„Aktien? ja, klar!“ – Vier unbegründete Vorurteile gegenüber der Wertpapieranlage

Aktien sind nur etwas für Reiche? Nein!

Die Deutschen und Aktien – ein Verhältnis, das vor allem von Vorurteilen und Unsicherheit geprägt ist. So werden Begriffe rund um Aktien, die Börse oder den Aktienhandel häufig negativ assoziiert. Positives verbindet die Mehrheit mit Begriffen, die vermeintliche Sicherheit vermitteln wie etwa „Eigenheim“ oder „Sparbuch“. Das ist ein Ergebnis der Befragung „Aktienkultur in Deutschland“. Insbesondere die Angst vor Verlusten hindert die Deutschen an Aktieninvestments. Doch was steckt wirklich hinter diesen Vorurteilen? Und wie können Robo Advisors dabei helfen, die Angst zu mindern?

Vorurteil 1: Aktien sind nur etwas für Reiche

„Für Aktien habe ich viel zu wenig Geld“. Ein weit verbreiteter Irrtum wie die Umfrage zur Aktienkultur belegt: Fast die Hälfte der Befragten (48 Prozent) gaben an, nicht in Aktien zu investieren, weil ihnen dazu das nötige Geld fehle. Dabei können Anleger bereits mit kleineren Summen langfristig eine ansehnliche Rendite einfahren. Wer etwa im Jahr 2000 begonnen hat, monatlich 100 Euro in einen breit diversifizierten Weltsparplan zu investieren, konnte innerhalb von 15 Jahren über 14.000 Euro Gewinn verzeichnen.[1] Zusätzlich zeigt ein Blick auf die Historie: Jeder 15-Jahreszeitraum in den vergangenen 50 Jahren war positiv – trotz Rückschlägen wie der Finanzkrise. Am erfolgreichsten waren Anleger zwischen 1974 und 1989 mit einem Gewinn von fast 41.000 Euro. Selbst wer sich sein 15-Jahres-Investment im Jahr 2009 kurz nach der Finanzkrise auszahlen ließ, konnte zwar einen mageren, aber immerhin positiven Gewinn von etwa 700 Euro einfahren. Möglich ist ein solcher Sparplan zum Beispiel bei einem Robo-Advisor wie growney. Die automatisierten ETF-Portfolios sind besonders kostengünstig und ermöglichen ein Investment schon mit kleinen Beträgen – eine Mindestanlagesumme oder Mindestsparrate gibt es nicht.

Vorurteil 2: Wertpapieranlagen sind viel zu riskant

Viele potenzielle Anleger lassen sich von teils starken Kursschwankungen an den Wertpapiermärkten verunsichern und schrecken vor einer Anlage in Aktien zurück – 41 Prozent der Deutschen haben Angst, ihr Geld zu verlieren. Dass die Aktienmärkte volatil sind, stimmt zwar, doch das liegt in ihrer Natur. Und beobachtet man sie über einen längeren Zeitraum, erkennt man, dass sie fast immer gestiegen sind. Das Renditedreieck des Deutschen Aktieninstituts (DAI) zeigt zum Beispiel: Über Anlagezeiträume von mehr als 15 Jahren hat der DAX bislang stets Gewinne erbracht, und das überwiegend bei Jahres-Renditen im hohen einstelligen bis zweistelligen Bereich. Daher sollten Anleger sich von kurzfristigen Kursausschlägen nicht aus der Ruhe bringen lassen. Viel wichtiger ist ein breit diversifiziertes Portfolio. Denn Anleger, die auf einzelne Aktien setzen, können durchaus auch langfristig danebenliegen und dauerhaft Verluste einfahren. Am einfachsten lässt sich systematische Diversifikation mithilfe von Aktien- und Anleihe-ETFs umsetzen. Je nach Risikobereitschaft können sich Anleger so ein individuelles Portfolio aus renditebringenden Aktien und schwankungsarmen Anleihen zusammenstellen.

Vorurteil 3: Das Vermögen ist langfristig gebunden

Wer sein Geld in Wertpapiere investiert ist langfristig gebunden und in seiner Flexibilität eingeschränkt. So lautet zumindest ein Vorurteil, das die Deutschen vor einem Wertpapierinvestment abschrecken lässt. Dabei sind Sparer, die auf eine vermeintlich sichere Geldanlage setzen, weitaus eingeschränkter. Eine Immobilie etwa birgt ein Klumpenrisiko, denn häufig stecken Bauherren ihr gesamtes Vermögen in das Haus oder die Wohnung. Entsprechend groß ist dann das Risiko, wenn der Vermögenswert nicht so werthaltig sein sollte wie gedacht. Schließlich können auch Immobilien durch zum Beispiel steuerliche Änderungen, die Landflucht oder auch durch Wirtschaftskrisen im Wert sinken. Mit einer Immobilie sind Anleger zudem sehr viel weniger flexibel, wenn es gilt, seine Geldanlage an veränderte Lebenssituationen anzupassen, die heute immer weniger planbar sind als früher. Für Aktien und andere Wertpapiere gibt es dagegen einen liquiden Markt. Daher ist es einfach, diese Anlagen zu verkaufen, um Kapital umzuschichten. Ein ETF-Sparplan beim Robo Advisor ermöglicht Anlegern ein besonders hohes Maß an Flexibilität: Je nach Lebenssituation können sie zum Beispiel die monatliche Sparrate erhöhen, senken oder sogar pausieren. Darüber hinaus können sie sich ihr angelegtes Vermögen jederzeit auszahlen lassen – bei growney in der Regel innerhalb von maximal sieben Tagen.

Vorurteil 4: Wertpapiere sind kompliziert und nur für Profis geeignet

30 Prozent der Deutschen investiert nicht in Wertpapiere, weil sie Angst haben, die falschen zu kaufen. Knapp ein Viertel wüsste erst gar nicht, welche Aktien sie kaufen sollten. Tatsächlich ist es für Privatanleger recht aufwendig aus den weltweit rund 4.800 ETFs[2] eigenständig ein Portfolio zusammenzustellen: So müssen sie beispielsweise Statistiken selbst berechnen, das Rebalancing übernehmen, eine Strategie zur Sicherung der Fondsqualität festlegen und die Fonds dann regelmäßig hinsichtlich ihrer Qualität prüfen.
Sie erhalten sozusagen ein „Rundum-Sorglos-Paket“ und müssen sich um nichts mehr kümmern. Daher bietet sich eine automatisierte Geldanlage beim Robo Advisor auch für Investment-Einsteiger an: Per Fragebogen wird ermittelt, wie risikofreudig ein Anleger ist und anschließend eine „maßgeschneiderte“ Investmentstrategie vorgeschlagen. Das Geld der Anleger ist beim Robo Advisor steueroptimiert investiert, die Kunden müssen sich weder um die Zusammenstellung noch um das Rebalancing ihres Portfolios kümmern und werden jederzeit über alles Wichtige informiert. Dennoch haben sie zu jeder Zeit Zugriff auf ihr angelegtes Vermögen und können darüber selbstbestimmt und vollkommen flexibel verfügen.

[1] Berechnung Finanztip: http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/aktien-warum-junge-menschen-an-der-boerse-investieren-sollten-a-1143072.html; http://www.finanztip.de/indexfonds-etf/fondssparplan/

[2] Statista 2016: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/219379/umfrage/anzahl-der-etfs-weltweit-seit-1997/