umfassender KI-Analyse macht eine Outperformance möglich. Gleichzeitig wird der Großteil des Marktes passiv abgebildet.
Breite Streuung: Durch die starke Diversifizierung legen Sparerinnen und Sparer ihr Geld breit gestreut an und minimieren so ihr Risiko.
Persönliche Risikoabwägung: Alle können die zum jeweiligen Risikoprofil passende Anlagestrategie wählen.
Wissenschaftliches Konzept: Die Zusammensetzung der ETF-Portfolios erfolgt nach klar definierten Kriterien – mit dem Ziel, Anlegerinnen und Anlegern ein einfaches Investment zu bieten.
Regelmäßige Kontrolle: Wir überprüfen die ETF-Portfolios unserer Kundinnen und Kunden ständig und richten sie so aus, dass sie der gewählten Anlagestrategie bestmöglich entsprechen.
Fußnoten
[1] Morningstar, https://www.fondsprofessionell.de/news/vertrieb/headline/meilenstein-beim-volumen-passive-ueberholen-aktive-fonds-in-den-usa-230202/
[2] https://www.ici.org/research/stats/combined_active_index
Der Wert Deiner Kapitalmarktanlage kann fallen oder steigen.
